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Lehramtsausbildung: Wer MINT will, muss auch MINT machen

10.04.2014 - (idw) Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

In der Lehramtsausbildung von Oberstufenlehrerinnen und -lehrern geht es immer um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen fachwissenschaftlicher und didaktischer Kompetenz. Zahlreiche Studien (zum Beispiel COACTIV-Studie des Max-Planck-Institutes für Bildungsforschung) belegen diesen Zusammenhang, der auch den späteren Berufserfolg positiv beeinflusst. Am Donnerstag, 10. April, stellten Vertreterinnen und Vertreter der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an der CAU angesichts der aktuellen Diskussion über ein neues Lehrkräftebildungsgesetz noch einmal heraus: Gerade im Bereich der Sekundarstufe II, also der Oberstufe, gilt für Lehrkräfte im Unterricht das Prinzip Qualität ist fachliche Kompetenz plus Didaktik.

In der Lehramtsausbildung von Oberstufenlehrerinnen und -lehrern geht es immer um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen fachwissenschaftlicher und didaktischer Kompetenz. Zahlreiche Studien (zum Beispiel COACTIV-Studie des Max-Planck-Institutes für Bildungsforschung) belegen diesen Zusammenhang, der auch den späteren Berufserfolg positiv beeinflusst. Am Donnerstag, 10. April, stellten Vertreterinnen und Vertreter der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an der CAU angesichts der aktuellen Diskussion über ein neues Lehrkräftebildungsgesetz noch einmal heraus: Gerade im Bereich der Sekundarstufe II, also der Oberstufe, gilt für Lehrkräfte im Unterricht das Prinzip Qualität ist fachliche Kompetenz plus Didaktik.

Zuvor hatte die Hochschule die Kosten, die bei einem Ausbau der Universität Flensburg auf mindestens 13 Fächer auf Sekundarstufen-II-Niveau anfallen würden, erläutert. Das Ergebnis: Wir haben verschiedene Modelle durchgerechnet. Wir sind dabei von der Voraussetzung einer forschungsgestützten Lehramtsausbildung für die Oberstufe auf wohl gerade noch akkreditierungsfähigem Niveau und einer Studierendenzahl, die die Hälfte der Kieler Studienplätze beträgt, ausgegangen. Bei qualitativ höheren Ansprüchen und einer größeren Studierendenzahl wird es entsprechend teurer, so CAU-Präsident Professor Gerhard Fouquet und Kanzler Frank Eisoldt.

Zum Lehrkräftebildungsgesetz selbst sagte der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an der CAU, Lasse Petersdotter: Da die Situation nicht weiter eskalieren darf, werden wir die konstruktive Diskussion aufrecht halten. Wir werden versuchen, mit allen Fraktionen ins Gespräch zu kommen. Das Lehrkräftebildungsgesetz ist eine wichtige Reform, die eine qualitative Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer von morgen sicherstellen soll. Dieses Vorhaben muss ehrlich angegangen werden. Das bedeutet auch, dass Frau Wende mit realistischen und nachprüfbaren Zahlen arbeitet. Wir erwarten ein ausfinanziertes Konzept. Für uns gilt, dass wir uns weiterhin für eine gute Lehramtsausbildung einsetzen. Wir brauchen dringend die angepeilten Reformen, wie beispielsweise das Praxissemester, müssen dabei aber auch bedenken, dass der Bildungshaushalt in Schleswig-Holstein knapp bemessen ist und jeder Euro wohldurchdacht ausgegeben werden muss! Teure Doppelstrukturen können wir uns nicht leisten!

Die Vertreter der beiden größten lehrerbildenden Fakultäten an der CAU, Professor Eric Beitz (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) und Professor Thorsten Burkard (Philosophische Fakultät), äußerten zudem ihre Sorge, dass der Gesetzentwurf, sollte er in der vorliegenden Form Gesetz werden, den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein erheblich schwächen würde, ohne dass diese gravierende Schwächung durch irgendeinen Gewinn kompensiert würde. Wir sind als Fakultät wie als Universität auf verlässliche politische Entscheidungen angewiesen. Nur so können wir zum Wohle des ganzen Landes unseren Auftrag erfüllen, junge Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, Fach- und Lehrkräfte so auszubilden, dass sie auf dem Arbeitsmarkt deutlich überdurchschnittliche Jobchancen haben. Eine adäquate Ausbildung aller Studierenden kann aber nur eine Universität leisten, die Forschung und Lehre auf höchstem Niveau miteinander verbindet.

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
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Allgemeiner Studierendenausschuss der Universität Kiel (AStA)
Vorstand, Lasse Petersdotter, Sophia Schiebe
Telefon: 0431/880-5062
E-Mail: vorstand@asta.uni-kiel.de Weitere Informationen:http://www.uni-kiel.de/pressemeldungen/index.php?pmid=2014-102-lehramt-vorausset...
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