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idw-Preis für die besten Pressemitteilungen 2013 - Platz 1 geht erstmals nicht nach Deutschland

04.04.2014 - (idw) idw-Team

Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) e. V. hat am 3. April 2014 die Pressestellen der Universität Basel, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (Berlin) und der Universität Halle-Wittenberg mit dem idw-Preis für Wissenschaftskommunikation 2013 ausgezeichnet. Nach Urteil der Jury veröffentlichten sie die drei besten Wissenschafts-Pressemitteilungen des zurückliegenden Jahres. Die Pressestellen erhalten für die Auszeichnung Preisgelder in Höhe von 3.500 . Erstmals geht Platz 1 an eine Einrichtung außerhalb Deutschlands. Der Preis wird seit 2009 verliehen. Wie wirkt sich der Vollmond auf den Schlaf aus? Warum kann Videospielen therapeutisch wirken? Kann man aus Oxiden Quasikristalle bauen? Antworten auf diese Fragen, aber auch Themen wie revolutionäre Raumfahrt-Antriebe, die Entstehung des Sonnensystems oder neue Waffen gegen Influenza schafften es in diesem Jahr in die Endrunde zum idw-Preis. Die Pressemitteilungen wurden bis nach Indien abgedruckt. Die 77 gültigen Einreichungen zeigten die Bandbreite des idw auf, fasste idw-Vorstands- und Jurymitglied Marco Finetti in seiner Laudatio zusammen: Allerdings fehlte mir eine ganze Wissenschaftswelt: Die Geistes- und Sozialwissenschaften. Anders als in den vergangenen Jahren gab es hier keine Einreichung.

Den ersten Platz erhielt die Pressemitteilung Doch kein Mythos: Schlechter Schlaf bei Vollmond der Universität Basel vom 25.07.2013. Sie war zugleich Siegerin in zwei der drei Wettbewerbskategorien, nämlich handwerkliche Professionalität und Nachrichtenwert. Der Text ist kurz und bündig, für Laien verständlich und nennt Ansprechpartner und Literatur zum vertiefenden Lesen. Damit überzeugte er nicht nur die Jury: Dass es Belege für einen Zusammenhang zwischen Mondphasen und Schlafverhalten gibt, war eine Nachricht, die internationale Aufmerksamkeit auf sich zog - diese Pressemitteilung war die meistbeachtete der Universität im Jahr 2013, die Resonanz in den Medien und auf Social-Media-Plattformen auch jenseits des deutschsprachigen Raums hielt über Wochen an. http://idw-online.de/de/news545022

Die Pressemitteilung wird mit 2.000 prämiert, zudem mit einer öffentlich anzubringenden Tafel, die den Erfolg dauerhaft sichtbar macht.

Der zweitplatzierte Text Warum Videospielen gut fürs Gehirn sein kann vom 30.10.2013 stammt vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Er informiert darüber, dass Videospielen bestimmte Hirnregionen vergrößert und sich dieser Effekt auch therapeutisch nutzen lässt. Wie das funktioniert, ist kompliziert, doch der Pressestelle gelang es, dies verständlich zu vermitteln. Der Text macht auf seriöse, aber eingängige Weise deutlich, warum hier Potenzial für die Behandlung von Patienten liegt, die andere Therapien ablehnen. Mit 150 Artikeln in Fach- und Laienmedien, diversen Hörfunk- und Fernsehbeiträgen weltweit war das Medienecho entsprechend groß. http://idw-online.de/de/news558961

Das Preisgeld für den zweiten Platz beträgt 1.000 .

Ausgesprochen knapp dahinter belegte den dritten Platz die von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingereichte Pressemitteilung In ,Nature publiziert: Forscher Universität Halle entdecken neue Klasse der Quasikristalle vom 10.10.2013. Sie war zugleich Siegerin in der Kategorie wissenschaftliche Bedeutung. Die Pressestelle verspricht gleich eingangs eine Sensation; dass Oxide eine quasikristalline Struktur aufbauen können, war bisher unbekannt und ermöglicht die Entwicklung neuer Werkstoffe. Auch diese Pressemitteilung wurde international stark beachtet, wozu freilich auch die Veröffentlichung des Original-Papers in der renommierten Zeitschrift Nature erheblich beigetragen hat. http://idw-online.de/de/news555766

Das Preisgeld für den dritten Platz beträgt 500 .

Die Pressestellen erhalten das Preisgeld für die weitere Qualitätssicherung und -verbesserung in der Kommunikationsarbeit. Der Preis wurde im Rahmen der idw-Mitgliederversammlung am 03. April 2014 im Max-Rubner-Institut überreicht, dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe.

Der idw-Preis

Journalistenpreise gibt es mehr als 500 allein in Deutschland. Das oft wichtigste Rohmaterial für journalistische Arbeiten wird jedoch kaum je ausgezeichnet: die Pressemitteilung. Darum verleiht der Informationsdienst Wissenschaft (idw) e. V. den idw-Preis für Wissenschaftskommunikation für die drei besten Pressemitteilungen, die im Vorjahr über den idw veröffentlicht wurden.

Auf der idw-Website werden jährlich rund 20.000 Pressemitteilungen aus mehr als 900 Hochschulen, Instituten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen verbreitet. Der idw gibt den angeschlossenen Pressestellen Qualitätsstandards für die Inhalte vor, werbliche Aussagen z. B. sind unzulässig. Als Qualitätsanreiz schreibt der idw jährlich den idw-Preis für Wissenschaftskommunikation aus.

Der Preis würdigt im Vorjahr im idw veröffentlichte Pressemitteilungen, die von hoher handwerklicher Professionalität (Qualität), überragendem Nachrichtenwert (Relevanz) und wissenschaftlicher Bedeutung (Originalität) sind. Die Jury gewichtet Qualität und Relevanz mit je 40 % und Originalität mit 20 %.

Die Jury

Der Jury gehörten in diesem Jahr an:
- Prof. Dr. Metin Tolan (Technische Universität Dortmund), Physiker und als besonders medienerfahrener Wissenschaftler Träger des Communicator-Preises 2013
- Joachim Müller-Jung, Ressortleiter Natur und Wissenschaft bei der FAZ
- Lorenz Beckhardt, Wissenschaftsredakteur bei Quarks & Co im WDR-Fernsehen
- Marco Finetti, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Mitglied des idw-Vorstands
- Patrick Bierther vom idw-Team, zu dessen Aufgaben die Qualitätssicherung der transportierten Pressemitteilungen gehört

Der idw

Neben Pressemitteilungen veröffentlicht der idw auf seiner Website idw-online.de jährlich mehrere tausend Terminhinweise auf Wissenschaftsveranstaltungen. Für die Empfänger sind die Inhalte kostenlos, sie können sie ganz nach ihren individuellen thematischen und geografischen Interessen filtern. Speziell für die journalistische Recherche betreibt der idw überdies eine Expertenvermittlung. Mehr als 32.000 Abonnenten, darunter 6.500 Journalisten, nutzen die kostenlosen Angebote des idw regelmäßig. Dem idw e. V. als Betreiber von idw-online.de gehören mehr als 900 Einrichtungen aus der Wissenschaft an: Hochschulen, Forschungsinstitute, Ministerien und andere wissenschaftliche, forschende oder forschungsfördernde Institutionen.


Weitere Infos

Für Fragen steht Ihnen das idw-Team unter service@idw-online.de oder telefonisch unter der Tel. +49 (0) 921 34 899 89 70 gern zur Verfügung.
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