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Maschinenhaus-Projekt für mehr Studienerfolg

22.04.2014 - (idw) Leibniz Universität Hannover

Fakultät für Elektrotechnik und Informatik und VDMA schließen gemeinsame Initiative zur Betreuung von Studienanfängern erfolgreich ab

Mehr Studienerfolg im Ingenieurstudium ist das Ziel der Initiative Maschinenhaus Campus für Ingenieure des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Seit Sommer 2013 lief an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität Hannover ein Transfer-Projekt der Maschinenhaus-Initiative, bei dem sich alles um die Themen Studienqualität und Qualitätsmanagement gedreht hat. Mehr Studienerfolg im Ingenieurstudium ist das Ziel der Initiative Maschinenhaus Campus für Ingenieure des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Seit Sommer 2013 lief an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität Hannover ein Transfer-Projekt der Maschinenhaus-Initiative, bei dem sich alles um die Themen Studienqualität und Qualitätsmanagement gedreht hat.

Zum Projektabschluss nimmt Prof. Dr.-Ing. Bernardo Wagner, Leiter des Fachgebiets Echtzeitsysteme und des Zentrums für Didaktik der Technik, nun ein Teilnahmezertifikat des VDMA entgegen. Während der Veranstaltung am Mittwoch, 23. April 2014, um 16 Uhr im Leibnizhaus, Holzmarkt 5, 30159 Hannover, werden auch Prof. Dr. Elfriede Billmann-Mahecha, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Weiterbildung der Leibniz Universität, sowie Prof. Dr.-Ing. Eckart Kottkamp, Sprecher der VDMA-Ingenieurinitiative, sprechen. Professor Wagner stellt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs vor. Medienvertreterinnen und vertreter sind herzlich willkommen.

Während des Projekts wurde zunächst in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) der Status quo analysiert, um anschließend anhand der vom VDMA entwickelten Maschinenhaus-Toolbox, einem Werkzeugkasten mit Instrumenten guter Lehre, Empfehlungen für Verbesserungen zu geben und deren Umsetzung zu bewerten. Bei den Analysen kam heraus, dass es bei uns um die Studienqualität und das Qualitätsmanagement grundsätzlich schon ganz gut bestellt ist. An mehreren Stellen sind nun aber ergänzende Maßnahmen möglich und geplant, erläutert Professor Wagner. Professor Kottkamp vom VDMA sagt: Die Fakultätsvertreter haben sich sehr offen für unser Anliegen gezeigt und sich stark engagiert.

Die Weichen für den Studienerfolg werden meist im ersten Studienjahr gelegt. Um hohen Abbrecherquoten entgegenzuwirken, gibt es an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik neben vielen anderen Maßnahmen beispielsweise persönliche Beratungsgespräche bei Professoren, wenn ein Semester nicht so gut gelaufen ist. Außerdem dürfen Studierende Klausuren beliebig oft wiederholen, sofern sie pro Semester und im Schnitt durch das Bestehen der Hälfte der Klausuren 15 von 30 Leistungspunkten gesammelt haben. Die Zeiten, in denen nach zwei oder drei Fehlschlägen in einem bestimmten Fach die Studierenden einfach exmatrikuliert wurden, sind vorbei, betont Prof. Wagner. Als zusätzliche Maßnahmen sind nun unter anderem Didaktikschulungen für wissenschaftliche Mitarbeiter, die in der Lehre tätig sind, geplant. Um Wissenslücken bei Studierenden frühzeitig zu schließen, will die Fakultät ihr Angebot an Vorkursen ausbauen. Zudem sollen spezielle Erstsemesterprojekte für das Studium der Elektrotechnik begeistern und motivieren. Auch besondere Angebote für Fakultätsmitarbeiterinnen und mitarbeiter wird es geben: In Workshops mit externen Beratern können sie ihre Fähigkeiten in Sachen Gesprächsführung stärken. Künftig werden außerdem Kennzahlen für eine erfolgreiche Lehre systematisch erfasst und ausgewertet.

Über das Maschinenhaus die VDMA-Initiative für Studienerfolg
Das Maschinenhaus als Campus für Ingenieure besteht aus zwei Phasen: Gemeinsam mit dem Partner, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, wurde das theoretische Fundament gelegt. Zunächst wurden die Studienbedingungen in den Fachbereichen Maschinenbau und Elektrotechnik analysiert. Darauf aufbauend entstand das Referenzmodell für gute Lehre, das mithilfe einer Befragung aller Hochschulen weiter ausgearbeitet wurde. Fallstudien an ausgewählten Pionierhochschulen stellten das zentrale Element zur Praxiserprobung dar. Phase zwei läuft seit Jahresbeginn 2013. Mit mehreren VDMA-finanzierten Beratertagen in je einer Fachhochschule und Universität pro Bundesland gelangt die Theorie in die Hochschulpraxis. Zurzeit laufen außer dem Projekt an der Leibniz Universität Hannover noch 22 weitere Maschinenhaus-Transfers an deutschen Hochschulen oder sind bereits abgeschlossen. Bis Mitte 2015 sollen es 32 Projekte in ganz Deutschland gewesen sein. Eine Toolbox mit den erfolgversprechendsten Maßnahmen, Indikatoren und Instrumenten übersetzt das Konzept für die Praxis. Im Erfahrungsaustausch (ERFA) Maschinenhaus kommen Vertreter von Hochschulen zweimal jährlich zusammen, um über aktuelle Fragen rund um das Thema Qualitätsmanagement und Lehre zu diskutieren.


Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen stehen Ihnen Dr.-Ing. Bernardo Wagner von der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität unter Telefon +49 511 762 5516 oder per E-Mail unter wagner@rts.uni-hannover.de sowie Dr. Norbert Völker vom VDMA unter Telefon +49 69 66 03 1650 oder per E-Mail unter norbert.voelker@vdma.org gern zur Verfügung.
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