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Frühwarnsystem im Stadtumbau

14.01.2004 - (idw) Universität Leipzig

Leipziger Universitäts-Institut erhält fast eine halbe Million Euro für Mitarbeit an neuem BMBF-Projekt.

Im Rahmen des zu Jahresbeginn 2004 gestarteten, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes "Entwicklung eines Frühwarn- und Kontrollsystems zur Unterstützung einer flexiblen Stadtentwicklungsplanung" wird die Universität Leipzig die Rolle des Gesamtkoordinators übernehmen. Sie wird dabei den stadt- und wirtschaftswissenschaftlichen Part innerhalb der Verbundstruktur erfüllen.
Die ausführende Stelle, das Institut für Baubetriebswesen, Bauwirtschaft und Stadtentwicklung (Prof. Johannes Ringel, Stadtplanerin Silke Weidner) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, wird das dreijährige Projekt in einem interdisziplinären Verbund zusammen mit der innova Gesellschaft für Unternehmensentwicklung mbH Berlin und der Stadt Forst (Lausitz) als 'Fallkommune' bearbeiten.
Aus einer umfassenden Analyse im ersten Arbeitsschritt werden zunächst vergleichbare, die Stadtentwicklung bestimmende Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Bevölkerung und Soziales, Stadtphysis und Infrastruktur etc. herausgefiltert. Wesentlich für die Bewertung städtischer Entwicklungslinien und damit für Handlungsansätze im Stadtumbau unter Schrumpfungsbedingungen ist in einem zweiten Schritt die Ermittlung von kritischen 'Schwellenwerten' für die einzelnen Indikatoren. Über die anschließende Gewichtung dieser identifizierten Kennzahlen wird ein Bewertungssystems erstellt werden, worauf das Frühwarn- und Kontrollsystem aufbaut. So können aktive Planungs- und Steuerungsprozesse der Kommunen ermöglicht werden und vorausschauend Problemfelder erkannt bzw. vermindert werden.

Mit der Gesamtzuwendungssumme von 958.048 Euro (Anteil Uni Leipzig: 447.673 Euro) wird ein übertragbares Instrumentarium entwickelt, mit dessen Unterstützung Kommunen ressortübergreifend auf die sich verändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aktiv agieren können.

Weitere Informationen:
Prof. Johannes Ringel
Telefon: 0341 - 97 33744
E-Mail: ringel@wifa.uni-leipzig.de
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