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GO-Bio-Wettbewerb: 20 Millionen Euro für sieben Gründerteams

10.04.2014 - (idw) Projektträger Jülich

Nur wenige Biowissenschaftler wagen den Schritt von der Laborbank in die Wirtschaft. Mit der Gründungsoffensive Biotechnologie GO-Bio unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forscherteams aus den Lebenswissenschaften, die mit vielversprechenden und technisch anspruchsvollen Projekten ein Unternehmen gründen wollen. Bei den Deutschen Biotechnologietagen 2014 in Hamburg wurden am 10. April die Preisträger der sechsten Auswahlrunde von GO-Bio gekürt. Insgesamt sieben Teams dürfen sich über rund 20 Millionen Euro Anschubfinanzierung freuen. Zwei Projektteams aus früheren Auswahlrunden haben es in die nächste Förderphase geschafft, wofür das BMBF weitere acht Millionen Euro bereitstellt. Aufbauend auf einer Idee aus den Lebenswissenschaften ein Unternehmen zu gründen, ist ein besonderes Wagnis. Denn Entwicklungsprozesse sind in dieser Branche meist langwierig und kostspielig. Seit 2005 hat das BMBF deshalb die Gründungsoffensive Biotechnologie GO-Bio aufgelegt, um gezielt Gründerteams zu unterstützen.

Biomasse verwerten, innovative Therapien, Sensoren für Milchkühe

In der sechsten Auswahlrunde beteiligten sich außergewöhnlich viele Bewerber an GO-Bio. Aus mehr als einhundert eingereichten Projektskizzen wurden sieben Teams ausgewählt. Sie dürfen sich insgesamt über 20 Millionen Euro Anschubfinanzierung freuen. Die sieben Preisträger von 2014 erforschen und entwickeln ihre Ideen in Bremen, Hamburg, Frankfurt, Jülich, Luckenwalde, München und Regensburg. Die Bandbreite der geförderten Ideen ist groß: Drei Projekte beschäftigen sich mit biologischen Prozessen für die Industrie, zum Beispiel mit der effizienten Zuckergewinnung aus Pflanzenresten. Zwei GO-Bio-Preisträger wollen innovative Therapien entwickeln, um schwerwiegende Erkrankungen wie die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder Gelenkrheuma zu behandeln. In einem Projekt aus der Medizintechnik geht es um eine Methode, mit der sich Nierensteine gründlicher entfernen lassen. Auch ein intelligentes Sensorsystem für Milchkühe für eine nachhaltige Tierhaltung gehört zu den nun prämierten GO-Bio-Projekten.

Über maximal sieben Jahre finanziert das BMBF die Forscher, um eine wissenschaftliche Idee zu einem marktfähigen Produkt weiterzuentwickeln und mittelfristig ein nachhaltiges Unternehmen zu gründen. Die GO-Bio-Förderung erfolgt dabei in zwei Phasen. In der ersten Förderphase soll von der Arbeitsgruppe das Anwendungspotenzial der Entwicklung herausgearbeitet und bewertet werden. Begleitend sollen konkrete Kommerzialisierungsstrategien für die weitere Umsetzung der Ergebnisse entwickelt werden. In der zweiten Förderphase, über die nach einer Zwischenevaluation entschieden wird, erfolgt die Überführung dieser Strategien in die wirtschaftliche Verwertung. Dass die geförderten Teams gute Aussichten haben, das angepeilte Ziel einer Firmengründung zu erreichen, zeigt ein Blick auf die GO-Bio-Projekte der vergangenen Jahre: Im Rahmen von nunmehr 46 geförderten Projekten sind bisher 22 Firmen gegründet worden oder sie wurden in dieser Zeit operativ tätig.

Über den Projektträger Jülich
Als einer der großen Projektträger in Deutschland ist der Projektträger Jülich Partner für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mit seinen Kompetenzen im Forschungs- und Innovationsmanagement unterstützt er seine Auftraggeber in Bund und Ländern sowie die Europäische Kommission bei der Realisierung ihrer forschungspolitischen Zielsetzungen. Förderinteressenten und Antragsteller berät er über aktuelle Förderinitiativen und betreut sie bei der Vorbereitung und Umsetzung ihrer Vorhaben.


Kontakt:
Dr. Jan Strey
Projektträger Jülich (PtJ)
Biologische Innovation und Ökonomie
Kommerzialisierung (BIO 2)
Forschungszentrum Jülich GmbH
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Tel.: 030 20199-468
E-Mail: j.strey@fz-juelich.de Weitere Informationen:http://www.bmbf.de/de/go-bio.phphttp://www.biotechnologie.dehttp://www.biooekonomie.de
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