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Welcher Bewerber passt zu welchem Job? Assessment-Center in der NORDAKADEMIE Elmshorn

04.04.2014 - (idw) Nordakademie - Hochschule der Wirtschaft

Wer sich um einen Job bewirbt oder in eine andere Position aufsteigen möchte, muss häufig intensive Einstellungsinterviews oder ein Assessment-Center durchstehen. Das geschieht, um die Qualifikation eines Bewerbers treffsicher vorherzusagen. Leider hat sich im Verlauf jahrelanger Forschungen gezeigt, dass das in vielen Unternehmen praktizierte Anforderungsprofil mangels eignungsdiagnostischer Methoden unbefriedigend ist. Ein Forschungsteam der NORDAKADEMIE in Elmshorn unter Leitung von David Scheffer, Professor für Personalmanagement, hat jetzt eine Methode entwickelt, diese Schwächen aufzuzeigen und zu kompensieren. Welcher Bewerber passt optimal zu den Positionen Vertriebler, Controller, Assistent der Geschäftsleitung oder Produktentwickler? Diese Frage mussten 60 Beobachter beantworten, die alle Personalverantwortung in Hamburger und Schleswig-Holsteiner Unternehmen haben. Als potenzielle Bewerber stellten sich 60 Studierende der NORDAKADEMIE zur Verfügung, für die sich im Verlauf eines Jahres die Jobfrage stellt.

Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland ist die Auswahl an qualifiziertem Personal geringer geworden und zwingt Unternehmen, für vakante Positionen optimale Personen-Job-Passungen zu finden, betont Psychologe Scheffer. Erstaunlicherweise fehle es bisher sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis an systematischen Methoden, ein exaktes Anforderungsprofil für berufliche Funktionen zu erstellen, was sowohl über fachliche (Ausbildung, Fähigkeiten, Berufserfahrungen) als auch überfachliche Kompetenzen (Teamfähigkeit, Methodenkompetenz, Kreativität) Auskunft gebe. Wie so oft, meint Scheffer, liege der Schlüssel zu einer besseren Beurteilung darin, eine wissenschaftlich abgesicherte Methode zu entwickeln, die über das Erfahrungswissen der handelnden Akteure hinausgehe. Natürlich kennen Personalverantwortliche die Anforderungen, die in bestimmten Funktionen verlangt werden. Aber ausführliche Abfragen und systematische Messungen dieser Anforderungen kommen in der Praxis oft zu kurz, weiß Prof. Dr. Scheffer aus jahrelanger Erfahrung.

Mit der jetzt im Forschungslabor der NORDAKADEMIE entwickelten wissenschaftlichen Methode kann ein Personalverantwortlicher mit sehr hoher Präzision messen, welcher Bewerber in seinem Betrieb zu welchem Job passt. Das geschieht durch eine Kombination aus psychometrischen Tests (Intelligenz, Motivation, Persönlichkeit) Interviews und Verhaltensbeobachtungen. Durch unsere jetzt entwickelte Methode ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass auch der Bewerber den richtigen Karrierepfad einschlägt, erläutert der Wissenschaftler. Beim Assessment-Center in der NORDAKADEMIE herrschten ideale Praxisbedingungen für Teilnehmer und Beobachter. Zunächst konnten sich die jungen Frauen und Männer aus einem Pool verschiedener Positionen diejenige aussuchen, die nach ihrer Vorstellung am besten zu ihnen passen würde. Auf diese ausgesuchte Position wurden sie dann getestet. Bei den meisten Übungen saßen sich vier Teilnehmer und vier Beobachter gegenüber. Zum Abschluss des Assessment-Centers saßen beim Feedback-Gespräch sogar vier Beobachter mit einem Teilnehmer zusammen. Dabei erfuhr die Testperson, ob die ausgesuchte Position zu ihm passt oder ob er für etwas anderes besser geeignet sei. Das war Karriereberatung auf höchstem Niveau, kommentiert Prof. Scheffer.

Das Assessment ist für Studentinnen und Studenten eine hervorragende Möglichkeit, sich mit einer Assessment-Situation vertraut zu machen und sich darin auszuprobieren, sagt Diplom-Psychologin Jennifer Rolle, Personal- und Organisationsentwicklerin bei Steria Mummert Consulting in Hamburg, die als Beobachterin dabei war. Ein großer Mehrwert des Assessments der NORDAKADEMIE bestehe nach ihrer Ansicht in den Feedbacks nach jeder Übung. So werde nicht nur eine Prüfungssituation simuliert, sondern es könne gleichzeitig auch als Training genutzt werden. Darüber hinaus hätten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich schon während des Assessments weiterzuentwickeln. Für mich, als Personal- und Organisationsentwicklerin, ist es eine gute Gelegenheit, mich intensiv in der Rolle der Beobachterin und Feedbackgeberin zu üben, erklärt die Psychologin. Weitere Informationen:http://www.nordakademie.de

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