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Zweite Amtszeit für Rektor und Kanzler der RWTH

09.05.2014 - (idw) Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Der Senat der Aachener Hochschule bestätigte Rektor Ernst Schmachtenberg und Kanzler Manfred Nettekoven in ihren Ämtern. In seiner 4. Sitzung des laufenden Amtsjahres hat der Senat der RWTH Aachen unter Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. rer.nat. Ulrich Simon zwei wichtige Personalentscheidungen bestätigt: Rektor Prof. Ernst Schmachtenberg und Kanzler Manfred Nettekoven werden eine zweite Amtszeit antreten.
Die Personen für das Amt des Rektors und des Kanzlers werden jeweils von einer paritätisch besetzten Findungskommission, bestehend aus Vertretern des Hochschulrates und des Senats, vorgeschlagen. Die anschließende Wahl durch den Hochschulrat muss dann vom Senat bestätigt werden. Die Verfahren für die beiden Ämter finden getrennt statt und standen jetzt zufällig gleichzeitig auf der Tagesordnung.

Rektor Ernst Schmachtenberg
Der Hochschulrat hatte Prof. Schmachtenberg im März gewählt, die Bestätigung durch den Senat erfolgte am 8. Mai 2014. Die zweite Amtszeit des Rektors beginnt am 1. August 2014 und beträgt, wie im Hochschulgesetz festgeschrieben, vier Jahre.
Als Prof. Schmachtenberg 2008 die Leitung der RWTH übernahm, hatte die Hochschule gerade erfolgreich an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder teilgenommen. 2012 war die RWTH dann unter seiner Leitung zum zweiten Mal in allen drei Förderlinien erfolgreich.
Die Hochschule erfuhr in den letzten acht Jahren auch ein beachtliches quantitatives Wachstum: Die Zahl der Studierenden stieg von 31.000 (2008) auf über 40.000 (2013). Die Zahl der Abschlüsse wuchs inklusive der Promotionen von 4.161 (2008) auf 7.063 (2013).
Der enorme Anstieg der Studierendenzahlen und das erklärte Ziel, die Lehre maßgeblich zu verbessern, waren der Anlass für viele Maßnahmen. Die Förderung durch den erfolgreich absolvierten Wettbewerb exzellente Lehre im Jahr 2009 und vor allem die erfolgreiche Antragstellung beim Qualitätspakt Lehre 2011 ermöglichte die Umsetzung zahlreicher Projekte. Im letzten Jahr konnte die Hochschule zudem 100 Millionen Euro an Projektmitteln für die Lehre verbuchen.

Ein weiteres Thema von überregionaler Sichtbarkeit ist der RWTH Aachen Campus. Hier schafft die Universität ein einzigartiges Leistungsangebot zur Kooperation von Hochschule und Wirtschaft in fachspezifischen Clustern. Auf dem Campus Melaten ist bereits das erste Teilprojekt auf einer Fläche von 473.000 Quadratmetern realisiert, das Cluster Medizintechnik und das Cluster Logistik wurden bereits eröffnet.

"Ich freue mich sehr, dass mir die RWTH und ihre Gremien das Vertrauen für eine weitere Amtszeit als Rektor schenken, kommentiert Prof. Schmachtenberg seine Wiederwahl. In meiner ersten Amtszeit konnten wir gemeinsam viel erreichen. Wir haben die Strategie RWTH 2020 erarbeitet und damit die wichtigen Ziele für die Zukunft markiert. Hierauf aufbauend waren wir im Exzellenzwettbewerb erneut erfolgreich. In Lehre und Forschung verzeichnen wir erhebliches Wachstum, was mehr Belastung, aber doch auch mehr Erfolg in Form von Absolventen und Erkenntnissen mit sich brachte. Dies war nur möglich durch die beispielhafte Zusammenarbeit aller Mitglieder dieser Hochschule. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich Rektor dieser RWTH in dieser Zeit sein durfte.

