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Jade2Pro: Eigenes Promotionsprogramm an einer Fachhochschule

08.05.2014 - (idw) Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

Wilhelmshaven.Oldenburg.Elsfleth. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat die Jade Hochschule jetzt ein eigenes Promotionsprogramm Jade2Pro ausgeschrieben.

Insgesamt sind darin 24 Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses geschaffen worden. Diese werden einem Lehr- und Forschungsgebiet zugeordnet und dort auch in der Lehre eingesetzt, um einen Bezug zu den Studiengängen herzustellen, erklärt Vizepräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee, der das Programm an der Jade Hochschule auf den Weg gebracht hat. Die Promotion erfolgt dann in Zusammenarbeit mit einer Universität, wird aber von einem Professor oder einer Professorin der Jade Hochschule betreut. Dieses Promotionsprogramm ergänzt den fehlenden Mittelbau der Jade Hochschule und fördert die fachliche Schwerpunktbildung, ergänzt Weisensee.

Die Promotionsvorhaben werden für eine Dauer von drei Jahren geplant und mit maximal 70.000 Euro pro Jahr gefördert, wobei die eingereichten Anträge von einem externen Gutachterteam geprüft werden. Derzeit sind bereits sechs Vorhaben bewilligt worden, weitere Anträge befinden sich in der Prüfung.

In seinen Empfehlungen zur Rolle der Fachhochschulen im Hochschulsystem schlägt der Wissenschaftsrat ausdrücklich die Erhöhung der Forschungskraft an Fachhochschulen vor. Auf diesem Hintergrund hatte sich die Jade Hochschule entschlossen, das Konzept der forschenden Lehre in einem neuen Programm zu realisieren. Hierfür stellt die Jade Hochschule rund acht Millionen Euro aus Haushalts- und Hochschulpakt 2020-Mitteln zur Verfügung.

Als erster soll der wissenschaftliche Mitarbeiter der Jade HS Peter Lorkowski (M.Sc.) unter der Betreuung von Prof. Dr. Thomas Brinkhoff vom Fachbereich Bauwesen und Geoinformation promovieren. Externer Partner für das Promotionsvorhaben ist Prof. Dr. Manfred Ehlers von der Universität Osnabrück.

Die Dissertation hat den Arbeitstitel Complex Event Processing für die Umweltbeobachtung mittels Geosensoren und befasst sich mit einer wichtigen Fragestellung in der Geoinformatik. Die Umwelt wird von immer mehr Sensoren beobachtet, die beispielsweise verschiedene Schadstoffkonzentrationen messen können. Dadurch entsteht ein Strom von raum- und zeitbezogenen Daten, die vom Umfang her häufig nicht mehr mit herkömmlichen Geoinformationssystemen in vertretbarer Zeit verarbeitet und analysiert werden können.
Um relevante Ergebnisse auch in Echtzeit erkennen zu können und in ihrer Ausdehnung möglichst genau zu bestimmen, ist es daher erforderlich, neuartige Verfahren der Datenverarbeitung mit raumbezogenen Analyseverfahren auf geeignete Art miteinander zu kombinieren. So kann z.B. erkannt werden, dass für eine bestimmte Zone Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

Studierende des Masterstudienganges Geodäsie und Geoinformatik werden u.a. durch Lehrprojekte in das Promotionsvorhaben mit einbezogen. Weitere Informationen:http://www.jade-hs.de/forschung-transfer/forschungsfoerderung/jade-promotionspro...
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