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Nachwuchswissenschaftlerin der Hochschule Harz erhält Preis für besten Doktorandenbeitrag

16.04.2014 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Wie lassen sich die Arbeitsleistung und die Effizienz von Mitarbeitern, Teams oder ganzen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens möglichst objektiv, transparent und damit fair messen und bewerten? Mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigen sich Wissenschaftler der Hochschule Harz seit mehreren Jahren sehr erfolgreich. Jüngst gab es dafür auch international Anerkennung: Manuela Koch-Rogge, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wernigeröder Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Doktorandin in einem kooperativen Promotionsverfahren mit der Anglia Ruskin University in Cambridge, Großbritannien, wurde auf der neunten European Conference on Management Leadership and Governance im österreichischen Klagenfurt ausgezeichnet. Ihr Papier mit dem Titel Determining performance targets using DEA: an application in a cooperative Bank erhielt den Preis für den besten Doktorandenbeitrag. Sie setzte sich damit gegen 61 weitere internationale und ebenfalls hochklassige Konkurrenten durch. Ich freue mich sehr. Diese Anerkennung zeigt, dass die Thematik auch international relevant ist, so die 33-Jährige.

Der preisgekrönte Konferenzbeitrag der jungen Wissenschaftlerin umfasst erste Praxisergebnisse ihrer zurzeit entstehenden Dissertation und befasst sich mit der Anwendung der sogenannten Data Envelopment Analysis (kurz DEA), einem Verfahren zur Leistungs- und Effizienzmessung sowie zur objektiven Bestimmung von Zielvereinbarungen im Dienstleistungssektor. Damit erweitert sie das klassisch für Unternehmens- und Filialbewertungen eingesetzte Verfahren und wendet es auf Mitarbeiterebene an. Meine Ergebnisse fanden bereits im Bereich von Genossenschaftsbanken Anwendung. Anhand dessen sollen Zielvereinbarungen und Mitarbeiterbeurteilungen gerechter werden, erklärt die Absolventin der Hochschule Harz. Bisher habe sie viele positive Rückmeldungen aus der Praxis erhalten. Das zeigt mir, dass sich mein Promotionsvorhaben auf dem richtigen Weg befindet im Jahr 2015 soll es abgeschlossen sein, so die Hochschulmitarbeiterin, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt. Mein Traum ist es, eines Tages Professorin zu sein, mit diesem Preis hoffe ich, meinen Ruf als Wissenschaftlerin zu stärken, betont Manuela Koch-Rogge. Ihre Wettbewerbsfähigkeit hat sie auch im November 2013 im Rahmen eines Science Slams bei der ersten Forschungsshow an der Hochschule Harz unter Beweis gestellt. Im Wernigeröder AudiMax setzte sie sich gegen zwei gestandene Wissenschaftler mit einem Beitrag zum Halo Effekt durch und errang die Gunst des Publikums.

Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann gratulierte der wissenschaftlichen Mitarbeiterin und sieht den erfolgreichen Verlauf auch dieses Promotionsvorhabens als Bestätigung des Anspruchs der Hochschule Harz, ebenfalls akademische Nachwuchsförderung zu leisten. In den zurückliegenden Jahren konnten bereits mehrere Absolventen der Hochschule Harz kooperative Promotionsvorhaben erfolgreich abschließen und so einen wesentlichen Baustein für die weitere berufliche Karriere setzen. In Zukunft muss dieser Weg der Qualifizierung wissenschaftlich besonders begabter Absolventen mit unseren Partnerhochschulen im In- und Ausland, insbesondere aber auch mit den Universitäten des Landes unter Mitwirkung unseres Professoriums ausgebaut werden, so der Hochschulleiter, der sich auch als Präsident der Landesrektorenkonferenz für die institutionelle Absicherung kooperativer Promotionen in Sachsen-Anhalt einsetzt.


Kooperative Promotionen zeichnen sich dadurch aus, dass Nachwuchswissenschaftler neben einem universitären Ansprechpartner auch durch einen Professor einer Fachhochschule betreut werden. Der FH-Professor wirkt am gesamten Promotionsverfahren mit; der Doktor-Grad wird dabei durch die Fakultät einer Universität verliehen. Weitere Informationen:http://www.hs-harz.de
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