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Bau-Fachbereiche der Fachhochschule Potsdam wählen Dekane!

16.01.2004 - (idw) Fachhochschule Potsdam

Die Fachbereichsräte der Fachbereiche Architektur und Städtebau und Bauingenieurwesen wählten am Mittwoch, dem 14.
Januar 2004 Dekane und Prodekane.


Prof. Werner Koch
Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt Der Dekan leitet den Fachbereich und führt dessen Geschäfte. Er ist verantwortlich für die Personal- und Verwaltungsangelegenheiten des Fachbereichs und dessen Mittelverwaltung. Er vertritt den Fachbereich nach außen und innerhalb der Hochschule. Zudem ist er Mitglied des Präsidialkollegiums, das die Rektorin in ihrer Arbeit unterstützt. Der Dekan ist dem Fachbereichsrat, von dem er gewählt wird, rechenschaftspflichtig.

Der Fachbereichsrat hat außerdem die Möglichkeiten einen oder mehrere Prodekane zu wählen. Der Prodekan vertritt den Dekan und ist für bestimmte Aufgabengebiete zuständig.

Die Dekane und Prodekane werden für vier Jahre gewählt; ihre Amtszeit beginnt zu Anfang des Sommersemesters, in diesem Jahr am 01. März.

Am Fachbereich Architektur und Städtebau wurde Prof. Werner Koch in seiner 2. Amtszeit zum Dekan gewählt. Als Prodekan wurde Prof. Dr. Hermann Voesgen gewählt.

Der Fachbereichsrat Bauingenieurwesen wählte Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt zum Dekan, Prof. Dr.-Ing. Gunnar Schulz-Terfloth zum Studiendekan und Prof. Dr.-Ing. Klaus Berner zum Prodekan für Planung und Finanzen.

Prof. Werner Koch wurde in seiner 2. Amtszeit zum Dekan gewählt. Zum Prodekan gewählt wurde Prof. Dr. Hermann Voesgen.

Werner Koch, Jahrgang 49, ist seit Januar 1996 Professor für Wandmalerei und historische Architekturfarbigkeit im Studiengang Restaurierung und seit dieser Zeit, bis zur Übernahme des Dekanats, auch Studiengangsleiter und Prodekan im Fachbereich Architektur und Städtebau.
Er hat sich durch zahlreiche Praxis- und Forschungsprojekte ebenso wie durch theoretische Beiträge über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machen können. Werner Koch wirkt ferner seit vielen Jahren engagiert mit an der Präzisierung des Berufsbildes des Restaurators und am Schutz der Berufsbezeichnung. Der Studiengang Restaurierung verfügt unter anderem dank seiner energischen Vorwärtsstrategie inzwischen über ein dichtes Netz von nationalen und internationalen Kooperationen mit Verwaltungen, Werkstätten und wissenschaftlichen Einrichtungen in Potsdam, im Land Brandenburg und Berlin und darüber hinaus. Er sieht sein zukünftiges Aufgabengebiet als wieder gewählter Dekan des Fachbereichs Architektur und Städtebau schwerpunktmäßig in der weiteren Profilierung, Professionalisierung und Internationalisierung der drei Studiengänge des Fachbereichs auf der Grundlage der Evaluation und der Neustrukturierung internationaler Abschlüsse auf Bachelor- und Master-Ebene. Weitergehend sollen trotz der denkbar schlechten materiellen und personellen Rahmenbedingungen die Gründung eines "interdisziplinären" Instituts in der Bauforschung und -erhaltung vorangetrieben und umgesetzt werden. Neben diesen, über die Landesgrenzen hinaus wirkenden Aktivitäten, liegt ein besonderes Augenmerk seiner Tätigkeit auf der Intensivierung des Erscheinungsbildes des Fachbereichs im direkten Potsdamer Umfeld.

