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6. Frankfurter Goethe-Vorlesung: 100 Jahre Literaturwissenschaften in Frankfurt

17.04.2014 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

FRANKFURT. Aus Anlass des Universitätsjubiläums beschäftigen sich die 6. Frankfurter Goethe-Vorlesungen mit 100 Jahren Literaturwissenschaften in Frankfurt. Die öffentliche Ringvorlesung wird am Donnerstag (24. April) von dem Literaturwissenschaftler Prof. Klaus Reichert eröffnet. In seinem Vortrag Glanz und Elend der Philologie Von der Literatur zu ihrer Theorie und zurück wirft er einen Blick auf die (Frankfurter) Geschichte der philologischen Fächer seit 1914. Dieser wie alle weiteren Vorträge der Reihe beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend. Zum einen befassen sich die Vorträge mit den Literaturwissenschaften an der Goethe-Universität selbst: Nach Reichert stellt Prof. Anne Bohnenkamp-Renken das Freie Deutsche Hochstift als Vorgängerinstitution der Universität vor. Als Zeitzeuge berichtet Prof. Volker Klotz vom Studium der Literaturwissenschaften im Frankfurt der 1950er Jahre. Mit der Geschichte der Poetik-Vorlesungen immerhin fanden 1959 in Frankfurt die ersten ihrer Art in der Bundesrepublik statt beschäftigt sich Prof. Ulrich Wyss, während Wolfgang Schopf die Archivierung von literarischen Nachlässen erläutert, die nach dem Umzug des Suhrkamp-Archivs nach Marbach mitnichten zum Erliegen gekommen ist, sondern lebendiger ist als je zuvor.

Zum anderen soll aber auch den vielfältigen Bezügen der Literaturwissenschaften zur Stadt Frankfurt, zum Rundfunk, zum Fernsehen, zu den Verlagen, zu Schriftstellern nachgegangen werden. Damit wollen wir herausstellen, dass die akademischen Disziplinen eben auch in die Stadt ausstrahlen bzw. sich das literarische Leben in der Stadt auf die Universität auswirkt, erläutert der Germanist Privatdozent Bernd Zegowitz, der gemeinsam mit dem Romanisten Dr. Frank Estelmann die 6. Frankfurter Goethe-Vorlesungen konzipiert hat. Dr. Christoph Kleinschmidt analysiert Literatursendungen im deutschen Fernsehen, Hans Sarkowicz spricht über die Literaturvermittlung im Radio, Dr. Jörg Bong über den Zusammenhang von Literaturwissenschaft und Verlagsarbeit. Abschließend stellt der Autor Andreas Meier (Wäldchestag) den Einfluss der Literaturwissenschaft auf die Literatur aus ganz individueller Perspektive dar.

Alle Vortragenden haben entweder in Frankfurt studiert und wurden hier auch promoviert oder sind/waren als Lehrende an der Goethe-Universität tätig. Die Vorträge sind so konzipiert, dass sie ein breiteres Publikum ansprechen, denn die Vorlesungsreihe versteht sich auch als Veranstaltung für die interessierte Frankfurter Bürgerschaft.

Das Programm auf einen Blick:

24. April: Prof. Dr. Klaus Reichert (Goethe-Universität Frankfurt)
Glanz und Elend der Philologie Von der Literatur zu ihrer Theorie und zurück

8. Mai: Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Freies Deutsches Hochstift / Goethe-Universität Frankfurt)
Von Goethe zu Goethe Das Freie Deutsche Hochstift und die Frankfurter Universität

15. Mai: Prof. Dr. Volker Klotz (Universität Stuttgart)
In Frankfort ande Eck, da wohnde Bäcker Beck Wie man, ebenda, ein Germanistikstudium unterlief

22. Mai: Dr. Jörg Bong (S. Fischer Verlag)
Literatur, Literaturwissenschaft, Verlegen und Verlage Warum die Literaturwissenschaft über alles entscheidet

5. Juni: Hans Sarkowicz (Hessischer Rundfunk)
Zauberei auf dem Sender Das Literaturprogramm des Frankfurter Rundfunksenders von 1924 bis heute

12. Juni: Dr. Lorenz Jäger (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Philologie als Divination Erfahrungen eines Germanisten in der Zeitung

26. Juni: Dr. Christoph Kleinschmidt (Goethe-Universität Frankfurt)
Hochkultur trifft Massenmedium Volker Bohns Fernsehreihe zur deutschen Literatur nach 1945

3. Juli: Prof. Dr. Ulrich Wyss (Goethe-Universität Frankfurt)
Poetica ex cathedra Von Dichtern lernen?

10. Juli: Wolfgang Schopf (Goethe-Universität Frankfurt)
Literaturverwaltung? Die Archive an der Goethe-Universität

17. Juli: Andreas Maier
Schreiben und Literaturwissenschaft Ein nicht literaturwissenschaftlicher, ein nicht begriffsbildender, ein nicht theoretisierender und nicht objektivierender Vortrag über die Möglichkeit oder auch nur die Zweckmäßigkeit eines Verhältnisses zwischen beidem


Informationen: PD Dr. Bernd Zegowitz, Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, Fachbereich Neuere Philologien, Campus Westend, Tel.: (069) 798-32693, zegowitz@lingua.uni-frankfurt.de, http://www2.uni-frankfurt.de/43738789/projekte Weitere Informationen:http://www2.uni-frankfurt.de/43738789/projekte
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