Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 18. Oktober 2017 

Ausstellung natur.wert.schätzen. startet am 26. April in Oldenburg

24.04.2014 - (idw) Landesmuseum Natur und Mensch

Der 200. Schlossgartengeburtstag in Oldenburg bietet den Anlass für die Ausstellung natur.wert.schätzen. im Landesmuseum Natur und Mensch. Ab dem 26. April nimmt sie zum einen die Tierwelt des Gartens in den Blick und lädt zum anderen dazu ein, sich spielerisch mit dem Wert von Natur und der eigenen Meinung auseinander zu setzen. Große, gerahmte Panoramen zeigen die Tierwelt in zahlreichen naturkundlichen Präparaten aus der Nähe. In einem zweiten Teil lädt die interaktionsreiche Ausstellung dazu ein, die eigene Wertschätzung von Natur zu reflektieren und spielerisch eine Meinung zu entwickeln. In diesem Jahr feiert der Schlossgarten Oldenburg seinen 200. Geburtstag. Im Stil eines englischen Landschaftsgartens erdacht, ist er heute ein Denkmal der Gartenkunst und ein beliebter Freizeitort. Aber auch vielen Tierarten bietet er auf seiner Fläche von 16 ha ein Zuhause. Die Ausstellung natur.wert.schätzen. im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg stellt verschiedene Bewohner des Parks vor Tagpfauenauge, Breitflügelfledermaus und Grünspecht sind nur einige davon. Doch welche Tierarten könnten heute an diesem Ort zu finden sein, wenn er sich fern von menschlichen Eingriffen entwickelt hätte? Auch in solch einen Lebensraum bietet die Ausstellung einen Einblick: Sie stellt die Tierwelt eines Auwalds vor, wie er heute noch in Nordwestdeutschland zu ist und auch hier an Stelle des Schlossgartens vorkommen könnte. Auwälder sind strukturreiche und vielfältige Lebensräume, die dort entstehen, wo die natürliche Wasserdynamik eines Flusses mit Hochwassern und Überflutungen die Landschaft prägt. Durch Landnutzungen und Eingriffe in die Flussläufe sind Auwälder sie inzwischen selten.

Ein Vergleich zwischen den beiden Lebensräumen Auwald und Schlossgarten fördert in der Ausstellung Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihren Tierwelten zu Tage. Er bietet den Ausgangspunkt für den zweiten Teil der Ausstellung. Denn wie der Titel natur.wert.schätzen. verrät, nimmt sie nicht nur die Natur in Form der beiden Lebensräume in den Blick, sondern fokussiert auch auf Werte von Natur sowie die ihr individuell entgegengebrachte Wertschätzung.
Kein anderer Organismus der Erde greift so sehr in das Naturgeschehen ein wie der Mensch. Ob der Bau einer Küstenautobahn oder die Ausweisung von Schutzgebieten immer wenn Entscheidungen zum Umgang mit Natur bevorstehen, geht es darum, was aus finanzieller Sicht sinnvoll, aus ökologischer Sicht vertretbar und aus politischer Sicht verantwortbar ist.
Die Ausstellung löst sich hier davon, allein zu erzählen, zu berichten oder Meinungen zu bewerten. Sie wählt vielmehr eine philosophische Methode und beginnt, Fragen zu stellen: Was findest du gut an einer Amsel?, An welcher Stelle steht Natur in deinem Leben? oder Was ist dir mehr wert, Vogelgesang oder Bienenhonig?. Die Besucher sind aufgefordert, zu einzelnen Fragen ihr Statement abzugeben. Perlen dienen als Stimmzettel und Füllstände in durchsichtigen Röhren geben wie bei einem Säulendiagramm das aktuelle Meinungsbild wieder.

Die Ausstellungsmacher haben sich zum Ziel gesetzt, Gedanken zu bewegen und anzuregen. Spielerische Elemente wie ein in der Ausstellung zu sammelndes Kartenspiel, Fühlelemente, Hörstationen und Interaktionsmöglichkeiten sollen unterstützen und Lust machen, sich mit Natur, ihrem Wert und der eigenen Meinung auseinanderzusetzen. Die von der Gruppe für Gestaltung aus Bremen inszenierte Kulisse ist eine holzreiche, verspielte Märchenlandschaft. Überdimensionale Körbe zu den Themen Wirtschaft, Naturschutz, Politik und ICH, zeigen Aspekte dieser Blickwinkel mit Bezug zur Natur. Sie bieten beispielsweise Informationen zu Werten von wirtschaftlichem Interesse, Gefährdung von Arten, gesetzlichen Bestimmungen zum Umgang mit Natur und zeigen individuelle Meinungen über Tierarten und Natur.

