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Professor der Hochschule Harz stellte schöne neue Welt mit Assistenz vor

15.05.2014 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Am Dienstag, dem 6. Mai 2014, feierte die GenerationenHochschule ihren siebten Geburtstag. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann, der kurz die Entwicklung seit der Initiierung der Veranstaltungsreihe im Mai 2007 Revue passieren ließ. Als wir uns vor gut acht Jahren nach dem Start der KinderHochschule im Juni 2006 erstmals mit dem Seniorenbeirat der Stadt Wernigerode unter der Leitung von Renate Schulze zur Planung eines Angebotes für fortgeschrittene Jahrgänge trafen, hätten wir alle nicht gedacht, dass sich aus unserer Idee einer Seniorenakademie ein solche Erfolgsgeschichte entwickelt. Aus rund 50 interessierten Zuhörern der ersten Vorlesung sind inzwischen regelmäßig über 200 GenerationenHochschüler im AudiMax geworden, die dem abwechslungsreichen Themenangebot folgen , blickte Willingmann zurück und kündigte an, dass bereits eifrig am Vorlesungsprogramm für 2015 gearbeitet werde. So waren auch anlässlich der Mai-Vorlesung in diesem Jahr mehr als 200 Besucher in die Papierfabrik gekommen, um Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert vom Wernigeröder Fachbereich Automatisierung und Informatik zu lauschen, der zum vieldiskutierten Thema Demografischer Wandel im Harz - Chancen, Risiken und mögliche Strategien durch intelligente Technologienutzung referierte.

Der Professor der Hochschule Harz forscht im Rahmen des ZIM NEMO-Netzwerks TECLA zum Einsatz technischer Pflege-Assistenzsysteme, die als Lösungsstrategie dem demografischen Wandel entgegenwirken. Diese werden unter dem Begriff Ambient Assisted Living, kurz AAL, zusammengefasst und sind für Industrie und Wirtschaft ebenso interessant wie für Senioren, die mit moderner Hilfe länger selbstbestimmt leben möchten. Die Verschiebung der Altersstruktur ist ein weltweites Problem, welches unsere Region mit besonderer Härte treffen wird, so Fischer-Hirchert. Der Harzkreis habe deutschlandweit die höchste Inanspruchnahme von Pflegestufen. Mit Blick auf Sachsen-Anhalt lässt sich feststellen, dass wir besonders durch Wanderungsverluste und Geburtendefizite immer älter und weniger werden - gemäß Landesstatistik wird in den kommenden 15 Jahren die Bevölkerung um ein Viertel zurückgehen, die Menge an Kindern hat sich seit 1990 halbiert, so der Experte.

Ein Großteil der Bevölkerung möchte in den eigenen vier Wänden alt werden, die Forschungsprojekte von Ulrich Fischer-Hirchert sollen in diesem Rahmen Faktoren wie Gesundheit, Sicherheit und Kommunikation u.a. per Videoübertragung unterstützen. Der Physiker und Hochschullehrer für Telekommunikation erläuterte beispielhaft die Möglichkeiten einer Software, die mit dem entsprechenden Endgerät die Ferndiagnose von Krankheiten erleichtert, schnurlos die aktuelle Herzfrequenz an den zuständigen Arzt oder Pfleger übermittelt oder im Ernstfall einen Notruf absetzen kann. Die hiesige Infrastruktur muss natürlich für den Einsatz dieser Technologien vorbereitet werden, diese bieten jedoch vielseitige Chancen und sogar die Möglichkeit der Kostenersparnis, so der Fachmann. Viele Beispiele aus der schönen neuen Welt mit Assistenz kommen bereits zum Einsatz; in Wernigerode steht eine komplett ausgestattete Wohnung zum Besuch und Ausprobieren der Prototypen zur Verfügung, auch in Halberstadt werden bereits Tests durchgeführt.


Die nächste Vorlesung der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 17. Juni, erneut von 17 bis 19 Uhr im AudiMax (Papierfabrik, Haus 9, Am Eichberg 1) auf dem Wernigeröder Campus statt. Prof. Dr. Konrad Breitenborn vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. spricht zum Thema Tage zwischen Hoffnung und Angst. Der 17. Juni 1953 im Kreis Wernigerode. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anmeldung erfolgt unter http://www.generationenhochschule.de. Weitere Informationen:http://www.generationenhochschule.de
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