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Leopoldina-Vorlesung: Passen Wissenschaft und Politik zusammen?

13.05.2014 - (idw) Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Politische Entscheidungen werden immer häufiger als evidenzbasiert bezeichnet, sollen also auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Aber wie gestaltet sich das Verhältnis von (Natur-)Wissenschaft und Politik wirklich? Prof. Lord John Krebs wird am Mittwoch, den 21. Mai um 18 Uhr, in der Leopoldina-Vorlesung Do sciences and politics mix? darstellen, wie komplex das Thema ist. Lord Krebs spricht dabei aus Sicht eines Wissenschaftlers, der in leitenden Positionen für britische Institutionen und Behörden gearbeitet hat und unter anderem den Technologieausschuss des britischen Oberhauses leitete. Leopoldina-Vorlesung von Prof. Lord John Krebs Do sciences and politics mix?
Mittwoch, 21. Mai 2014, 18:00 bis 19:00 Uhr
Hauptgebäude der Leopoldina, Vortragssaal
Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Lebensmittelqualität, Klimawandel und Tierseuchen an Beispielen politischen Handelns auf diesen Feldern wird Lord Krebs zeigen, dass die Wissenschaft nur eine von vielen Stimmen ist, die im demokratischen Entscheidungsprozess gehört werden. Zudem machen Meinungsverschiedenheiten zwischen Forschern es zuweilen schwer, der Stimme der Wissenschaft Gehör zu verschaffen, argumentiert Lord Krebs. Dass Hypothesen und Theorien immer wieder auf ihre Gültigkeit überprüft werden müssen, könne zu Fehleinschätzungen der Aussagekraft wissenschaftlicher Erkenntnisse seitens der Politik führen.

Prof. Lord John Krebs studierte Zoologie an der University of Oxford (Großbritannien), wo er im Fach Philosophie promoviert wurde. Nach Tätigkeiten als Assistenzprofessor für Ökologie an der University of British Columbia (Kanada) und Dozent für Zoologie an der University of Wales (Großbritannien) kehrte Krebs nach Oxford zurück. Dort arbeitete er zunächst als Dozent für Zoologie, anschließend als Forschungsprofessor der Royal Society. Lord Krebs war Chef des britischen Natural Environment Research Council, stand an der Spitze der britischen Verbraucherschutzbehörde Food Standards Agency und leitete den Technologieausschuss im Oberhaus des britischen Parlaments, dem House of Lords. Heute ist der Wissenschaftler Professor für Zoologie und Direktor des Jesus College an der University of Oxford.

Die Leopoldina-Vorlesung findet als Auftaktveranstaltung des Symposiums Communication From molecules to organisms statt, das am Folgetag, Donnerstag, 22. Mai, um 11.45 Uhr, beginnt. Das Symposium der Mitglieder der Leopoldina-Klasse II Lebenswissenschaften versteht sich als Forum für den interdisziplinären Austausch. In ihren Vorträgen geben sechs renommierte Wissenschaftler Einblicke in die aktuelle Forschung der Akademie-Mitglieder. Das Symposium richtet sich an alle Interessierten. Weitere Informationen:http://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2210/
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