Drei kleine Teilausstellungen präsentieren parallel zur Ausstellung natur.wert.schätzen. unter den Titeln natur.bilder?, Mit anderen Augen Einblicke in die Lebenswelt von Tieren und Mutter Natur und ihre Kinder die Ergebnisse von Gruppen, die sich mit verschiedenen Fragestellungen und Mitteln mit Natur beschäftigt haben.
Das Begleitprogramm bietet museumspädagogische Workshops rund um die Tiere des Schlossgartens an, Rundgänge begleiten an Sonntagen durch den interaktiven Part der Ausstellung, der NABU Oldenburg führt im Schlossgarten zu Fledermaus, Grünspecht und Co. Zusätzlich zur allgemeinen Lehrerinfo werden im Rahmen dieser Ausstellung zusammen mit Kooperationspartnern der AG Biologie-Didaktik der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg und der Philosophierwerkstatt Lehrerfortbildungen zum biologischen Bewerten und dem Philosophieren mit Kindern angeboten.

Sonderausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
natur.wert.schätzen.
26. April 7. September 2014
im Rahmen der Feierlichkeiten zum 200. Schlossgartenjubiläum in Oldenburg
unter dem Motto Euer Garten ist die Welt

Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-44
26135 Oldenburg
Tel. 0441-9244-300
Fax: 0441-9244-399
E-Mail: museum@naturundmensch.de

www.naturundmensch.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag u. Sonntag 10 -18 Uhr

Geänderte Öffnungszeiten an Feiertagen:
Christi Himmelfahrt u. Pfingstmontag 10 - 18 Uhr
1. Mai, Pfingstsonntag geschlossen

Museumseintritt: 4 , ermäßigt 2,50 , Familienkarte 6

Kombiticket für das Landesmuseum Natur und Mensch und das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte im Rahmen des Schlossgartenjubiläums (gilt an 2 aufeinanderfolgenden Tagen): 8

Begleitbuch zum Schlossgartenjubiläum

Euer Garten ist die Welt
Schlossgarten Oldenburg
200 Jahre Gartenkultur in Nordwestdeutschland
ISBN 978-3-7308-1071-2
Isensee Verlag Oldenburg 2014
204 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen
Museumspreis: 20
Buchhandelspreis: 24,80

Begleitprogramm:
Das komplette Begleitprogramm finden Sie im aktuellen Vierteljahresprogramm 20vierzehn des Museums und unter www.naturundmensch.de, alle Veranstaltungen und Ausstellungen zum Schlossgartenjubiläum unter www.schlossgarten2014.de

Zur Ausstellung

Fläche: ca. 600 m²
Exponatanzahl: ca. 200 Exponate
Kuratoren:
Dipl. Biol. Lena Nietschke
presse@naturundmensch.de
Dr. Peter-René Becker (Leitender Direktor)
Peter-Rene.Becker@LMNM.niedersachsen.de

Ausstellungsgestaltung:
Gruppe für Gestaltung, Bremen

Kooperationspartner und wissenschaftliche Unterstützung:
Carl-von-Ossietzky Universität, AG Biologie-Didaktik, Prof. Corinna Hößle, Johanna Beuse, Anna Russel, Sara Vaske
Carl-von-Ossietzky Universität, Studiengang Museum und Ausstellung, Prof. Karin Ellwanger
Dr. Reinhard Jödicke, Oldenburg
Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen, Regionaldirektion Oldenburg
Volker Moritz, Oldenburg
NABU Oldenburg
NABU Oldenburg, Arbeitskreis Schmetterlinge, Carsten Heinecke u.a.
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

Niedersächsische Landesforsten
Philosophierwerkstatt, Hans-Joachim Müller
GTS Syke, Melanie Buß, Rainer Goltermann
Blauschimmel Atelier e.V. und Montessori Grundschule FREIraum, Edda Akkermann, Jörg Scheel, Claudia Fischer
Oberschule Eversten, Kerstin Heinrichs
Dr. Frank Steinheimer, Halle/Saale

Leihgeber:
Naturhistorisches Museum Mainz
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig
Übersee-Museum Bremen

Pressekontakt:

Niedersächsische Landesmuseen Oldenburg
Landesmuseum Natur und Mensch
Dipl. Biol. Lena Nietschke

uniprotokolle > Nachrichten > Ausstellung natur.wert.schätzen. startet am 26. April in Oldenburg
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/276875/">Ausstellung natur.wert.schätzen. startet am 26. April in Oldenburg </a>