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Fortbildungen von Fraunhofer IWES zu erneuerbaren Energien für Südafrika

10.04.2014 - (idw) Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Das Interesse an der Förderung erneuerbarer Energien ist auch in Schwellenländern wie Südafrika groß. Das Know-how zur Umsetzung der entsprechenden Projekte fehlt jedoch vielerorts. Das Fraunhofer IWES macht sich deswegen stark für den Wissenstransfer in diese Länder. Bereits zum vierten Mal führte das IWES Fortbildungen zur Wind-, Solar- und Bioenergie für südafrikanische Experten im Rahmen des deutsch-südafrikanischen Energieprogramms (South African-German Energy Programme, SAGEN) durch, das von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Südafrika im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit umgesetzt wird. »Aufgrund unserer Vorreiterrolle in der fortschreitenden Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland sehen wir unsere Aufgabe auch darin, andere Länder auf ihrem Weg zu einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien in der Energieversorgung zu unterstützen«, begrüßt IWES-Programmkoordinatorin Dr. Gudrun Franke-Braun diesen erneuten Austausch mit südafrikanischen Fachleuten. Neben der Forschung und Entwicklung gehöre auch der internationale Wissenstransfer zum Portfolio des Instituts, betont die Expertin. Für die intensiven Kurzzeittrainings bringe das IWES langjährige Erfahrungen und fundierte Expertisen mit. Dank seines umfassenden Netzwerks stünden auch Experten für das internationale Projektmanagement für die Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung.

145 Fachleute aus Südafrika geschult

Das dreiwöchige Training ist Bestandteil der von SAGEN initiierten Maßnahmen im Bereich Human Capacity Building, das im März mit dem African Energy Award in der Kategorie »Best skills and innovation« ausgezeichnet wurde. In den Jahren 2012 bis 2014 schulte das IWES im Rahmen von SAGEN insgesamt 145 südafrikanische Fachleute. Neben dem Fraunhofer IWES sind an den Maßnahmen von SAGEN im Bereich Human Capacity Building auf deutscher Seite unter anderem auch das Berufsförderungswerk (BfW) und das Bildungszentrum für Erneuerbare Energien (BZEE) in Husum für die Ausbildung von Windenergietechnikern sowie die Dr. Fromme International Consulting (DFIC) in Essen und die Renewables Academy AG (RENAC) in Berlin für die Organisation weiterer Studienfahrten beteiligt.

Gemeinsam mit Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien entwickelte das Fraunhofer IWES ein inhaltlich umfassendes und anwendungsorientiertes Trainingsprogramm. Es gliedert sich in drei Wochenmodule zu den Themen Wind-, Solar- und Bioenergie und vermittelt die Grundlagen der entsprechenden Technologien und Komponenten. Fragen der Standortbewertung, des Projektmanagements und der Netzintegration sind ebenfalls Gegenstand der Fortbildungen. Neben einem theoretischen Teil mit Vorträgen, Übungen und Diskussionen stehen insbesondere Exkursionen zu relevanten Unternehmen und Anlagen der Branche auf dem Programm. So konnten sich die Teilnehmer vor Ort über den aktuellen Stand der Technologie in Deutschland informieren und lernen, die zukünftigen Bedarfe und Anwendungen im eigenen Land einzuschätzen. Bei den Fachpartnern wurde insbesondere beim Projektmanagement auf Erfahrungen mit Projekten in Südafrika Wert gelegt.

Jeder Besuch war ein Aha-Erlebnis

Zu den Teilnehmern zählten hochrangige Vertreter unterschiedlicher südafrikanischer Partnerbehörden, zum Beispiel Energieversorger, Universitäten, Regierungsverbände und Behörden kommunaler Entwicklung. Die Fortbildung stieß bei ihnen auf positive Resonanz: »Das Training in Kassel hat mir und meinen Kollegen und Kolleginnen viel Einsicht in die dynamischen Vorgänge im Bereich der erneuerbaren Energien gegeben«, berichtet Carola Hantelmann-Nawa (Development Advisor beim Department of Economic Development, Environmental Affairs and Tourism DEDEAT, Eastern Cape). Besonders informativ seien die Exkursionen gewesen: »Jeder einzelne Besuch war für uns ein Aha-Erlebnis.« So habe etwa die Biogasanlage im Klärwerk HAMBURG WASSER gezeigt, was im Bereich der Stromgewinnung möglich sei. Die im Hessischen Biogasforschungszentrum in Bad Hersfeld demonstrierten Projekte hätten die Teilnehmer sofort zu konkreten Plänen in allen südafrikanischen Provinzen motiviert.

IWES-Expertin Franke-Braun zieht nach vier Fortbildungszyklen ebenfalls eine positive Bilanz: »Die Verleihung des prestigeträchtigen Africa Energy Award zeigt, dass SAGEN mit seinem Fachkräftetraining schon jetzt einen erkennbar positiven Einfluss auf die Entwicklung von Projekten der erneuerbaren Energien in Südafrika hat.« Das Programm soll voraussichtlich im Jahr 2015 fortgeführt werden.


Projektseite SAGEN: http://www.sanedi.org.za/programme-3/
Link zum Award: http://www.record.org.za/news/item/sagen-wins-award

Fachansprechpartnerin:

Dr. Gudrun Franke-Braun
Tel.: +49 561/7294429
E-Mail: gudrun.franke-braun@iwes.fraunhofer.de Weitere Informationen:http://www.iwes.fraunhofer.de Anhang
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