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Demografischer Wandel: Vorträge im Studium generale der Universität Hohenheim

15.04.2014 - (idw) Universität Hohenheim

Start 12. Mai: Vorträge zum Thema Demografischer Wandel und seinen Einfluss auf Renten, Ernährung und Medizin an der Universität Hohenheim

Die Menschen werden immer älter, die Zahl der Rentner steigt, und die Geburtenraten gehen von Jahr zu Jahr zurück: die Angst vor dem demografischen Wandel, vor der Alterung der Gesellschaft, beschäftigt die Politik wie auch die Wissenschaft schon seit Jahren. In einer Vortragsreihe des Studium generale beleuchten und erläutern die vortragenden Wissenschaftler ab dem 12. Mai Chancen und Risiken des demografischen Wandels. Eine Programmübersicht gibt es unter www.uni-hohenheim.de/studium-generale. Am Montag, den 12. Mai, startet die Vortragsreihe des Studium generale der Universität Hohenheim. Vier weitere Vorträge an vier Donnerstagen komplettieren das thematische Feld des demografischen Wandels.
Die Referenten behandeln neben der Angst vor der Demografie und den realen Zahlen die Rentenreformen der letzten 15 Jahre, die medizinischen Herausforderungen, der steigende Fachkräftebedarf und die sich verändernde Ernährung.

Die Vorträge im Überblick:
Montag, 12. Mai 2014: Die geschürte Angst vor der Demografie - Wie mit Bevölkerungsdaten Politik gemacht wird. Schon 1953 sagte Konrad Adenauer über niedrige Geburtenraten: Dann sterben wir ja aus. Die Angst vor zu vielen Alten und zu wenig Jungen zog sich über all die Jahre durch alle Schichten der Bevölkerung der Supergau bleib jedoch aus. In seinem Vortrag blickt Prof. Dr. Gerd Bosbach, Inhaber des Lehrstuhls für Statistik und Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung der Hochschule Kobelnz, auf 15 Jahre demografischer Wandel und die Nutznießer der Demografie-Angst zurück. (Beginn 18:00 Uhr, Aula, Schloss Hohenheim)

Donnerstag, 22. Mai 2014: Jenseits der demografischen Hysterie - Die Rentenreformen der letzten Jahre werden immer wieder als alternativlos dargestellt. Als Grund wird meist der zum Zukunftsproblem Nummer 1 stilisierte demografische Wandel genannt. Was es mit dem demografischen Wandel wirklich auf sich hat und welche Schlussfolgerungen man daraus ziehen sollte, darüber informiert der Vortrag von Martin Steiger, evangelischer Theologe und Lehrbeauftragter an der Hochschule Ludwigsburg. Mit einem Blick auf die Rentenreformen der letzten 15 Jahre und einem Reformvorschlag soll dargestellt werden, wie Altersarmut weitestgehend vermieden werden kann. (Beginn 18:00 Uhr, Aula, Schloss Hohenheim)

Donnerstag, 5. Juni 2014: Der Mensch und sein Mikrobiom - Wissenschaft und Medizin stehen vor neuen Herausforderungen: Immer mehr Menschen werden immer älter und pflegebedürftiger. Immer mehr Menschen leiden schon in jungen Jahren an Immunerkrankungen wie Allergien, Asthma und Diabetes. In den letzten Jahren haben sich die Hinweise verdichtet, dass unsere direkte mikrobielle Umgebung, die wir zum Bespiel über Nahrung und Hygiene beeinflussen, altersbedingte Erkrankungen und Immunerkrankungen begünstigen kann. In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. W. Florian Fricke, Leiter des Fachgebiets Nutrigenomics an der Universität Hohenheim, mit aktuellen Beispielen aus der Mikrobiomforschung den jetzigen medizinischen Kenntnisstand und mögliche zukünftige therapeutische Ansätze. (Beginn 18:00 Uhr, Katharinasaal, Euroforum)

Donnerstag, 26. Juni 2014: Fachkräftesicherung aus der Sicht der Arbeitgeber Baden-Württembergs - Seit einigen Jahren ist erkennbar, dass der demografische Wandel und ein über viele Jahre unzureichendes Interesse an technischen Berufen die Sicherung des Fachkräftebedarfes in hohem Maße gefährden. Für alle Bildungseinrichtungen und die Arbeitgeber in Baden-Württemberg sind daraus die unterschiedlichsten Herausforderungen entstanden. Der Dipl. Wirtschaftsingenieur Karl Schäuble veranschaulicht die zahlreichen Projekte, in denen Lösungsansätze erdacht wurden, die allerdings auch die bisher bekannten Pfade verlassen. (Beginn 18:00 Uhr, Aula, Schloss Hohenheim)

Donnerstag, 10. Juli 2014: Die Herausforderung des demografischen Wandels für unsere zukünftige Ernährung - Den Prognosen des demografischen Wandels zufolge wird weiterhin der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung deutlich zunehmen und die der Jüngeren aufgrund einer sinkenden Geburtenrate rückläufig sein. Auch der Anteil an Migrantinnen und Migranten wird steigen, ohne die Alterung beeinflussen zu können. Diese Entwicklungen sind mit Herausforderungen für unsere zukünftige Ernährung verbunden. Der demografische Wandel wirft Fragen danach auf, wie sich das Nahrungsangebot für eine sich verändernde Bevölkerung wandeln wird und mit welchen ernährungsbedingten Erkrankungen zu rechnen ist. In ihrem Vortrag greift Jana Rückert-John, Professur für Soziologie des Essens der Hochschule Fulda, die Bedeutung der Institutionen Ernährung, des Familienhaushaltes und der Außer-Haus-Verpflegung auf. (Beginn 18:00 Uhr, Katharinasaal, Euroforum)


Links:
Studium generale: http://uni-hohenheim.de/studium-generale
Text: C. Schmid / Klebs

Kontakt für Medien:
Johanna Lembens-Schiel, Universität Hohenheim, Hochschulkommunikation / Marketing, Tel.: 0711/459-23880, E-Mail: studiumgenerale@zentrale.uni-hohenheim.de Weitere Informationen:http://www.uni-hohenheim.de/studium-generale
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