Und mit Blick auf die kommende Amtszeit fügt der Rektor hinzu: Nach vorne schauend ist mir klar: Die Herausforderungen werden wachsen, wenn ich nur an die knappen Kassen im Land und die Fluktuation der Studierendenzahlen denke. Aber weiterhin gilt es, unsere großartigen Chancen zu nutzen: Durch die Vollendung der integrierten interdisziplinären technischen Universität, den Aufbau des Industrie-Campus und die Entwicklung der RWTH mit ihren Partnern, dem Universitätsklinikum und dem Forschungszentrum Jülich, sowie den vielen weiteren angegliederten Forschungseinrichtungen werden wir zur einer der international nachgefragtesten Adressen im Wissenszeitalter des 21. Jahrhunderts. Dabei baue ich weiterhin auf die Unterstützung unserer Förderer in Land, Bund und EU wie auch unserer vielen Partner aus Industrie und Wirtschaft.
Es bleibt also spannend, Chancen und Risiken liegen dicht beieinander. Aber mit der Gewissheit, aus dem großen See neuer Erkenntnisse und Technologien schöpfen zu können, und mit so vielen kompetenten und motivierten RWTH´lern an meiner Seite ist doch klar: Die Chancen über-wiegen, wir müssen nur so aufgestellt sein, dass wir sie erkennen, ergreifen und daraus unsere Zukunft formen!"

Kanzler Manfred Nettekoven

Die Wiederwahl von Manfred Nettekoven durch den Hochschulrat fand im April statt und wurde durch den Senat am 8. Mai 2014 bestätigt. Die zweite Amtszeit des Kanzlers beginnt am 1. Oktober 2014 und beträgt acht Jahre.

Während der ersten Amtsperiode des Kanzlers mussten die Verwaltung und der Haushalt an die Anforderungen einer extrem wachsenden Hochschule angepasst werden. Nicht nur die Zahl der Studierenden stieg auf den Rekordwert von über 40.000, auch bei den Beschäftigten gab es einen Zuwachs von 1.500 Personen. Das Haushaltsvolumen erhöhte sich von 2008 bis 2013 um 317,2 Millionen Euro, wobei allein rund 160 Millionen Euro Drittmittelförderung mehr zu verzeichnen sind.
Diese Expansion erforderte zahlreiche räumliche Veränderungen - angefangen bei neuen Lehr- und Lernräumen bis zum RWTH Aachen Campus. Dazu mussten konzeptionelle und systematische Veränderungen vorgenommen werden. Beispiele hierfür sind die Implementierung neuer Software zur Studierendenverwaltung und des Haushalts.

Ich bedanke mich sehr für das Vertrauen. Dieses ist angesichts vieler, auch mit meiner Person in Beziehung gebrachter belastender Entscheidungen keine Selbstverständlichkeit, betont Manfred Nettekoven anlässlich seiner Wiederwahl und Bestätigung durch den Senat.
Ich freue mich auf die nächsten acht Jahre! Die RWTH hat wunderbare Eigenschaften, vieles lässt sich hier gestalten und im Vergleich zu anderen Hochschulen auch vieles vermitteln.
Damit meine ich ein grundsätzliches Verständnis für die Rolle des Kanzlers, der ja oft als erster für die Folgen neuer gesetzlicher Regelungen oder - schlimmer noch - für finanzielle Rahmenbedingungen verantwortlich gemacht wird.

Zu den Herausforderungen der kommenden Jahre sagt Manfred Nettekoven: Es wird schwieriger werden, denn eine Aufbruchsstimmung wie in Zeiten der Exzellenzinitiative lässt sich nicht beliebig wiederholen. Dazu ändern sich die Vorgaben auf Landes- und Bundesebene gerade. Aber auch die kommende Zeit wird eine gute für die Hochschule werden, wenn ich auch sicher bin, dass wir alle wieder etwas dazulernen. Alles andere wäre einer Universität aber irgendwie auch nicht angemessen, fügt er augenzwinkernd hinzu.
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