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Einblick in neueste Forschungen im Agrar- und Umweltbereich

24.04.2014 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Antrittsbesuch von Umweltministerin Priska Hinz an der Justus-Liebig-Universität Gießen Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat am heutigen Donnerstag die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz zu ihrem Antrittsbesuch empfangen. Dabei nutzte die Ministerin die Gelegenheit, aktuelle Forschungen zum ressourcenschonenden Umgang mit Wasser und zur Fütterung von Nutztieren kennen zu lernen. Das besondere und in Hessen einmalige Kompetenzprofil der JLU im agrar-, umwelt- und ernährungswissenschaftlichen sowie im tiermedizinischen Bereich bietet viele Berührungspunkte mit der Arbeit des Ministeriums. In einem Vier-Augen-Gespräch mit JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee ging es vor allem um aktuelle Fragen des Tierschutzes und der Tierhaltung sowie darum, wie die besonderen Stärken der Gießener Lebenswissenschaften noch stärker auch für das Land Hessen nutzbar gemacht werden können. Anschließend stellten Agrar- und Umweltwissenschaftler des Fachbereichs 09 ihre aktuellen Forschungsthemen vor.

Sowohl das hessische Veterinärwesen als auch die hessische Landwirtschaft profitieren sehr stark vom gegenseitigen Austausch zwischen Politik und Wissenschaft. Ich bin überzeugt, dass wir diese Zusammenarbeit nicht nur weiterführen werden, sondern zum Vorteil aller weiter ausbauen werden, sagte die Ministerin. Über den Antrittsbesuch von Frau Ministerin Hinz bei der Agrar-, Umwelt- und Veterinär-Universität Hessens und ihr großes Interesse an den vielfältigen Aktivitäten in diesem Bereich freue ich mich sehr. Mit unserem einzigartigen Fächerprofil haben wir hier eine besondere Verantwortung sowohl für die Spitzenforschung als auch für die Nachwuchsförderung, sagte Mukherjee.

Prof. Dr. Lutz Breuer und Prof. Dr. Hans-Georg Frede, der zwölf Jahre lang den Sonderforschungsbereich Landnutzungskonzepte für periphere Regionen geleitet hat, beschäftigen sich an der Professur für Landschafts-, Wasser- und Stoffhaushalt mit Strategien zur nachhaltigen Nutzung von Wasser, vor allem im Bereich der Landwirtschaft. Die Wissenschaftler berechnen dazu auch den so genannten Wasserfußabdruck der landwirtschaftlichen Produktion, das heißt die Menge an Wasser, die in der gesamten Produktionskette eines landwirtschaftlichen Produkts verbraucht wird. Anschaulich wurde dies anhand eines Frühstücksrechners, an dem Priska Hinz gebeten wurde, den Wasserfußabdruck ihres eigenen Frühstücks zu berechnen.

Einen ganz anderen agrarwissenschaftlichen Bereich rückte im Anschluss Prof. Dr. Klaus Eder in den Mittelpunkt: In seinem Beitrag zum Thema Ernährung Umwelt Tiergesundheit sprach der Geschäftsführende Direktor des Instituts für Tierernährung und Ernährungsphysiologie über Möglichkeiten und innovative Forschungsansätze, durch optimierte Fütterung von Nutztieren die Ausscheidung umweltrelevanter Emissionen (Stickstoff, Phosphor, Methan) zu vermindern und die Tiergesundheit zu verbessern.

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Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die mehr als 26.500 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissen¬schaften bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture GCSC). Weitere Informationen:http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb09/institute/ilr/http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb09/institute/tierernaehrung

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