Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 15. Dezember 2017 

Gleichstellungspolitik in einer veränderten Wissenschaftslandschaft

08.05.2014 - (idw) GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Aktueller Sammelband präsentiert Forschungsergebnisse zu Hochschulentwicklung, Professionalisierung und Geschlechtergerechtigkeit: Die Gleichstellungspolitik von Hochschulen sieht sich durch neue Anforderungen und veränderte Governance-Strukturen vor die Aufgabe gestellt, ihre Strukturen und institutionellen Formen neu auszuhandeln. Die aktuell erschienene Publikation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse zu Hochschulentwicklung, Professionalisierung und Geschlechtergerechtigkeit und verknüpft diese mit Praxisberichten zur Gleichstellungsarbeit an Hochschulen. Strukturen und institutionelle Formen an deutschen Hochschulen, die das Thema der Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung bearbeiten, befinden sich im Wandel. Neben den gewählten und weisungsunabhängigen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, die ihr Amt je nach landesrechtlichen Vorgaben als Hauptamt, Neben- oder Ehrenamt ausfüllen, werden Stabsstellen, Pro-Rektorate und Funktionsstellen sowohl in der zentralen Verwaltung als auch in einzelnen Einheiten wie Graduiertenschulen oder Exzellenzclustern eingesetzt. Parallel wird das Amt der Gleichstellungsbeauftragten neu ausgestaltet, indem über Projektmittel oder hochschulinterne Ressourcen an einigen Hochschulen das Büro der Gleichstellungsbeauftragten personell ausgeweitet wird. Für Themen wie Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf oder Dual-Career-Couples werden zum Teil spezialisierte Einheiten gebildet; an anderen Hochschulen wird das Thema Geschlechtergleichstellung in einen Diversity-Ansatz eingebunden.
Diese Veränderungen stehen zum einen in Zusammenhang mit erhöhten Qualitätsanforderungen an die Gleichstellungsarbeit der Hochschulen durch das Professorinnenprogramm, die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG oder die gleichstellungspolitischen Anforderungen aus der Exzellenzinitiative, welche insgesamt die Strategien und Erfolge gleichstellungspolitischer Arbeit an den Hochschulen in den Blick des Hochschulmanagements rücken. Zum anderen lassen sich diese Entwicklungen auch in die Veränderungen der Governance-Mechanismen und die Professionalisierung des Hochschulmanagements einordnen.
Der Sammelband führt aktuelle Forschungsergebnisse zu dem Themenkreis Hochschulentwicklung, Governance, Professionalisierung und Geschlechtergerechtigkeit unter dem Fokus der Gleichstellungspolitik an Hochschulen zusammen und verknüpft diese mit reflektierenden Praxisberichten.
Die Publikation entstand im Rahmen des Projektes Hochschulische Gleichstellungsstrukturen im Wandel, das 2011-2013 aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union unter dem Förderkennzeichen 01FP1080/81 gefördert und am Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS in der GESIS durchgeführt wurde.
Bibliographische Angaben:
Löther, Andrea; Vollmer, Lina (Hrsg.): Gleichstellungsarbeit an Hochschulen. Neue Strukturen neue Kompetenzen. cews.Beiträge Frauen in Wissenschaft und Forschung, Band 6, Verlag Barbara Budrich 2014. 256 Seiten. Kart. , 33,00 (D), 34,00 (A), ISBN 978-3-8474-0151-3

Ansprechpartnerinnen:
GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Lina Vollmer
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS
Lina.Vollmer@gesis.org
Andrea Löther
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS
andrea.loether @gesis.org

*****
Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung, Center of Excellence Women and Science (CEWS) ist Teil von GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Gegründet wurde das CEWS im Jahr 2000. Es steht als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Angeboten zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum bietet zielgruppenadäquate Informations- und Beratungsleistungen zu Fragen der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung.
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften ist die größte deutsche Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften und steht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Bereich der Sozialwissenschaften mit Expertise und Dienstleistungen beratend zur Seite. GESIS unterstützt vor allem Forschung, die auf gesellschaftlich relevante Fragen ausgerichtet ist mit Expertise zu neuesten wissenschaftlichen Methoden, hochwertigen Daten und aktuellen Forschungsinformationen.
GESIS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und unterhält institutionelle und projektbezogene Kooperationen mit vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. GESIS ist an wichtigen europäischen Projekten wie u.a. dem European Social Survey (ESS), der European Value Study (EVS), dem europäischen Archivverbund CESSDA, dem OECD-Projekt Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) oder dem von der Europäischen Kommission geförderten Projekt Data without Boundaries beteiligt. Weitere Informationen:http://www.gesis.or/cews Homepage von CEWShttp://www.budrich-verlag.de/upload/files/artikel/00000938_010.pdf?SID=5e0d239b7... Inhaltsverzeichnis des Sammelbandes Anhang

CEWS-Logo
uniprotokolle > Nachrichten > Gleichstellungspolitik in einer veränderten Wissenschaftslandschaft
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/277692/">Gleichstellungspolitik in einer veränderten Wissenschaftslandschaft </a>