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Grönemeyer und das Studium Generale

14.01.2004 - (idw) Fachhochschule Biberach

Wenn in der kommenden Woche der Startschuss für das Studium Generale an der FH Biberach gegeben wird, dann rechnet die Hochschule mit einem vollen Haus: Denn der bekannte Benediktinerpater Anselm Grün ("Menschenführung", 19.Januar) und der Biochemiker Prof. Dr. Franz Xaver Schmid ("Energiemanagement in unseren Zellen", 22. Januar) entpuppen sich als regelrechter Publikumsmagnet. Bereits die ersten Ankündigungen führten zu einem telefonischen Ansturm. Für die Vorträge werden keine Anmeldungen angenommen, beide sind eintrittsfrei und beginnen um 19 Uhr im Audimax der Fachhochschule Biberach.


Die Idee an der Hochschule ein so genanntes Studium Generale anzubieten kam von Seiten der Studierenden. Die Architektur-Studentin Karin Horn (mittlerweile Absolventin und im Stuttgarter Architekturbüro Kauffmann, Theilig und Partner tätig) wollte sich "einfach mal mit etwas anderem beschäftigen", über den Tellerrand blicken. Das Studium drehe sich eben doch vor allem rund ums Thema Bauen, sagt sie. Dabei gebe es so viele andere Themen, die interessieren und die für einen selbst, fürs Studium oder fürs spätere Berufsleben spannend und wichtig seien. Damals stürmte Herbert Grönemeyer die Charts mit "Mensch": Er lacht, er lebt, er schwärmt und glaubt... inspirierte die Studentin - mittlerweile unterstützt von einigen Kommilitonen - zu dem Arbeitstitel "Mensch sein", der inzwischen der Auftaktveranstaltung des Studium Generales einen griffigen Namen gegeben hat. Schnell stand Anselm Grün als Wunsch-Referent fest. Und über private Kontakte gelang es den Studenten, den bekannten Pater nach Biberach zu holen. Der Umgang untereinander ist sein Thema, der menschliche Körper das des Biochemikers Prof. Dr. Franz Xaver Schmid. Zwei ganz unterschiedliche Perspektiven, aus denen sich die Referenten dem Thema Mensch sein nähern - und ein spannendes Programm, das die Studierenden um Karin Horn da auf die Beine gestellt haben.

Die Hochschulleitung begrüßt das Engagement der Studenten sehr und hat das Studium Generale als festes Angebot an der FH Biberach eingerichtet. Thematisch völlig offen solle es die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Hochschule sowie mit der Region fördern und den Blick über den eigenen Tellerrand öffnen, so Prof. Hans-Ulrich Kilian, Prorektor der FH Biberach und zuständig fürs Studium Generale.

Sonja Allramseder, Gabi Kruck (beide im achten Semester des Studiengangs Architektur), Bernhard Ziegler (3. Semester Architektur), Christina Wohlhüter und Sebastian Uhlemair (beide 3. Semester Gebäudeklimatik) haben die Organisation der Auftaktveranstaltung von Karin Horn übernommen: Termine klären, Räume reservieren, Vorgespräche führen, Plakate und Flyer entwerfen, verteilen, verschicken - das alles bedeutet viel Organisation und viel Zeit. Kein leichtes Unterfangen, wenn das Studium parallel läuft und die Vorbereitungen wie im Falle der beiden Architekturstudentinnen des achten Semesters in die heiße Phase der Diplomarbeit fallen.
Doch das Engagement der Studierenden ließ nicht nach. Vielmehr erleben sie die Organisation der Veranstaltung als "Abwechslung vom Studienalltag". Und vor allem die jüngeren Semester finden es gut, die Hochschule besser kennen zu lernen: die Leute aus der Verwaltung aber auch Professoren aus anderen Fachbereichen. Die Vorbereitungen selbst erleben sie als "stressig - und gleichzeitig als Ausgleich" (Christina Wohlhüter).

Und schon überlegen sie, was man noch alles machen könnte innerhalb des neuen Angebotes an der FH Biberach. Sebastian Uhlemair bringt es auf den Punkt: Nach dem Studium böte sich ihnen nie mehr die Möglichkeit über die anerkannte Institution FH Biberach "echte Persönlichkeiten" anzuschreiben und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Namen verraten die Studenten noch nicht. Nur so viel: Ganz oben wollen sie ansetzen!
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