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Das UKE feiert 125.Geburtstag: Universitätsmedizin par excellence

12.05.2014 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) feiert seinen 125. Geburtstag. Im Rahmen einer Festwoche wird an die ereignisreiche Geschichte des am 19. Mai 1889 eröffneten Neuen Allgemeinen Krankenhauses Eppendorf erinnert. Erster Höhepunkt ist der Tag der offenen Tür am Sonnabend, 17. Mai. In rund 200 Einzelveranstaltungen ermöglicht das UKE den Hamburgerinnen und Hamburgern und allen weiteren Besuchern vielfältige Einblicke in komplexe Universitätsmedizin, exzellente Forschung und hochmoderne Lehre. Im Namen des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg gratuliere ich dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sehr herzlich zum 125. Geburtstag. Das UKE als größtes Krankenhaus der Stadt, als herausragende Lehr- und Forschungseinrichtung, hat für viele Hamburgerinnen und Hamburger eine ganz besondere Bedeutung. In den vergangenen Jahren hat das UKE in der Patientenversorgung, in der Ausbildung und nicht zuletzt der Forschung national und international Impulse gesetzt. Vorbildlich ist auch die enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg-Harburg sowie mit den regionalen Leibniz-Instituten und dem DESY, sagt Dr. Dorothee Stapelfeldt, Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg.

Dem Geburtstagskind UKE geht es heute richtig gut. Unsere rund 9.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Großartiges, denn die Anforderungen an die moderne Universitätsmedizin sind besonders hoch. Wir haben den Weg vom Pavillonkonzept zu einem modernen Universitätsklinikum mit der Integration vieler medizinischer Disziplinen unter einem Dach geschafft. Und zwar nicht nur räumlich, sondern auch in den Köpfen der UKEler. Der Teamgedanke hat heute eine neue Dimension bei uns erreicht. Dank der Verbesserungen in Patientenversorgung, Forschung und Lehre wird das UKE heute auch international sehr positiv wahrgenommen. Weltweit gibt es eine Entwicklung hin zu einigen wenigen Exzellenzzentren. Da wollen wir ein gewichtiges Wort mitreden, sagt Prof. Dr. Christian Gerloff, Stellvertretender Ärztlicher Direktor und Vorsitzender des UKE-Vorstandes.

Das UKE hat sich in den vergangenen 20 Jahren neu erfunden. Die engere Vernetzung von Klinik, Forschung und Lehre, die wir heute haben, spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Eine große Nähe zur Forschung zeichnet Universitätsmedizin im Vergleich mit allen anderen Krankenversorgungsstrukturen aus. So haben wir uns insbesondere auch im Bereich Forschung und Lehre neu erfunden. Die für unsere Forschung so wichtigen Fördergelder die sogenannten Drittmittel, die die Wissenschaftler mit ihren herausragenden Forschungsprojekten selbst einwerben stiegen in den vergangenen sieben Jahren von 30 auf fast 69 Millionen Euro, der 2012 eingeführte Modellstudiengang begeistert nicht nur Studierende und Lehrende, sondern weckt die Neugier von Experten aus aller Welt. Wir im UKE sind zusammengerückt, Interdisziplinarität ist nicht nur ein Slogan, sondern wird gelebt, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan und Vorstandsmitglied des UKE.

Festwoche aus Anlass des 125. Geburtstages

Das UKE mal von einer ganz anderen Seite erleben, in die Historie des Klinikums eintauchen oder sich von spannenden Experimenten, Mitmach-Aktionen und Workshops inspirieren lassen: Der Tag der offenen Tür am Sonnabend, 17. Mai, macht es möglich. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten seit langem an den unterschiedlichen Aktionen. In den mehr als 190 Aktivitäten, Veranstaltungen, Unterhaltungsprogrammen und Darbietungen spiegelt sich das große Engagement der Beschäftigten.
Der Tag der offenen Tür beginnt um 10 Uhr mit der feierlichen Enthüllung der 16 sogenannten Stolpersteine vor dem Neuen Klinikum durch den Vorstand des UKE und die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt. Die letzte Veranstaltung des Tages fängt um 19 Uhr im Fritz Schumacher-Haus an. Thema des Vortrages von Prof. Dr. Hendrik van den Bussche, früherer Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin, ist Das UKE im Dritten Reich.

