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Kooperation an der Schnittstelle zwischen Fahrzeug- und Produktionstechnologie

08.05.2014 - (idw) Karlsruher Institut für Technologie

Neue Produktionsprozesse zu bewerten sowie Industrialisierungskonzepte für innovative Technologien im Automobilbau zu entwickeln, ist Ziel einer neuartigen Kooperation zwischen dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Daimler AG: Die Industry Fellowship GoTech4DAI Global Technology Monitoring for Dynamic Automotive Industries schlägt eine Brücke zwischen den Disziplinen und zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Industry Fellow ist Dr. Steven Peters, Oberingenieur am wbk Institut für Produktionstechnik des KIT. Meine Aufgaben liegen an einer doppelten Schnittstelle zwischen Fahrzeug- und Produktionstechnologie sowie zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, erklärt Dr. Steven Peters. Am wbk des KIT arbeitet Peters im Forschungsbereich Produktionssysteme unter der Leitung von Professorin Gisela Lanza und führt 15 Ingenieure. In der Industry Fellowship GoTech4DAI erforscht Peters Methoden zur Bewertung neuer Produktionstechnologien, die noch unreif, das heißt im Hinblick auf Kosten, Qualität oder Flexibilität noch nicht für eine Serienproduktion geeignet sind.

Gemeinsam mit dem Center Produktions- und Werkstofftechnik (PWT) sowie der Konzernforschung (RD) der Daimler AG entwickelt er Industrialisierungskonzepte für neue Technologien im Automobilbau. Als Beispiel dienen die künftigen Baureihen von Mercedes-Benz mit ihren komplexen Antriebstechnologien. Eine zentrale Rolle spielt auch der intelligente Multi-Material-Leichtbau, der darauf zielt, für jedes Bauteil den am besten geeigneten Werkstoff einzusetzen.

Mit GoTech4DAI bauen das KIT und die Daimler AG ihre langjährige intensive Zusammenarbeit weiter aus. Initiatoren und Promotoren sind Professorin Gisela Lanza, Institutsleiterin am wbk des KIT, und Professor Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. Gisela Lanza, Mitglied der Forschungsunion Wirtschaft Wissenschaft der Bundesregierung und bis 2012 selbst als Shared-Professorin bei der Daimler AG tätig, unterstreicht die Bedeutung der sogenannten Shared-Modelle aus der Sicht des KIT: Ich glaube, dass gerade im Maschinenbau durch die enge Anbindung der Forschung an die Industrie ein nachhaltiger Mehrwert für beide Seiten generiert werden kann. Dieses Verständnis hat am KIT und speziell am wbk eine lange Tradition.

Als ein Shared-Instrument des KIT ermöglichen Industry Fellowships herausragenden Nachwuchswissenschaftlern eine enge Anbindung ihrer Forschung an industrielle Anwendungen sowie einen zeitnahen Wissenstransfer von der Forschung in die Industrie und umgekehrt. Dr. Dieter Steegmüller, Leiter der PWT der Daimler AG, sieht in der Zusammenarbeit einen gemeinsamen Beitrag für das übergeordnete Ziel, die Entwicklung von Produktionsverfahren zukünftig noch früher im Entstehungsprozess neuer Fahrzeuge zu berücksichtigen. Dr. Christian Hahner, als Direktor in der Konzernforschung der Daimler AG unter anderem für Forschungsstrategie und Technologie-Management verantwortlich, hebt das große Potenzial dieser innovativen Zusammenarbeit für beide Seiten hervor.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung Lehre Innovation. Anhang

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