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Da steckt der Wald drin 40 Jahre HAWK Fakultät Ressourcenmanagement Göttingen

28.04.2014 - (idw) HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Mit einer Vortragsreihe und öffentlichen Exkursionen feiert die HAWK Fakultät Ressourcenmanagement ihr 40-jähriges Bestehen Zuerst war es nur ein Beschluss einzelner Bundesländer: Die bisher dezentrale Ausbildung in Forstschulen der Länder soll gebündelt werden und eine neue Institution muss her, welche die praktische Ausbildung von Revierförstern übernimmt. Aber wie entsteht solch eine Ausbildungsstätte eigentlich? Ganz klein und unscheinbar, mit nur 15 Studenten, so war es bei der HAWK Fakultät Ressourcenmanagement. 40 Jahre später studieren 800 Student/inn/en an der Fakultät auf dem Nordcampus in Göttingen. Und längst nicht mehr alle werden Förster/in. Zum Jubiläum ein Blick in die Geschichte der Fakultät und ein Blick in die Zukunft, denn das Thema Ressourcenmanagement ist aktueller denn je. Das zeigen auch die Jubiläums-Veranstaltungen in öffentlichen Vorträgen und Exkursionen.

Grün ist die vorherrschende Farbe. Man sieht sie auf Wänden und Schildern und in der Eingangshalle steht eine auffällige Sitzbank aus Naturstein und Holz. Überhaupt ist ziemlich viel Holz zu sehen, ein bisschen riecht es auch danach.
Das Gebäude der Fakultät für Ressourcenmanagement der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen zeigt schon kurz nach dem Betreten, worum es geht. Die Natur steht hier im Mittelpunkt. Und das seit 40 Jahren.

Am Anfang stehen 15 Studenten

1974 wurde die Fakultät, damals unter dem Namen Fachbereich Forstwirtschaft, nach einem Beschluss der Kultusminister der nördlichen Bundesländer gegründet. Hier sollten explizit Förster ausgebildet werden. Warum die Wahl dabei auf Göttingen fiel, begründet sich nicht nur aus der zentralen Lage zwischen den Ländern. Die abwechslungsreiche Waldumgebung erschien für die praxisnahe Lehre besonders geeignet. 15 Studenten schrieben sich damals in den Diplomstudiengang Forstwirtschaft, heute ein Bachelorstudiengang, ein. Und das, obwohl es nur einen beamteten Hochschuldozenten gab. Und der lehrte noch nicht einmal Forstwirtschaft, sondern EDV.

Dieser Computerfachmann war Baudirektor Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hufenbach. Er wurde zum ersten Leiter des jungen Fachbereichs ernannt. In der Lehre wurde er unterstützt von Lehrbeauftragen, die zumeist aus dem Umfeld der Landesforstverwaltungen stammten. Erst zum Wintersemester 1976/77 wurde das Lehrpersonal durch weitere hauptamtliche Dozenten ergänzt, auch weil die Studentenzahl sich auf 45 erhöht hatte. Schon 1979 vergrößerte sich diese Zahl auf über 300 Eingeschriebene. Zu Hufenbachs Aufgaben gehörten zum Beispiel das Verhandeln mit Ministerien oder Landesforstverwaltungen und das Beschaffen von ersten Möbeln. Dabei gab es noch gar kein Gebäude.

Die benötigten Hörsäle und Büros stellte die Forstliche Fakultät der Universität Göttingen zur Verfügung. Erst 1984 wurde der Grundstein für das erste eigene Gebäude gelegt die Forstlehrwerkstatt. Neben Büros für Dozenten und Seminarräumen beherbergt die Werkstatt Räume, in denen Motorsägen und andere forstwirtschaftliche Geräte repariert und gewartet werden. Zehn Jahre später, im November 1994, begann der Bau des großen Hauptgebäudes im Büsgenweg, das zum Sommersemester 1997 bezogen wurde.
Kurz darauf folgte die erste große Studiengangserweiterung. Wurde bislang vor allem für den Försterjob und verwandte Berufe rund um den Wald ausgebildet, konnte mit dem Diplomstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen, heute mit Abschluss als Bachelor, ein neues Fachgebiet eingerichtet werden. Darin geht es um eine interdisziplinäre Verbindung zwischen Betriebswirtschaft und Ingenieurwesen. 38 Studierende starteten zum Wintersemester 1996/97, damit war der Studiengang von Anfang an ausgebucht.

