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Patientenverpflegung als Therapiebestandteil

14.01.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Küche des Universitätsklinikums Jena erhält Zertifikat nach DIN-Norm

(Jena) Zertifizierungen sind keine Modeerscheinungen unserer Zeit - sie sind ein Zeugnis für qualitativ hochwertige Arbeit. Im Bereich der Klinikküchen sind sie bisher allerdings selten, denn erst etwa 10 % haben in Deutschland ein Zertifikat nach DIN-Norm.

Nach eingehender Prüfung und im Einvernehmen mit der Klinikumsleitung entschloss sich das Dezernat Wirtschaft, die Ende 2000 in Betrieb genommene Zentralküche des Jenaer Universitätsklinikums für eine Zertifizierung anzumelden. Dieses Zertifikat ist jetzt erteilt worden.
"Wir sahen hier eine gute Möglichkeit, durch ein solches Qualitätssiegel mit Fremdanbietern konkurrieren zu können, so wirtschaftlich wie diese Catering-Firmen zu arbeiten und damit hinsichtlich der Verpflegung Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter zu erzeugen", begründete Wirtschaftsdezernent Otto Franke die Entscheidung.

Die neue Zentralküche am Standort Lobeda, die seit Ende 2000 die Versorgung des gesamten Klinikums übernimmt, stellt in Abhängigkeit von der jeweiligen Belegung täglich etwa 1.300 Portionen pro Mahlzeit bereit, davon durchschnittlich 30 % bis 40 % ärztlich verordnete Diäten.

Für die leitende Diätassistentin Jana Serzisko ist die Verpflegung, die in rund 80 verschiedenen Kostformen angeboten werden kann, ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Dabei ist die Küche in der Lage, sehr schnell auf ganz besondere und spezielle ärztliche Anforderungen zu reagieren.

Oberste Priorität haben die Patientenzufriedenheit und die Qualität. Durch die Aufnahme der Verpflegungswünsche durch die Verpflegungsassistenten direkt am Krankenbett besteht ein unmittelbarer Kontakt zu den Patienten und die Möglichkeit, auf deren individuellen Wünsche einzugehen.

"Das Zertifikat ist das Produkt einer Gemeinschaftsarbeit, in die alle Mitarbeiter einbezogen waren und jeder an seinem Platz zum Gelingen beigetragen hat", versichert Siegrid Bauer, Qualitätsbeauftragte und Leiterin der Versorgungsbetriebe.

Die Initiatoren sind erfreut darüber, dass das Ergebnis ihrer Arbeit nicht nur durch eine Urkunde belegt wird, sondern vor allem von den Patienten zunehmend positiv gewertet wird. Persönliche Gespräche und Meinungsäußerungen bei Patientenbefragungen können dies belegen.

(Joachim F. Hoge)
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