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Internationaler Germanistik-Master an den Universitäten in Saar-Lor-Lux

08.04.2014 - (idw) Universität des Saarlandes

Germanistik gleichzeitig in drei Ländern studieren und interkulturelle Kompetenz entwickeln: Diese Chance bietet das trinationale Masterprogramm Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums seit 2010. Der Studiengang wird gemeinsam von der Universität des Saarlandes, der Université du Luxembourg und der Université de Lorraine (Metz) organisiert. Die räumliche Nähe der Hochschulen im historisch eng verbundenen Dreiländereck Luxemburg Deutschland Frankreich macht ein internationales Studium in der Regelstudienzeit von vier Semestern möglich. Mit dem Dreiländer-Master wollen die Germanistik-Fachbereiche der beteiligten Universitäten dazu beitragen, unterschiedliche nationale Studien- und Wissenschaftskulturen zusammenzuführen und Studenten und Studentinnen für den Berufsmarkt dreier Länder zu qualifizieren. Das Masterprogramm vermittelt kulturell unterschiedliche Zugänge zur Literatur und setzt interkulturelles Lernen in die Tat um, erklärt die Germanistik-Professorin Romana Weiershausen, die den Studiengang an der Saar-Uni betreut. Inhaltlich behandelt das Lehrprogramm die deutsche Sprache und Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei besteht die Wahl zwischen forschungs- und anwendungsorientierten Schwerpunkten. In Methodenseminaren, beispielsweise zur Redaktions- oder Archivarbeit, werden Eindrücke von unterschiedlichen Berufsfeldern und bereits erste Kontakte in die Berufswelt vermittelt. So bereitet das Studium je nach Schwerpunkt auf Tätigkeiten in Wissenschaft, Verlagswesen, Medien und Kommunikation, Kulturinstitutionen, Bibliotheken oder Erwachsenenbildung vor. In Luxemburg und Frankreich kann man sich mit dem Abschluss außerdem für den Lehrerberuf qualifizieren.

Die Lehrveranstaltungen an den drei Universitäten werden miteinander koordiniert und nach Möglichkeit auf einen oder zwei Wochentage je Standort konzentriert. Die Studenten und Studentinnen wählen aus den drei Universitäten eine Heimat-Universität und belegen darüber hinaus Lehrveranstaltungen an den Partnerhochschulen, an denen sie sich ebenfalls immatrikulieren. So erleben sie gleich drei Wissenschaftskulturen ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Germanistik-Mastern. Die Kurse finden in der Regel auf Deutsch statt, in Metz werden aber auch einige Lehrveranstalten in französischer Sprache gehalten. Im vierten Semester muss die Masterarbeit geschrieben werden, was durch ein gemeinsames Forschungskolloquium unterstützt wird. Am Ende winkt ein trinationales Abschlussdiplom. Wer übrigens nicht in drei Ländern studieren möchte, sondern sich lieber auf zwei konzentrieren will, kann sich auch dafür entscheiden. Die Bedingungen sind transparent geregelt: Wurde mindestens ein Viertel der Leistungspunkte an einem Studienstandort erworben, ist die Voraussetzung für den erfolgreichen Masterabschluss dieser Universität erfüllt.

Der trinationale Master ist ein Vollzeitstudiengang. Um sich zu bewerben, muss man einen Bachelor-Abschluss mit einem germanistischen Kern- oder Teilfach nachweisen. Wer sich für den Schwerpunkt Übersetzung entscheidet, muss zudem fortgeschrittene Französischkenntnisse mitbringen. Über die Aufnahme in den Studiengang wird nach einem persönlichen Aufnahmegespräch entschieden. Einschreibungen sind an allen drei Partneruniversitäten möglich. In Saarbrücken muss jeweils bis zum 15. Juli der Antrag auf Zulassung bei der Fachrichtung Germanistik gestellt werden.

Der Studiengang wird von der Deutsch-Französischen-Hochschule (DFH) gefördert. Deutsche und französische Studenten und Studentinnen können daher während des Studiums eine Mobilitätsbeihilfe erhalten.


Weitere Infos unter: http://www.uni-gr.eu/studieren/grenzueberschreitende-studiengaenge/trinationaler...

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Romana Weiershausen
Frankophone Germanistik
Universität des Saarlandes, Fachrichtung 4.1 Germanistik
Tel.: +49 (0)681 302-2334 oder -2234 (Sekretariat)
E-Mail: romana.weiershausen@uni-saarland.de
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