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Neue Publikation der Akademien der Wissenschaften Schweiz zu Kreislaufwirtschaft

10.04.2014 - (idw) Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften

Die Kreislaufwirtschaft will die Material- und Produktströme so in Zyklen organisieren, dass Ressourcen nicht zerstört werden und die Menge des entsorgten Abfalls erheblich sinkt. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben eine Publikation herausgegeben, die einen Einblick in die derzeitige Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft auf der nationalen Ebene gibt. Zu diesem Zweck werden die Fallstudien von China, Deutschland und der Schweiz präsentiert. Der globale Verbrauch natürlicher Ressourcen stieg in den vergangenen Jahrzehnten stark an. Dies wirft die Frage auf, wie wir nachhaltiger mit Ressourcen umgehen können. Rohstoffverbrauch und Abfallentsorgung sind nicht nur mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden, die Ressourcenknappheit bremst auch das Wachstum der Wirtschaft in ihrer jetzigen Form.

Kreislaufwirtschaft schaut auf das Gesamte

Ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen ist nicht nur eine Frage der Technologie, Ökologie und der Abfallbewirtschaftung, sondern betrifft auch ökonomische, soziale, politische, kulturelle und ethische Aspekte. Es wird immer wichtiger, die Gesamtheit aller Prozesse und Systeme zu optimieren, statt nur einzelne Komponenten. Dieser systemische Ansatz steht im Zentrum des Konzepts der Kreislaufwirtschaft, die in der Publikation «Kreislaufwirtschaft Die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen verbessern» vorgestellt wird.

Die Autoren der Publikation arbeiten für das World Resources Forum WRF, das sich seit seiner ersten Veranstaltung 2009 immer stärker für eine Diskussion der Konzepte der Kreislaufwirtschaft eingesetzt hat und die Debatte fortsetzen wird.

Fallbeispiele Schweiz, Deutschland und China

Die Publikation gibt einen Einblick in die derzeitige Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft auf der nationalen Ebene. Zu diesem Zweck werden die Fallstudien dreier Länder China, Deutschland, Schweiz und deren unterschiedliche Ansätze zur Erreichung desselben Ziels eines nachhaltigeren Planeten präsentiert. China ist nicht nur eine riesige Volkswirtschaft, sondern hat auch politisch die Macht, im Top-Down-Verfahren das Industrie- und Gesellschaftssystem vollständig umzustrukturieren. Deutschland hingegen unterliegt externen Einschränkungen in Form von EU-Richtlinien und nationalen, regionalen und lokalen Auflagen. Die Schweiz schliesslich verfolgt einen schrittweisen Ansatz, der sich darauf stützt, unter Einbindung aller Interessenvertreter Lösungen zu finden.

Empfehlungen für Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft

In der Publikation werden die drei Länder nicht nur einzeln beschrieben, sondern auch anhand einer Reihe von Indikatoren betrachtet, und es wird beleuchtet, welche Art von Indikator(en) für eine solide jährliche Überprüfung der Fortschritte der Kreislaufwirtschaft herangezogen werden könnte. Der Schlussteil enthält Empfehlungen für mögliche zukünftige Aktionen, um die entsprechenden Schritte zur Umsetzung der Vision einer Kreislaufwirtschaft einzuleiten.


Kreislaufwirtschaft Die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen verbessern
16 Seiten A4, in Deutsch, Französisch und Englisch

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Kontaktadresse:
Beatrice Huber, Akademien der Wissenschaften Schweiz, c/o SATW, Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Telefon: 044 226 50 17 Weitere Informationen:http://www.satw.ch/kreislaufwirtschaft Anhang
PDF der Publikation "Kreislaufwirtschaft Die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen verbessern"
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