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IAMO-Nachwuchsforscher für Nobelpreisträgertagung nominiert

07.05.2014 - (idw) Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

IAMO-Wissenschaftler Florian Schierhorn trifft Nobelpreisträger in Lindau Nachwuchswissenschaftler Florian Schierhorn vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) gehört zu den ausgewählten jungen Spitzenforschern, die an der 5. Nobelpreisträgertagung in den Wirtschaftswissenschaften (5th Lindau Meeting of the Winners of the Sveriges Riksbank Prize in Economic Sciences) vom 19. bis 23. August in Lindau teilnehmen dürfen.

Die Nobelpreisträgertagungen werden seit 1951 jährlich in Erinnerung an Alfred Nobel in Lindau am Bodensee ausgerichtet, zum 5. Mal findet ein Treffen speziell für Wirtschaftswissenschaftler statt. Weltweit einmalig treffen hier in diesem Jahr 480 exzellente Nachwuchswissenschaftler aus mehr als 80 Ländern auf 19 Nobelpreisträger zum interkulturellen und generationenübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die 480 jungen Wissenschaftler konnten sich in einem mehrstufigen und internationalen Auswahlverfahren durchsetzen. Schierhorn, der als Doktorand der Abteilung Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum am IAMO tätig ist, wurde von seinen Betreuern Prof. Dr. Alfons Balmann und Dr. Daniel Müller erfolgreich zur Teilnahme vorgeschlagen.

Bei seiner Forschungsarbeit treibt Schierhorn die Frage um, wie sich angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung die Nahrungsmittelproduktion steigern und gleichzeitig negative Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich halten lassen. Dabei hat er vor allem die Potenziale der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion im Blick, die über weitläufige brachliegende Ackerflächen verfügen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelte er ein Modell, mit dem sich die räumliche Verteilung der Brachflächen und damit die landwirtschaftlichen Potenziale der Region besser abschätzen lassen. Das Modell ermöglicht zudem das Ausmaß der Kohlenstoffemissionen zu bemessen, die mit einer Wiederbewirtschaftung der Brachflächen verbunden wären. Die Ergebnisse der Studie sind unter dem Titel Post-Soviet cropland abandonment and carbon sequestration in European Russia, Ukraine and Belarus im renommierten Fachjournal Global Biogeochemical Cycles erschienen.

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Weitere Informationen
http://www.lindau-nobel.org/2014_Lindau_Meeting__Economics.AxCMS?ActiveID=2781

Bildmaterial
Florian Schierhorn. Foto: Andreas Stedtler
http://www.iamo.de/fileadmin/Presse/Florian_Schierhorn_Foto_Andreas_Stedtler.jpg

Publikation
Schierhorn, F., Müller, D., Beringer, T., Prishchepov, A., Kuemmerle, T., Balmann, A. (2013): Post-Soviet cropland abandonment and carbon sequestration in European Russia, Ukraine and Belarus, Global Biogeochemical Cycles, Vol. 27. http://dx.doi.org/10.1002/2013GB004654

Über das IAMO
Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) widmet sich der Analyse von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungsprozessen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie in den ländlichen Räumen. Sein Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der sich erweiternden EU über die Transformationsregionen Mittel-, Ost- und Südosteuropas bis nach Zentral- und Ostasien. Das IAMO leistet dabei einen Beitrag zum besseren Verständnis des institutionellen, strukturellen und technologischen Wandels. Darüber hinaus untersucht es die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Agrar- und Ernährungssektor sowie die Lebensumstände der ländlichen Bevölkerung. Für deren Bewältigung werden Strategien und Optionen für Unternehmen, Agrarmärkte und Politik abgeleitet und analysiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 gehört das IAMO als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft an.

Bitte beachten Sie: Im Januar 2014 wurde das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa in Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien umbenannt. Die Institutsabkürzung IAMO bleibt weiterhin gültig.

Ansprechpartner
Florian Schierhorn
Tel.: +49 345 2928-335
Fax: +49 345 2928-399
schierhorn@iamo.de

Pressekontakt
Britta Paasche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 345 2928-329
Fax: +49 345 2928-499
presse@iamo.de Weitere Informationen:http://www.lindau-nobel.org/2014_Lindau_Meeting__Economics.AxCMS?ActiveID=2781 - 5. Nobelpreisträgertagung in den Wirtschaftswissenschaftenhttp://www.iamo.de/fileadmin/Presse/Florian_Schierhorn_Foto_Andreas_Stedtler.jpg - Bildmaterial: Florian Schierhorn. Foto: Andreas Stedtlerhttp://dx.doi.org/10.1002/2013GB004654 - Publikation "Post-Soviet cropland abandonment and carbon sequestration in European Russia, Ukraine and Belarus"http://www.iamo.de - IAMO Anhang
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