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Managementsystem als Baustein für Erhaltung und Instandsetzung von Verkehrswasserbauwerken

15.05.2014 - (idw) Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)

In seinem Festvortrag erläuterte Prof. Heinzelmann zahlreiche Herausforderungen für den Verkehrswasserbau heute und in Zukunft. Voraussetzung für die gewünschte Verkehrsverlagerung auf den Wasserweg sind zuverlässige, leistungsfähige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Wasserstraßen. Hierfür bietet die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) vielfältige Lösungsmöglichkeiten an. Mit dem Aufbau eines Erhaltungsmanagementsystems unterstützen wir die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bei der notwendigen Priorisierung der Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an den Bundeswasserstraßen. Dies sagte der Leiter der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), Prof. Dr.-Ing. Christoph Heinzelmann, in seinem heutigen Festvortrag anlässlich des 35. Duisburger Kolloquiums Schiffstechnik/Meerestechnik. Problematisch ist die Altersstruktur der Verkehrswasserbauwerke: Bei ca. 30 % der Schleusen ist das technische Lebensalter von 100 Jahren bereits erreicht oder überschritten, bei Wehranlagen ist die Altersstruktur ähnlich. Alte Bauwerke sind nicht per se unsicher. Aber sie erfordern mehr Aufmerksamkeit und die Wahrscheinlichkeit, dass Instandsetzungsmaßnahmen notwendig werden, nimmt naturgemäß zu, so Prof. Heinzelmann.
Unsere besondere Methodenkompetenz auf dem Gebiet der Fahrdynamik hilft, Wasserstraßenquerschnitte hinsichtlich Schiffsgröße und Fahrgeschwindigkeit stärker auszunutzen, ohne hierdurch die Sicherheit der Schifffahrt zu gefährden oder Schäden für Infrastruktur und Ökologie zu riskieren. Fragen zur Optimierung des Sedimentmanagements beantworten wir zumeist mit mehrdimensionalen numerischen Simulationsmodellen. Aber auch Naturuntersuchungen und wasserbauliche Modellversuche behalten ihren Platz in unserem Methoden-Werkzeugkasten. Nicht zuletzt stellen uns die ambitionierten Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie für die Fischdurchgängigkeit an Stauanlagen vor ganz neue Herausforderungen. Die vielfältigen Fragen hierzu bearbeiten wir gemeinsam mit den Fischexperten der Bundesanstalt für Gewässerkunde.
Beim diesjährigen Duisburger Kolloquium Schiffstechnik/Meerestechnik ist die BAW erstmals Mitveranstalterin und mit zahlreichen Fachvorträgen am Programm beteiligt. Die enge Verbundenheit mit dem Institut für Schiffstechnik, Meerestechnik und Transportsysteme der Universität Duisburg-Essen hat bereits im letzten Jahr zu einem gemeinsamen Kolloquium am Sitz der BAW in Karlsruhe geführt. Diese wechselseitige Beteiligung wollen wir auch in den nächsten Jahren fortsetzen, um möglichst alle am System Schiff/Wasserstraße beteiligten Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ins Gespräch zu bringen, so Prof. Heinzelmann. Weitere Informationen:http://www.baw.de/de/presse/pressemitteilungen/index.php.html
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