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Sigfox, ein begehrtes französisches Start-up

11.04.2014 - (idw) Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Das Start-up Sigfox aus Toulouse gehört zu den vielversprechendsten Jungunternehmen Frankreichs. Es zielt auf den Aufbau eines globalen Kommunikationsnetzwerks ab, in dem jedes Objekt (Zeitstempel, Wasserzähler, Obstbäume, Autoreifen, Weintanks, Heizkörpern etc.) mit Seinesgleichen kommuniziert und mit dem Internet verbunden ist. Und das alles zu geringen Kosten. Das Ziel: Eine geringe Kommunikationsgeschwindigkeit


Sigfox ist Teil dieses vielversprechenden High-Tech-Trends, des so genannten machine to machine oder Internet der Dinge, der jedoch noch in den Kinderschuhen steckt. Aber der Ehrgeiz des Start-up ist groß.


Die Idee des CEO Ludovic Le Moan scheint auf den ersten Blick paradox: Im Gegensatz zu den Telekom-Betreibern, die die Flussrate immer weiter steigern wollen, hat der Telekomingenieur eine Infrastruktur entwickelt, bei der die Informationen bei niedriger Geschwindigkeit transportiert werden. Sein Netzwerk sendet Kurznachrichten, wie z. B. die Temperatur eines Raumes, die GPS-Position des Fahrzeugs, den Reifendruck, das Vorhandensein von Früchten an einem Baum etc.


Dieses System verbraucht nur wenig Strom. Für unsere Kunden bedeutet dies eine Einsparung zwischen ein paar Cent und ein paar Euro pro vernetztem Objekt im Jahr, so Le Moan.


Die Mittel: Nur 1.000 Antennen


Wie bei den mobilen Infrastrukturbetreibern besteht das Netzwerk aus Funkantennen, die an Masten oder auf Gebäudeterrassen installiert werden, wobei viel weniger Antennen benötigt werden, um ein Gebiet vollständig abzudecken. In Frankreich wären nur ungefähr 1.000 Antennen für eine Komplettversorgung erforderlich, in den Niederlanden reichen bereits etwa einhundert aus.


Zur Anbindung an das Netzwerk werden die Objekte mit Basiskomponenten ausgestattet, die sowohl als Sender als auch als Empfänger dienen, und das zu niedrigen Kosten. Alles in allem sind die Kosten 1.000 Mal niedriger als beim GSM-Mobilfunknetz, erklärt Le Moan. Gemeinsam mit dem französischen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) will das Unternehmen das System noch energieeffizienter gestalten.


Der französische Netzbetreiber ERDF ist bereits Kunde des Start-up und nutzt diese Technik zur Überwachung seiner Stromleitungen. Sigfox, das 2013 einen Umsatz von drei Millionen Euro verzeichnen konnte, sucht nun Partner für die Installation der Antennen vor Ort.


Weitere Informationen: Webseite des Start-up: http://www.sigfox.com


Quellen:

- Sigfox, une start-up française très convoitée, Artikel aus Le Monde 29.03.2014 http://abonnes.lemonde.fr/technologies/article/2014/03/29/sigfox-une-start-up-fr...

- Sigfox ne déploie plus seul son réseau pour les objets connectés Artikel aus Les Echos 01.04.2014 http://www.lesechos.fr/entreprises-secteurs/innovateurs/0203405533703-sigfox-ne-...



Redakteur: Aurélien Filiali, aurelien.filiali@diplomatie.gouv.fr
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