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Wirtschaft trifft Wissenschaft: HRW Transfer: Know-how gemeinsam nutzen!

14.04.2014 - (idw) Hochschule Ruhr West

Den Wissensfluss zwischen Hochschule und Wirtschaft in der Region lebendig zu halten und mit neuen Aspekten zu bereichern, das ist Aufgabe des Referats Forschung & Transfer der Hochschule Ruhr West. Wir öffnen Türen in die Hochschule hinein, vermitteln die richtigen Ansprechpartner und begleiten Projekte bei Bedarf von der Initiierung bis zum Abschluss. Wie wir das machen, zeigen wir auf der HRW Transfer, erklärt Prof. Dr. Jörg Himmel, Vizepräsident für Forschung und Transfer.
HRW Transfer: Know-how gemeinsam nutzen! findet statt am 15.5.2014, ab 15.00 Uhr . Veranstaltungsort ist die Hochschule Ruhr West, Campus Mülheim, Mellinghofer Straße 55, Gebäude 26, in 45473 Mülheim an der Ruhr. Mülheim an der Ruhr / Bottrop 14. April 2014: Den Wissensfluss zwischen Hochschule und Wirtschaft in der Region lebendig zu halten und mit neuen Aspekten zu bereichern, das ist Aufgabe des Referats Forschung & Transfer der Hochschule Ruhr West. Wir öffnen Türen in die Hochschule hinein, vermitteln die richtigen Ansprechpartner und begleiten Projekte bei Bedarf von der Initiierung bis zum Abschluss. Wie wir das machen, zeigen wir auf der HRW Transfer, erklärt Prof. Dr. Jörg Himmel, Vizepräsident für Forschung und Transfer.

Die Veranstaltung HRW Transfer: Know-how gemeinsam nutzen! findet statt am Donnerstag, 15. Mai 2014, ab 15.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Hochschule Ruhr West, Campus Mülheim, Mellinghofer Straße 55, Gebäude 26, in 45473 Mülheim an der Ruhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ziel der Veranstaltung sind Ausbau und Stärkung von Kooperationsbeziehungen zwischen der HRW und den Unternehmen der regionalen Wirtschaft in Hinblick auf gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Die Veranstaltung HRW Transfer schafft Transparenz und legt den anwesenden Firmen dar, welche Herausforderungen in der Forschung für sie gelöst werden können. Häufig wissen Unternehmen nicht um ihre Chancen, die eine Kooperation mit einer Hochschule bietet, wie der Blick von außen, von Forschern, ihr Produkt und ihre Produktionsabläufe positiv beeinflussen kann, sagt Heinz Lison als Vorsitzender des HRW Fördervereins.
Lison bekräftigt die Einladung der HRW an die Unternehmen mit der Botschaft, diese Möglichkeit zu nutzen. Der Förderverein selbst unterstützt mit Unternehmerkontakten und bei der Finanzierung der Veranstaltung.

Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung haben an der HRW eine große Bedeutung. Die Erfahrungen aus Forschungsprojekten fließen in die praxisnahe Ausbildung der Studierenden ein. Ein wichtiges Ziel ist der Wissenstransfer in die Region und das lokale Umfeld von Mülheim an der Ruhr und Bottrop. Die praktische Umsetzung der Resultate gemeinsam mit der Wirtschaft hat dabei eine hohe Priorität, erläutert Prof. Dr. Eberhard Menzel, der als Präsident die Gäste begrüßen wird.

Die HRW bietet Unternehmen verschiedene Formen der Zusammenarbeit an: Auftragsforschung, Forschungskooperationen und Entwicklungsvorhaben sowie die Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten in enger Kooperation mit Wirtschaftspartnern. Wie gemeinsame Vorhaben angebahnt und erfolgreich durchgeführt werden stellt die HRW mit Partnerunternehmen auf der HRW Transfer: Know-how gemeinsam nutzen! vor.

Die nachstehenden zwei (von insgesamt acht) Best-Practice-Beispiele verdeutlichen die große Bandbreite der Kooperationsprojekte:

1) Neue Normen erfordern neue Lösungen bei WEFA

Das Unternehmen Westdeutsche Farbengesellschaft Brüche & Co. GmbH & Co. KG (WEFA) produziert umweltfreundliche Wasserlacksysteme für den Anlagen- und Maschinenbau sowie die Schienenfahrzeugindustrie. Das Unternehmen ist bereits nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert, plant jedoch die zusätzliche Zertifizierung nach dem Qualitätsmanagementsystem (QM) der Luft- und Raumfahrt gemäß DIN EN 9100 und des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001. Damit möchte das Unternehmen den Markt der Luftfahrtindustrie erschließen und gleichzeitig seine Umweltbelastungen kontinuierlich reduzieren. Allerdings wollte man nicht mit drei verschiedenen QM-Handbüchern arbeiten. Im gemeinsamen Projekt mit dem Institut Maschinenbau ging es deshalb nicht um die Produktion der Lacke, vielmehr um die systematische Zusammenführung unterschiedlicher Normen und einen Prozess, um die bereits sehr umweltfreundliche Produktion kontinuierlich zu verbessern.

