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Europawahl: Hochschulpolitische Aussagen der deutschen Parteien lassen Entschlossenheit vermissen

28.04.2014 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat im Vorfeld der Europawahl am 25. Mai 2014 die großen deutschen Parteien nach ihren hochschulpolitischen Vorstellungen auf europäischer Ebene gefragt.

Die Antworten von CDU, CSU, SPD, Grünen, FDP und Die Linke sind auf der HRK-Homepage www.hrk.de/eu-wahlpruefsteine dokumentiert.

HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler: Es ist sehr zwar erfreulich, dass alle Parteien das Ziel verfolgen, die Mobilität innerhalb Europas selbstverständlicher zu machen und die Kooperation mit Drittländern zu stärken. Jedoch lässt sich mit vielen Parteien über die vorgeschlagenen Umsetzungsmaßnahmen streiten. Die Hochschulen wissen selbst genau, was sie zum weiteren Ausbau ihrer Internationalisierung benötigen. Dafür brauchen sie die strukturelle Unterstützung der Politik, aber keine staatlichen Vorgaben.

Ähnlich unentschlossen sieht der HRK-Präsident die Antworten zu den Zukunftsinvestitionen in Bildung und Forschung: Zwar ist es erfreulich, dass alle Parteien die Förderung von Bildung und Forschung als prioritäre Zukunftsaufgabe sehen. Doch scheuen sich einige Parteien offensichtlich, konkrete Zielvorgaben zu nennen. Da fällt es schwer, an ihre Entschlossenheit zu glauben. Die Hochschulen in Europa und ganz besonders in den Krisenstaaten brauchen dringend eine echte Verbesserung der Rahmenbedingungen durch entschiedenes Handeln und unterstützender Maßnahmen auf allen politischen Ebenen. Die Zukunft der jungen Generation lässt sich nicht allein durch Bekenntnisse gestalten.

Gemeinsam mit der französischen Rektorenkonferenz CPU und der polnischen Rektorenkonferenz KRASP hat die HRK folgende Themen in den Wahlprüfsteinen abgefragt: Die Rolle von europäischen und nationalen Investitionen in Bildung und Forschung; eine bessere politische Berücksichtigung und Koordination der Belange von Hochschulen in den EU-Kommissionsdienststellen für Bildung, Forschung und Unternehmen; die Umsetzungsmaßnahmen für den Europäischen Forschungsraum (EFR); Förderung der Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern im Europäischen Hochschulraum; Bildungskooperationen mit Drittländern. Weitere Informationen:http://www.hrk.de/eu-wahlpruefsteinehttp://www.hrk.de
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