Aus dem Fachbereich wird die Fakultät Ressourcenmanagement

2003 wurde das Studienangebot weiter vergrößert. Nun kam der Bachelorstudiengang Arboristik dazu, der sich mit Stadtbäumen und Grünanlagen im urbanen Raum beschäftigt. Als neuer Masterstudiengang wurde Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung eingeführt, der die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt auf regionaler Ebene untersucht. Gerade bei diesen beiden Studiengängen zeigt sich die Innovationskraft der HAWK beide sind innerhalb Deutschlands einmalig. Mit dem neuen Studienschwerpunkt änderte sich im selben Jahr 2003 auch der Name Fakultät Ressourcenmanagement steht seitdem auf den Visitenkarten.

2005 wurde ein weiterer Masterstudiengang hinzugefügt: Auch Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien stellt eine Neuerung innerhalb der deutschen Hochschullandschaft dar. Zwar gibt es das Fach auch an anderen Institutionen, doch nur in Göttingen werden komplette Prozessketten von der Rohstoffbereitstellung bis hin zur Nutzung von Strom, Wärme und Kraftstoffen im Unterricht behandelt.
Dass das damals aktuell gewordene Thema erneuerbare Energien nun auf dem Lehrplan der Fakultät stand, ist Beleg für die Innovationskraft der Hochschule, die eine zukunftsgerichtete Lehre nahe der beruflichen Wirklichkeit anbietet. Die Absolventen sollen sich durch das Studium optimal in der realen Arbeitswelt zurecht finden und schnell in einen geeigneten Job einsteigen. Daher wird an der HAWK Fakultät Ressourcenmanagement seit jeher großen Wert auf die Vernetzung zu potentiellen Arbeitgebern gelegt.
Ein weiteres Merkmal ist der hohe Praxisbezug innerhalb des Studiums. Neben den 20 hauptamtlichen Professorinnen und Professoren stellen heute 60 Lehrbeauftragte sicher, dass die praktische Erfahrung bei der Ausbildung im Fokus steht.

Veränderungen im Berufsbild spiegeln sich in der Lehre

Auch auf die Veränderung von Berufsbildern reagiert die Hochschule. So wurden dort in den 70er und 80er Jahren Forstwirtschaftler ausgebildet, die nach ihrem Studium relativ sicher einen Job als Revierförster antreten konnten. Als sich die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt in den 90er Jahren verschlechterte, passt die Hochschule mit der Installation neuer Vertiefungsschwerpunkte das Lehrangebot an. Damit eröffneten sich für die Absolvent/inn/en mehr Möglichkeiten, um zum Beispiel eine Anstellung im Landschaftsschutz oder in der privaten Wirtschaft zu erhalten.

Weiterhin führte der Fachbereich in dieser Phase den Ergänzungsstudiengang Ökologische Umwelt-und Landschaftsplanung ein, den Forstwirtschaftsabsolventen häufig nutzten, um ihre fachliche Qualifikation bis zum Berufseinstieg weiter auszubauen.

Weil es selbst für Förster/innen nicht mehr unbedingt üblich ist, ihr Leben lang in Deutschland zu arbeiten, wurde mit der Zeit auch die forstwirtschaftliche Ausbildung um eine interkulturelle Ebene erweitert. Für alle Studiengänge der HAWK Fakultät Ressourcenmanagement gehört daher heute eine internationale Ausrichtung zu den Kerngedanken in der Lehre. So entstand durch die Vernetzung mit internationalen Partnerhochschulen die Möglichkeit, Exkursionen, Studienaufenthalte oder Praktika im Ausland zu absolvieren.

Heute gibt es drei Bachelor- und zwei Masterstudiengänge

Bis heute haben 4790 Absolvent/inn/en ihr Studium an der HAWK Fakultät Ressourcenmanagement erfolgreich abgeschlossen. Aus dem kleinen Fachbereich, der weniger Studierende hatte als heute Schüler in einer Schulklasse sitzen, wurde eine leistungsstarke und interdisziplinäre Fakultät, die sowohl die berufsbezogene Ausbildung als auch die wissenschaftliche Forschung in den Mittelpunkt stellt. Somit vereinen sich heute unter dem Dach der Fakultät Ressourcenmanagement die drei Bachelorstudiengänge Forstwirtschaft, Arboristik und Wirtschaftsingenieurwesen und die beiden Masterstudiengänge Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung sowie Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien, die insgesamt so gut nachgefragt sind, dass die Fakultät mit 800 Studierenden zu 100 Prozent ausgelastet ist. Startete die Fakultät mit einer guten Hand voll, so arbeiten heute 36 Mitarbeiter/innen in der Technik und Verwaltung sowie als wissenschaf

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