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Auszeichnung auf dem Weg zur Professur

04.04.2014 - (idw) Max-Planck-Institut für Polymerforschung

Frédéric Laquai vom Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) erhält Hoechst Dozentenpreis. Mainz/Frankfurt a. M. Der Hoechst Dozentenpreis der Aventis Foundation und des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) geht an Frédéric Laquai vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung. Der Physikochemiker erhält die Auszeichnung am 3. April 2014 für seine hervorragenden Leistungen in Forschung und Lehre.
Seit 2008 leitet Laquai eine Max-Planck-Forschungsgruppe am MPI-P und beschäftigt sich mit den opto-elektronischen Eigenschaften von organischen Materialien. Sein Interesse gilt dem Verständnis der photophysikalischen Prozesse, auf deren Basis Solarzellen und Leuchtdioden arbeiten.
Der Hoechst Dozentenpreis kommt Nachwuchswissenschaftlern der Fachgebiete Chemie und Biochemie auf ihrem Weg zu einem Lehrstuhl zugute. Der Preis wird vom Fonds der Chemischen Industrie vergeben und durch die Aventis Foundation finanziert.

Bereits in seiner Jugend beschäftigte sich Frédéric Laquai mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen und brillierte als Bundessieger bei Jugend forscht. Im Anschluss an seine Promotion am MPI-P wirkte er als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Cavendish Laboratory im englischen Cambridge, bevor er 2008 zum Leiter einer selbstständigen Nachwuchsgruppe am MPI-P ernannt wurde. Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde er 2010 mit dem Walter Kalkhof-Rose-Gedächtnispreis der gleichnamigen Stiftung ausgezeichnet.

Laquai erforscht organische Moleküle, insbesondere Polymere, die Strom in Licht und Licht in Strom umwandeln können. Mit ihren opto-elektronischen Eigenschaften eignen sie sich für den Einsatz in organischen Solarzellen und Displays. Solarpanels, LEDs und Feldeffekttransistoren aus organischen Komponenten sind umweltverträglicher und kostengünstiger als ihre Verwandten aus Silicium. Aber noch stehen der flächendeckenden Nutzung organischer Elektronikbauteile ihre niedrige Leistungsfähigkeit und kürzere Lebensdauer entgegen. Das lässt sich nur mit exakter Kenntnis des komplexen Geflechts ihrer Eigenschaftsbeziehungen ändern: Neben der Entwicklung neuer, stabilerer Materialien ist ein besseres Verständnis der grundlegenden photophysikalischen Prozesse nötig, die zur Erzeugung und Vernichtung von Ladungen in den organischen Solarzellen führen, wenn diese Sonnenlicht absorbieren, formuliert Laquai sein wissenschaftliches Vorhaben.

Das 1984 gegründete Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) zählt zu den international führenden Forschungszentren auf dem Gebiet der Polymerwissenschaft. Durch die Fokussierung auf so genannte weiche Materie und makromolekulare Materialien ist das Max-Planck-Institut für Polymerforschung mit seiner Forschungsausrichtung weltweit einzigartig. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem In- und Ausland arbeiten im Rahmen der Grundlagenforschung an der Herstellung und Charakterisierung von Polymeren und der Untersuchung ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften. Anfang 2014 sind insgesamt 518 Personen am MPI-P beschäftigt: Die Belegschaft setzte sich aus 121 Wissenschaftlern, 147 Doktoranden und Diplomanden, 76 Stipendiaten und 174 technischen und Verwaltungsangestellten sowie Hilfskräften zusammen. Weitere Informationen:http://www.mpip-mainz.mpg.de/news/hoechst_dozentenpreis - die Pressemitteilung auf der Website des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung mit Bildern und Zusatzinformationen
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