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Gerda Henkel Stiftung fördert wissenschaftlichen Nachwuchs in Afrika und Südostasien

29.04.2014 - (idw) Gerda Henkel Stiftung

Zum einhundertsten Geburtstag der Stifterin Lisa Maskell größtes internationales Doktorandenprogramm der Stiftungsgeschichte

Die Gerda Henkel Stiftung stellt 2,5 Millionen Euro für ein Stipendienprogramm zur Förderung junger Geisteswissenschaftler aus Afrika und Südostasien zur Verfügung. Es handelt sich um die größte internationale Förderinitiative für Doktorandinnen und Doktoranden in der Geschichte der Stiftung. Mit dem Programm erinnert die Gerda Henkel Stiftung an ihre Stifterin Lisa Maskell (19141998), die am morgigen 30. April 100 Jahre alt geworden wäre. Ziel ist es, die Hochschullandschaft der Partnerländer zu stärken und der Abwanderung qualifizierter junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entgegenzuwirken. Zunächst erhalten 25 Doktorandinnen und Doktoranden hauptsächlich aus Äthiopien, Botswana, Ghana, Kenia, Malawi, Nigeria, Sambia Südafrika, Tansania und Uganda in den kommenden Jahren ein dreijähriges Lisa Maskell Stipendium an der renommierten Universität Stellenbosch, Südafrika. Die Graduate School of Arts and Social Sciences der Universität Stellenbosch koordiniert das Programm. In den kommenden Monaten wird die Gerda Henkel Stiftung das Lisa Maskell Stipendienprogramm erweitern und gemeinsam mit Hochschulstandorten in Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Osttimor, auf den Philippinen, in Thailand und Vietnam einen Schwerpunkt zur Förderung von Doktorandinnen und Doktoranden in Südostasien einrichten. Insgesamt stellt die Stiftung damit Fördermittel für 100 Stipendienjahre bereit.

Die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern war unserer Stifterin ein wesentliches Anliegen, so Dr. Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung. Im Gegensatz zu den meisten deutschen Stiftern verfügte sie, dass ihr Vermächtnis auch der Unterstützung ausländischer Forscherinnen und Forscher gewidmet sein sollte. Diesem Gedanken möchten wir mit den Lisa Maskell Stipendien gerecht werden.

Gesichter der Nachwuchsförderung die Initiative 100 Doktoranden
In den fast 40 Jahren ihres Bestehens hat die Gerda Henkel Stiftung über 1.000 Doktorandinnen und Doktoranden mit Stipendien gefördert. In einer zweiten Initiative zu Ehren Lisa Maskells hat die Geschäftsstelle der Gerda Henkel Stiftung 100 ehemalige Promotionstipendiatinnen und -stipendiaten eingeladen, auf die Arbeit an ihrer Dissertation zurückzublicken. Für viele von ihnen war die Promotion der Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn. Vom 30. April an kommt 100 Tage lang täglich einer von "100 Doktoranden" mit persönlichen Eindrücken zu Wort: http://www.gerda-henkel-stiftung.de.

Lisa Maskell (19141998) hat die Gerda Henkel Stiftung im Juni 1976 zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel (18881966) als gemeinnützige Stiftung des privaten Rechts in Düsseldorf errichtet. Lisa Maskell war eine Enkelin des Fabrikanten Fritz Henkel, der 1876 in Aachen die Firma Henkel & Cie. gegründet hatte. 1878 wurde das Unternehmen nach Düsseldorf verlegt, dem heutigen Stammsitz der Henkel AG & Co. KGaA. Sitz der Geschäftsstelle der Gerda Henkel Stiftung ist bis heute das Elternhaus der Stifterin in der Malkastenstraße 15 in Düsseldorf. Gerda Henkel stammte aus der bekannten Düsseldorfer Künstlerfamilie Janssen, und auch Lisa Maskell hatte als Schülerin des Bildhauers Ewald Mataré eine hohe Affinität zu den Kunst- und Kulturwissenschaften. Sie widmete ihre Stiftung der Förderung der Geisteswissenschaften, insbesondere den Historischen Wissenschaften Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Historische Islamwissenschaften und Rechtsgeschichte.

Die Gerda Henkel Stiftung ist eine von der heutigen Henkel AG & Co. KGaA unabhängige, gemeinnützige Einrichtung privaten Rechts mit Sitz in Düsseldorf. Seit Gründung der Stiftung wurden weltweit rund 6.000 Forschungsprojekte mit über 120 Millionen Euro unterstützt. Die Gerda Henkel Stiftung ist in Deutschland und international tätig. Projekte, die qualifizierten jungen Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit zu wissenschaftlicher Arbeit und zur Verbesserung ihrer beruflichen Ausbildung bieten, finden bei der Vergabe von Fördermitteln besondere Beachtung.


Kontakt:

Gerda Henkel Stiftung
Pressestelle
Dr. Sybille Wüstemann
Malkastenstraße 15
40211 Düsseldorf
Tel.: +49 211 93 65 24 19
Fax: +49 211 93 65 24 44
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de Weitere Informationen:http://www.gerda-henkel-stiftung.de/fellowshipshttp://www.gerda-henkel-stiftung.de/presse
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