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25 Jahre Frauenförderung an der Universität Tübingen

30.04.2014 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Gleichstellungsbüro an der Hochschule feiert Jubiläum Vorreiterrolle für die Universität Tübingen: Seit 25 Jahren setzt sich das Gleichstellungsbüro für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Studium an der Universität Tübingen ein. Am 1. Mai 1989 nahm hier die erste Frauenbeauftragte an einer Hochschule in Baden-Württemberg ihre Arbeit auf. Die erste auf diesem Posten war die Erziehungswissenschaftlerin Professorin Doris Knab, ihre erste Mitarbeiterin war Beate Binder. Schon im Jahr 1986 hatte der damalige Präsident der Universität Tübingen Adolf Theis vorgeschlagen, einen Frauenförderplan zu entwerfen. Dieser wurde 1988 vom Senat der Universität umgesetzt.

Aufgabe des Gleichstellungsbüros ist, die Universität bei ihrem Auftrag zu unterstützen, die Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wissenschaft und Studium herzustellen. Dies erfolgt beispielsweise über ein Controlling der Berufungsverfahren, ganz klassisch über Förderprogramme für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Studentinnen und mit Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Daneben gibt es für die Belange des nichtwissenschaftlichen Dienstes die Beauftragte für Chancengleichheit.

Im vergangenen Vierteljahrhundert ist das Gleichstellungsbüro kontinuierlich gewachsen. Inzwischen arbeiten in der Einrichtung vier Mitarbeiterinnen, eine weitere Mitarbeiterin im Familienbüro. Parallel dazu hat auch die Zahl der Wissenschaftlerinnen an der Universität Tübingen zugenommen. Seit die erste Frauenbeauftragte ihre Arbeit aufgenommen hat, ist der Anteil der Frauen unter den Professoren von weniger als drei Prozent auf 17,2 Prozent gestiegen. Bis 2018 hat sich die Universität zum Ziel gesetzt, mindestens 30 Prozent der Lehrstühle an Frauen zu vergeben. Auf der mittleren und oberen Leitungsebene sollen bis 2018 die Hälfte aller Posten mit Frauen besetzt sein.

Aktuell läuft die Auditierung der Universität als Familiengerechte Hochschule. In diesem Zusammenhang will die Universität die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Verwaltungsmitarbeiter weiter verbessern.

Wichtige Meilensteine des Gleichstellungsbüros an der Universität Tübingen:

1988: Der Senat der Universität Tübingen beschließt den ersten Frauenförderplan
1989: Prof. Dr. Doris Knab wird die erste Frauenbeauftragte
1994: Die Universität Tübingen vergibt als erste deutsche Hochschule einen Frauenförderpreis
2001: Die Universität Tübingen erneuert ihren Frauenförderplan und führt verbindliche Ziel- und Zeitvorgaben ein
2007: Einführung des Programms TEA Teaching Equality, mit dem junge Wissenschaftlerinnen gefördert werden
2011: Die Universität Tübingen wird Mitglied im Best Practice Club Familie in der Hochschule
2012: Das Zentrum für Gender- und Diversityforschung wird gegründet
2013: Einrichtung des Familienbüros

Kontakt (vormittags):
Melanie Stelly
Gleichstellungsbüro der Universität Tübingen
Wilhelmstr. 26 72074 Tübingen
Telefon +49 7071 29-74958
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