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Projekt De-Mail für öffentliches Prozess- und Kundendatenmanagement gestartet

13.05.2014 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Studierende der Verwaltungswissenschaften wollen wissen, ob und wie sichere Kommunikation per E-Mail noch möglich ist. Hierzu startete am Donnerstag, dem 8. Mai 2014, mit Unterzeichnung des Kooperationsvertrags ein Lehr- und Praxisprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. André Göbel am Halberstädter Campus der Hochschule Harz.

Oberbürgermeister Andreas Henke lobte das Projektvorhaben, bei dem die angehenden Verwaltungsökonomen und Verwaltungswirte eine gesicherte Kommunikation zwischen seiner Stadtverwaltung und Unternehmen via De-Mail erproben wollen. Unterstützt werden die Studierenden dabei tatkräftig durch ihren Technologiepartner, die Mentana-Claimsoft GmbH aus Fürstenwalde bei Berlin. Geschäftsführer Jürgen Vogler freut sich über das gemeinsame Projekt mit der Hochschule Harz. Schließlich entspricht dies dem Unternehmensgedanken für innovative Produkte zur gesicherten Kommunikation, so Vogler. Sein Unternehmen war auch das Erste von bislang vier Providern, das durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als Anbieter der De-Mail akkreditiert wurde. In Kooperation mit der brain-SCC GmbH aus Merseburg bietet das Unternehmen als einziger Provider eine Möglichkeit zur mobilen Nutzung von De-Mail an.

Die Debatte um sichere Kommunikation im Internet sowie die zahlreichen Daten- und Abhörskandale der vergangenen Monate haben die Harzer Studierenden neugierig gemacht. Denn seit der Verabschiedung des gleichnamigen De-Mail-Gesetzes im Jahr 2011 ist das umgangssprachlich auch Deutschland E-Mail genannte Verfahren ein professionelles System zur sicheren, vertraulichen und nachweisbaren Kommunikation im Internet. Vergleichbar mit der physischen Briefpost können beim Versand einer De-Mail spezifische Merkmale ausgewählt werden: Versandbestätigung, persönliche Zustellung, Eingangsbestätigung - wie etwa der Rückschein, Absenderbestätigung und Abholbestätigung - vergleichbar mit der Postzustellurkunde, lassen sich nun auch im Internet realisieren, hebt Professor Göbel als Besonderheiten hervor.

Die Studierenden wollen in ihrem Projekt gemeinsam mit dem Unternehmerbüro der Stadt Halberstadt Prozesse der gesicherten Kommunikation zwischen Unternehmen und städtischer Wirtschaftsförderung untersuchen. Die Stadt Halberstadt war im Jahr 2013 die erste Kommune in Sachsen-Anhalt, die über die rechtssichere De-Mail erreicht werden konnte. Das nun gestartete studentische Projekt wird mit Hilfe moderner Prozessmodellierungsmethoden und -werkzeuge der PICTURE GmbH aus Münster sowie neuartiger De-Mail-Kommunikationen per Handy, in Zusammenarbeit mit der brain-SCC GmbH, die Stadt Halberstadt bei der Pilotierung neuer Angebote unterstützen. Geschäftsführer Sirko Scheffler betont, dass erst die Verfügbarkeit der De-Mail auf mobilen Endgeräten zu einer breiten Akzeptanz bei den Anwendern führt. Die De-Mail-App wird hier einen wichtigen Beitrag leisten, um alltagstauglich die De-Mail-Technologie verwenden zu können.

Für die Stadt Halberstadt ist es das Ziel, die offizielle Adresse post@halberstadt.de-mail.de noch attraktiver für die Wirtschaft zu gestalten und die Verwaltung als verlässlichen Standortfaktor für Unternehmen zu festigen.
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