Nach dem Abschluss als Dipl. Sozialwissenschaftler arbeitete Hermann Voesgen, Jahrgang 1951, in mehreren Forschungsprojekten an der Universität Oldenburg. Schwerpunkte der Arbeiten waren Fragen der Stadtentwicklung und die Untersuchung neuer Wohnformen. 1986 promovierte er mit einer Arbeit über die Geschichte der Bedürfnistheorien (Bedürfnis und Widerspruch). Zwischen 1989 und 1993 leitete Hermann Voesgen ein Modellprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaften. Mit dem Vorhaben sollten neue Wege in der ländlichen Kulturarbeit entwickelt und erprobt werden. Von 1993-1995 arbeitete er als freiberuflicher Kulturberater und wurde im WS 95/96 zum Professor für Kultur und Projektarbeit im Studiengang Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam berufen. Seit 1999 ist er Leiter des Studiengangs und Prodekan im Fachbereich Architektur und Städtebau. Im Studiengang ist Prof. Dr. Voesgen verantwortlich für Theorie und Praxis der Projektarbeit. Er hat in den letzten Jahren zahlreiche Kulturprojekte in Berlin und Brandenburg initiiert. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Herr Voesgen mit dem Problem der Kontinuität der Projektarbeit. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Arbeitsbedingungen in der "freien" Kulturszene. Seit drei Jahren ist Voesgen im Vorstand von ENCATC (European Network of Cultural Administration Training Centres, Sitz in Brüssel). In seiner zweiten Amtsperiode möchte er "die Internationalisierung unseres Studiengangs vorantreiben. Wir planen die Entwicklung eines internationalen Masterprogramms mit drei europäischen Partnerhochschulen. Die Politik der europäischen Wissenschaftsminister und der Landesregierung zielen zurzeit auf die Standardisierung und Verschulung des Studiums in Europa. Dabei drohen die produktiven Differenzen und Besonderheiten verloren zu gehen. Es ist eine zentrale Herausforderung für Hochschullehrer, die kritische Distanz zur Politik und ökonomischen Verwertung zu kultivieren."

Der Fachbereichsrat des Fachbereichs Bauingenieurwesen wählte Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt zum neuen Dekan. Herbert Staadt will in seinem neuen Amt die Position des Fachbereiches als Kompetenzzentrum in der Region Berlin-Brandenburg stärken und die Außenkontakte des Fachbereiches weiterentwickeln: "Mein besonderes Augenmerk wird der Gestaltung des im Aufbau befindlichen Masterstudiengangs 'Bauerhaltung' gelten. Zudem möchte ich das hohe Qualitätsniveau in der Lehre bewahren und unsere internationalen Kontakte fördern. Die Kommunikation innerhalb des Fachbereiches weiter zu verbessern und die Kontakte zu den Absolventen zu intensivieren, werden weitere Schwerpunkte sein. Zu letzterem veranstalten wir ja auch nächste Woche am Tag der Offenen Tür des Fachbereichs auch ein Absolvententreffen, auf das ich mich schon sehr freue."

Nach dem Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Hochschule Darmstadt war Herbert Staadt, Jahrgang 1947, als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik bei Prof. Dr.- Ing. Retzko an der TU-Darmstadt tätig. 1978 gründete er sein Ingenieurbüro StaadtPlan und begann seine Tätigkeit als beratender Ingenieur für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik. 1979 promovierte er im Fachgebiet Verkehrstechnik. Seit 1994 ist er Professor für Verkehrswesen am Fachbereich Bauingenieurwesen. Er wurde 1988 als Senator der Jaycees International (JCI) ausgezeichnet, 1998 wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht. Prof. Staadt ist Mitglied verschiedener Ausschüsse und Beiräte.

Als Studiendekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen wurde Gunnar Schulz-Terfloth, Jahrgang 1949, wiedergewählt. Dr. Schulz-Terfloth ist seit Februar 1996 Professor für Hydromechanik, Wasserbau und Wasserwirtschaft sowie Abfalltechnik an der FH Potsdam und seit 1998 Prodekan am Fachbereich. Er studierte Bauingenieurwesen und war anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der Technischen Universität Berlin sowie freiberuflich tätig. Nach der Promotion war er Projektleiter am Institut für wassergefährdende Stoffe an der TU Berlin. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Altlasten, der Grundwassermodellierung (Strömungs-/ Stofftransportmodelle), der Abfallwirtschaft, der Wasserwirtschaft und des Gewässerschutzes sowie der Datenverarbeitung. Prof. Schulz-Terfloth ist Obmann eines Fachausschusses des Ingenieurtechnischen Verbandes Altlasten e.V. (ITVA) und Referent des Goethe Instituts, u.a. in Australien und Neuseeland. Der Prodekan nimmt am Fachbereich Bauingenieurwesen die Funktion des Studiendekans war. Das Aufgabengebiet umfasst die Verantwortung für das Prüfungswesen, die Koordination von Lehr- und Lernabläufen und die Studienberatung sowie die Lehrevaluation.

Prof. Dr.-Ing. Klaus Berner, Jahrgang 1954, wurde zum Prodekan für Planung und Finanzen gewählt. Klaus Berner war vor seiner Berufung als Professor für Planung und Konstruktion im Ingenieurbau an die FHP (1992) in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung tätig und zuletzt mit der "Restnutzungsdauer alter genieteter Stahlbrücken" befasst. Dem voraus ging eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet "Statik der Baukonstruktion" und das Studium des Bauingenieurwesens, beides an der TU Berlin. Er war Vorsitzender des Konzils der FHP und von 1994 bis 1998 Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen. Seit 2002 ist Prof. Berner Vorsitzender des Senats der Hochschule.

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