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Niklas Conen mit Karl Kraus-Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet

11.04.2014 - (idw) Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

Oldenburg.Hamburg. Niklas Conen, Absolvent der Geodäsie und Geoinformatik an der Jade Hochschule, wurde mit dem internationalen Karl Kraus-Nachwuchsförderpreis 2014 ausgezeichnet. Er erzielte mit seiner Masterarbeit zum Thema Entwicklung einer modellbasierten Eigenbewegungsschätzung eines Kraftfahrzeugs aus Fahrzeugbewegungsdaten und optischen Flussvektoren den dritten Platz. Die Arbeit entstand in Kooperation mit der Robert Bosch Car Multimedia GmbH in Hildesheim und wurde von Prof. Dr. Thomas Luhmann (Jade Hochschule) betreut. Die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Bosch ist sehr interessant und hilfreich gewesen, betonte Conen. Ein gewöhnliches Rückfahrkamerasystem mit nur einer Kamera bietet nicht die Möglichkeit, das Fahrzeug an Straßenmarkierungen auszurichten, denn diese sind gerade zum Ende des Manövers nicht mehr sichtbar. Deshalb erweiterte der Absolvent eine Funktion, die dem Fahrer trotzdem eine Art Rundumsicht um das Fahrzeug bietet und eine bessere Ausrichtung ermöglicht. Um dies zu realisieren, werden die zuvor schräg zur Straße aufgenommenen Kamerabilder in eine senkrechte Straßenansicht von oben überführt und entsprechend der Fahrzeugbewegung angeordnet. Während der Rückwärtsfahrt entsteht dadurch ein Bildverband, der sich unter beziehungsweise neben das Fahrzeug schiebt.

Die größte Schwierigkeit sei gewesen, abrupte Höhenänderungen auf einer ebenen Fahrbahn zu erkennen, berichtet Conen. Fährt das Fahrzeug rückwärts über eine Fahrschwelle, entstehen unrealistische Verzerrungen im Bildverband, die eliminiert werden müssen. Dazu werde aus der modellierten Fahrzeugbewegung und einem optischen Fluss auf den Bildsequenzen eine Höhenkorrektur für die Rückfahrkamera abgeleitet. Mit dieser Korrektur können die Verzerrungen im Bildverband stark reduziert werden.

Der Karl Kraus-Nachwuchsförderpreis wird jährlich für drei Diplom-, Bachelor- oder Masterar-beiten zur Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses auf den Gebieten der Photogrammetrie, Fernerkundung, Geoinformation und ihrer Nachbarbereiche verliehen. In dieser Ausschreibungsperiode gab es insgesamt 24 Bewerber, von denen zehn Bewerber zur Endausscheidung zur gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kartographie und Geomatik (DGfK), der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformatik (DGPF), der Gesellschaft für Geoinformatik (GfGI) und des Vereins zur Förderung der Geoinformatik in Norddeutschland (GiN) in Hamburg eingeladen wurden. Im Rahmen der dortigen Posterausstellung ermittelte die Jury die diesjährigen Preisträger.
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