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Barrierefreier Radurlaub: Römer-Lippe-Route im Praxistest

14.05.2014 - (idw) Hochschule Rhein-Waal

Der Tourismusstudent Pascal Tönnissen untersuchte im Rahmen seines Praxissemesters bei der EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel die Barrierefreiheit der Römer-Lippe-Route des Kreises. In einem Praxistest nahm er die Römer-Lippe-Route unter die Lupe und ist der Frage nachgegangen: Ist diese Route auch für Personen mit Handicap geeignet? Kleve/Kamp-Lintfort, 14. Mai 2014: Pascal Tönnissen studiert im sechsten Semester den Studiengang Alternativer Tourismus an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie der Hochschule Rhein-Waal. Zurzeit absolviert er sein Praxissemester bei der EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel. Innerhalb seines Praktikums ist Pascal hauptsächlich in dem Projekt Kreis Wesel am Niederrhein Barrierefrei Erleben tätig. Ziele dieses Projektes sind unter anderem eine geschlossene und barrierefreie Servicekette im Kreis zu entwickeln und bereits bestehende Angebote für gehandicapte Personen zu bündeln. Für den Gast ist es wichtig, alle benötigten Informationen verlässlich und aus einer Hand zu bekommen, erklärt Tönnissen.

Sein Vorwissen aus dem Kurs Inklusion im Tourismus und seine Kenntnisse aus den Veranstaltungen Demografischer Wandel, Soziokulturelle Aspekte und Geographie und Umwelt aus den Studieninhalten der Hochschule Rhein-Waal kann er gut in seinem Praktikum einbringen. Praktische Erfahrungen ermöglichen es, die im Studium erlernten Grundlagen richtig anzuwenden. Außerdem ist mir durch den Studiengang Alternativer Tourismus bewusst geworden, vor welchen Herausforderungen wir bereits jetzt stehen und bedingt durch den Demografischen Wandel in der Zukunft stehen werden. Barrierefreie Angebote sind für 10 Prozent der Gäste unentbehrlich, für 40 Prozent hilfreich und stellen für alle ein Komfortmerkmal dar, sagt der Student.

Pascal Tönnissen begleitete im Rahmen seines Praxissemesters die beiden gehandicapten Leistungssportler Lily Anggreny, Goldmedaillengewinnerin bei den Paralympics 1992 und Nora Hansel, Para-Triathletin auf dem im Kreis Wesel liegendem Teilstück der Römer-Lippe-Route von Schermbeck bis Xanten. Die beiden Leistungssportler testeten die gesamte 295 km lange Römer-Lippe-Route vom Teutoburger Wald bis Xanten. Ziel dabei war es zu überprüfen, inwieweit wirklich alle Urlaubsgäste auf dem Fernradweg zurechtkommen und wie barrierefrei dies für Gäste insbesondere mit Mobilitätseinschränkungen ist. Denn die Römer-Lippe-Route gehört zu den bekanntesten Radfernwegen in Nordrhein-Westfalen und steht alljährlich auf der Wunschliste vieler Radurlauber.

Bei der Tour konnte Pascal Tönnissen wichtige Erkenntnisse gewinnen. Vor Ort sieht man deutlich besser, welche großen Hindernisse beispielsweise zu eng gesetzte Poller oder Kurven mit geringem Wendekreis, für Handbiker, aber auch für Tandems oder Fahrräder mit Anhänger, das Fahren gelegentlich erschweren, erklärt Tönnissen. Bis Ende August arbeitet er noch bei der EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel und wird im Anschluss daran dieses Thema im Rahmen seiner Bachelorarbeit weiter vertiefen. Weitere Informationen:http://www.hochschule-rhein-waal.de
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