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Wie die Donau ihr blaues Wunder erlebte

14.01.2004 - (idw) Fachhochschule Biberach

Unter dem Titel "Li(e)benswerte Donau" präsentieren Studierende der FH Biberach in der kommenden Woche Beispiele zur naturnahen Umgestaltung der Donau zwischen Hundersingen und Binzwangen nahe Biberach.

Früher erlebten Gewässer ihr blaues Wunder, verbaute ihnen der Mensch doch allzu oft die Zukunft. Die Rede ist von Flussbegradigung, ein drastischer Eingriff in das Gefüge der Natur, landauf, landab lange Jahre als Gewinn proklamiert. Um landwirtschaftliche Flächen noch besser nutzen zu können, zwang man Flüsse und Bäche in unnatürliche Betten. In der Folge treten die Gewässer über die Ufer, Hochwasser mit horrenden finanziellen Schäden bleiben nicht aus. Auch am Beispiel der Donau lassen sich die Folgen von Flussbegradigungen festmachen: Bilder wie die vom Jahrhunderthochwasser sind den Bürgern hier nicht nur aus dem Fernsehen bekannt.
Mit Renaturierungsmaßnahmen als ökologischer Hochwasserschutz versucht der Mensch die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen. Mit dem "Integrierten Donau-Programm" etwa bemüht sich das Land Baden-Württemberg den Fluss und seine Auen wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. Dabei ist die Fachhochschule Biberach zum wiederholten Mal mit von der Partie - in enger Zusammenarbeit mit der Gewässer-Direktion Donau-Bodensee: "L(i)ebenswerte Donau" ist der Titel einer Ausstellung, die Studierende des Studienganges Projektmanagement als Abschluss einer Projektarbeit zur "Naturnahen Umgestaltung der Donau zwischen Hundersingen und Binzwangen" auf die Beine gestellt haben. Mit der Ausstellung präsentieren die Studierenden des 7. Semesters auf 20 Tafeln ihre Ergebnisse in den Gemeinden Binzwangen und Hundersingen: am 12. und 13. Januar stellen die angehenden Projektmanager ihre Arbeit in der Binsenberg-Halle Binzwangen aus; am 14. und 15. Januar in der Buwenburg-Halle Hundersingen, jeweils von 9 bis 20 Uhr. Anschließend wandert die Ausstellung an die Fachhochschule Biberach: am Freitag, 16. Januar, ebenfalls von 9 bis 20 Uhr.
In dieser Zeit ist die Bevölkerung herzlich eingeladen, sich die studentischen Vorschläge zur Renaturierung dieses Donau-Abschnittes anzusehen. Für die Ausstellung haben sich die Studierenden einiges einfallen lassen, um die Besucher in die - lebenswerte und liebenswerte - Donau-Auen zu entführen. Nicht nur Vorschläge für Renaturierungsmaßnahmen haben sie dafür aufgearbeitet; auch erklären sie anschaulich, warum und wie Flussbegradigungen Hochwasser verursachen.

Während der Öffnungszeiten sind die FH-Studenten vor Ort und beantworten gerne die Fragen der Besucher; für Interessierte haben sie außerdem interaktive Versuchs-Stände aufgebaut, die auch Schüler selbstständig ausprobieren können.
Zum Auftakt in Binzwangen wird die Ausstellung feierlich eröffnet. Dazu haben sich Gäste wie MdB Franz Romer (CDU) angemeldet und natürlich die Bürgermeister und Ortsvorsteher der betroffenen Gemeindenden sowie Vertreter der Gewässer-Direktion Donau-Bodensee.
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