Am Montag, 19. Mai, sind über 600 Gäste zum Senatsempfang in das Hamburger Rathaus geladen. Am Freitag, 23. Mai, feiern die rund 9.400 Beschäftigten des UKE und seiner Tochtergesellschaften zusammen mit den 3.300 Studierenden ein großes Jubiläums-Mitarbeiterfest. Das vollständige Programm vom Tag der offenen Tür ist im Internet nachzulesen unter www.uke.de/125. Dort sind auch viele weitere Informationen rund um den 125. Geburtstag des UKE zu finden.

Geschichte des UKE

Das Neue Allgemeine Krankenhaus in Eppendorf (NAK) wurde am 19. Mai 1889 feierlich eröffnet. Für die Planung und Gründung des späteren UKE war Privatdozent Heinrich Curschmann verantwortlich. Betten, Fenster, Ausstattung der Pavillons bis ins kleinste Detail plante er das Krankenhaus und kontrollierte jeden Baufortschritt. Der Hamburger Senat hatte Curschmann auch zum Gründungsdirektor des NAK bestellt. Doch 1888, noch vor der endgültigen Fertigstellung, verließ er Hamburg und folgte einem Ruf auf den Lehrstuhl für Innere Medizin an der Universität Leipzig. Erster Ärztlicher Direktor des NAK wurde dann Alfred Kast.

Prägend für das Neue Allgemeine Krankenhaus war seine innovative Bauweise der sogenannte Pavillon-Stil. Er war jahrzehntelang für viele Krankenhausneubauten in aller Welt Vorbild. Der Pavillon-Stil entsprach der Vorstellung der damaligen Zeit, dass die Heilung von Krankheiten am ehesten durch Licht und Luft gefördert wird. Die 55 Pavillons standen in einem parkähnlichen Gelände.

Seit 1900 wurde der Name Allgemeines Krankenhaus Eppendorf (AKE) verwendet. Am 1. April 1934 erhielt das AKE offiziell die Bezeichnung Universitäts-Krankenhaus Eppendorf. Der Nationalsozialismus brachte entscheidende Veränderungen mit sich: Jüdische Hochschullehrer wurden entlassen und Rassenhygiene durchdrang die Forschung und ärztliche Ausbildung. Während des Zweiten Weltkriegs zerstörten Bomben das Krankenhaus stark. Die Krankenversorgung wurde dennoch ohne Unterbrechung meist in unter- und oberirdischen Bunkern weitergeführt.

Nach Kriegsende wurde das Krankenhaus umfassend erneuert. Viele der alten Pavillons mussten weichen, weil deren weiträumige Verteilung nicht mehr den Anforderungen zeitgemäßer Patientenversorgung entsprach. Seit 2009 bildet das Neue Klinikum das Zentrum des UKE. Hier befinden sich unter anderem eine der größten Notaufnahmen Norddeutschlands, 16 Operationssäle, die Intensivstation und die Entbindungsstation. Auf dem 34 Hektar großen Gelände des UKE sind mehr als 80 Kliniken, Polikliniken und Institute verteilt, die in 14 Zentren organisiert sind.


1889 behandelten 25 Ärzte rund 1.400 Patienten. Heute, 125 Jahre später, arbeiten mehr als 9.400 Menschen im UKE, um jährlich 364.000 Patienten zu betreuen. Die enge Vernetzung von Spitzenmedizin, Forschung und Lehre im UKE macht es möglich, sich ständig weiterzuentwickeln und sicherzustellen, dass die Patienten mit den neuesten Behandlungsmethoden bestmöglich versorgt werden können.
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