Projektaufgabe: Erstellen eines Konzeptes für ein Integriertes Qualitätsmanagement System (IMS). Darin wurden drei verschiedene Normen zusammengeführt. Das neue System ersetzt das aktuelle QM-Handbuch nach DIN EN ISO 9001 vollständig. Zur Reduktion der Umweltbelastung wurde eine Ist-Aufnahme der Stoffflüsse durchgeführt und die eingesetzten Rohstoffe, Erzeugnisse, Abfälle und Energiearten für Produktion und Verwaltung erfasst. Um die Reduktion der Umweltbelastung zu dokumentieren, wurden normierte Kennzahlen entwickelt. Sinnvolle Maßnahmen zur Reduktion der Umweltbelastung wurden ausgearbeitet und in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst.

Die Überprüfung des Integrierten Qualitätsmanagement Systems in der Praxis hat gezeigt, dass
die Anforderungen der drei Normen in dem gemeinsamen Dokument übersichtlich zusammengefasst sind,
keine Doppelungen von Anforderungen aus den drei Normen auftreten,
ein für die Mitarbeiter übersichtliches Handbuch vorliegt.

Mit diesem Integrierten Qualitätsmanagement System ist die WEFA und ähnliche Unternehmen in der Lage,
die Produktqualität und Prozesse bei konkurrierenden Normen zu sichern,
die Luftfahrtindustrie als neuen Markt zu erschließen und
die Umweltbelastung systematisch zu erfassen und zu reduzieren.

Projektleiter seitens des Instituts Maschinenbau war Prof. Dr. Uwe Lesch, seitens der WEFA Christian Graf als Leiter Qualitätsmanagement; Projektmitarbeiter waren Fabian Klein und Peter Rack an der HRW und Fabian Küttner von der WEFA.

2) Referenzverfahren in der Elektrochirurgie und Mitarbeiter-Recruiting bei Olympus

Ein weiteres Best Practice-Projekt findet sich in der Mess- und Sensortechnik, genauer in der Elektrochirugie: Die Elektrochirurgie wird in einer Vielzahl von medizinischen Fachrichtungen angewendet. Innerhalb der Urologie ist die Transurethrale Resektion der Prostata (TURP) das Referenzverfahren für die chirurgische Behandlung gutartig vergrößerter Prostata. Bei jedem operativen Eingriff besteht ein Risiko von allgemeinen und spezifischen Komplikationen während und nach der Operation. Christoph Knopf, bis Ende März 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am

Institut Mess- und Sensortechnik, entwickelte eine Methode, um zu klären, ob bestimmte elektrische und physikalische Effekte die mögliche Ursache für Spätkomplikationen sind. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Gewebearealen in der Operationsumgebung, die während der TURP nicht behandelt und folglich auch nicht durch die Operation beeinflusst werden sollen; deren Lage kann jedoch charakteristisch für die Ausprägung von Spätkomplikationen sein.

Die Entwicklung und Forschung ist für Christoph Knopf die Basis seiner Promotion, die er an der HRW in Kooperation mit der TU Chemnitz schreibt. Das Partnerunternehmen ist Olympus Europa SE & CO. KG. Olympus ist einer der weltweit führenden Hersteller von optischen und digitalen Produkten in den Bereichen Medizintechnik und Unterhaltungselektronik. Zu den Produkten gehören endoskopische und mikroskopische Geräte für den medizinischen und industriellen Gebrauch sowie Kameras und Audiogeräte.


Die Zusammenarbeit hat für beide Seiten Vorteile: Die Projektmitarbeiter erhalten Einblicke in die klinischen Vorgänge durch Hospitation, erhalten ein tieferes Verständnis für Elektrochirurgie, das dann zur Weiterentwicklung der Gerätetechnik beisteuert. Das Unternehmen erhält Ergebnisse aus praxisnaher Forschung zu aktuellen Themen bzw. Fragen. Es ist potentiell
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