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TU Berlin: Die Träume des Rütrafe - Silberschmiedekunst der Mapuche-Indianer

17.04.2014 - (idw) Technische Universität Berlin

Gemeinsame Pressemitteilung Schloss Britz und TU Berlin

Erstmalig wird in Europa die Sammlung Silberschmiedekunst der Mapuche-Indianer der Universidad Católica de Temuco/Chile gezeigt In Zusammenarbeit mit dem Außenministerium der Republik Chile, der Botschaft der Republik Chile in Berlin und der Technischen Universität Berlin präsentiert das Schloss Britz erstmalig in Europa die Sammlung der Mapuche Silberschmiedekunst der Universidad Católica de Temuco/Chile. Gezeigt werden rund 100 Schmuckstücke, die vor allem die Ausstattung der Mapuche-Frauen umfasst.

Die Sammlung entstammt der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und zeigt in den Formen und Zeichnungen eines jeden Einzelstücks die künstlerische Gedankenwelt der Rütrafe, der traditionellen Silberschmiede. Die Muster sind eng mit dem Weltbild der Mapuche verbunden, aber auch von Einflüssen aus den Kontakten mit anderen Kulturen geprägt.

Die Ausstellung ist vom 25. April bis 27. Juli 2014 geöffnet, dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Journalisten und Journalistinnen sind herzlich zur Eröffnung eingeladen:

Zeit: am Donnerstag, dem 24. April 2014, 18 Uhr
Ort: Schloss und Gutshof Britz, Alt-Britz 73, 12359 Berlin

Grußworte:
- Sonja Kramer, Geschäftsführerin der Kulturstiftung Schloss Britz
- Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln und Vorstand der Kulturstiftung Schloss Britz
- Botschaftsrätin Marisol Pérez Carranza, Botschaft der Republik Chile
- Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin

Einführung:
Prof. Dr. Ginette Castro, Universidad Católica de Temuco/Chile

In einem Zusammenschluss mit dem Museo Regional de la Araucanía und dank der Unterstützung der Subdirección Nacional de Museos des chilenischen Verbundes von Bibliotheken, Archiven und Museen (DIBM) entstand 2009 die Konzeption dieser Präsentation, die sich hauptsächlich auf die Bedeutung der Persönlichkeit des Rütrafe als Gestalter und Träger symbolischer und materieller Inhalte bezieht. Kuratoren der Ausstellung sind Miguel Chapanoff Cerda und Leslye Palacios Novoa.

Erstmals in Europa

Seitdem befindet sich die Ausstellung auf einer dauerhaften Tour; zunächst war sie in ganz Chile vom äußersten Norden bis in den Süden zu sehen. 2012 begann der Weg ins Ausland mit einer Reise nach Guadalajara in Mexiko zur 26. Internationalen Buchmesse (FIL). Mehr als 50.000 Menschen besuchten anschließend die Ausstellung im Museo Nacional de Culturas Populares del Distrito Federal und dem Museo Casa Chihuahua. Nun sind die Schmuckstücke erstmals in Europa zu bewundern. Die erste Station ist Schloss Britz in Berlin, bevor sie sich auf die Reise nach Italien begeben. Unterstützt wird das Projekt aus dem Fonds 2014 für Kulturprojekte im Ausland der Kulturabteilung des chilenischen Außenministeriums.

Universidad Católica de Temuco

Die Universidad Católica de Temuco (UC Temuco) befindet sich im Süden Chiles, in der Region Araucanía. Zu ihrem Angebot gehören Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und die Ausbildung von Fachkräften. Sie bietet ein breites Spektrum von Disziplinen wie Pädagogik, Sozialwissenschaften, Kunst- und Geisteswissenschaften, Jura, Humanmedizin, Veterinärmedizin und Ingenieurswissenschaften. Sie versucht, den Forderungen nach gleichberechtigten Zugang im sozialen wie wirtschaftlichen Umfeld der Araucanía, dem traditionellen Land der Mapuche, gerecht zu werden, in dem sie der ethnischen und kulturellen Vielfalt sowie deren Weiterentwicklung große Beachtung schenkt. Unter anderem entwickelte die Universidad Católica de Temuco gegen Ende der 1970er Jahre ein Projekt zur Förderung der traditionellen Berufe der Mapuche. Aus diesem Programm ist inzwischen eine neue Generation von Silberschmieden hervorgegangen.

Kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium der Republik Chile, der Botschaft der Republik Chile in Berlin und der Technischen Universität Berlin. Die Fakultät II Mathematik und Naturwis-senschaften der Technischen Universität Berlin ist seit vielen Jahren mit der Universidad Católica Temuco in Chile durch Kooperationen verbunden. Dabei geht es nicht nur um Wissenschaft und Studierendenaustausch, sondern auch den Austausch zum Wissenschafts- und Fakultätsmanagement. Da die chilenische Universität sich insbesondere mit der Verbesserung der Lebensverhältnisse der Mapuche-Indianer beschäftigt, lernten die TU-Wissenschaftler diese Kultur näher kennen und setzten sich schließlich bei der chilenischen Universitätsleitung und bei den Botschaften, dafür ein, die Ausstellung des Mapuche-Schmucks in Berlin zu zeigen.


Eintritt: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro), Kinder bis 12 Jahre frei, Sonderführungen für Schulklassen. Schloss Britz bietet im Rahmen der Ausstellung einen Vortrag und Workshops als Zusatzprogramm an: www.schlossbritz.de

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Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Sonja Kramer, Geschäftsführerin der Kulturstiftung Schloss Britz, Tel.: 030 / 609 79 23-0, E-Mail: sonja.Kramer@bezirksamt-neukoelln.de

Lars Oeverdieck, Leiter des Präsidialamtes der TU Berlin, Tel.: 030 / 314-22220, E-Mail: Lars.Oeverdieck@tu-berlin.de
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