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Die liberale Ordnung in einer post-westlichen Welt

19.05.2014 - (idw) ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Jahresbericht 2013/2014 der Fellows der Transatlantic Academy in Hamburg vorgestellt

Die NATO muss sich in entscheidenden Bereichen verändern. Nur so kann sie der sicherheitspolitische Grundpfeiler der transatlantischen Beziehungen bleiben. Das ist eine der Erkenntnisse des Jahresberichts 2013/2014 der Transatlantic Academy. Diese Forschungseinrichtung in Washington, DC, hat sich zum Ziel gesetzt, fundamentale Beiträge zur Debatte zwischen Nordamerika und Europa zu leisten.

Während eines Business Lunch im Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) stellten die Fellows der Transatlantic Academy ihre Überlegungen vor und diskutierten sie mit Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, kommentierte: Der Westen und seine Anziehungskraft werden schwächer. Das kann Konsequenzen für die Reichweite seiner Werteordnung haben. Die Verschiebung der Kräfteverhältnisse sorgfältig zu analysieren und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit undemokratischen Staaten aufzuzeigen, ist gerade angesichts zahlreicher internationaler Konflikte wichtig. Wenn aufstrebende Mächte die westliche Sicht auf fundamentale internationale Normen nicht teilen, welche Partnerschaften sind dann möglich? Der aktuelle Jahresbericht der Transatlantic Academy liefert Argumente und Anregungen für diese Debatte.

Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Leiter des HWWI und Non-Resident Fellow der Transatlantic Academy, stellte fest: Längst sind die Zeiten vorbei, in denen die USA und Europa das Maß aller Dinge waren politisch wie ökonomisch und die Spielregeln der Weltwirtschaft von oben diktieren konnten. Die aufstrebenden Volkswirtschaften wollen mitbestimmen. Dabei zeigt sich immer deutlicher, wie unterschiedlich die Interessen in den aufstrebenden und den westlichen Ländern sind. Der Transatlantic Academy-Jahresbericht ist ein Plädoyer für mehr Kompromissbereitschaft der westlichen Staaten bei der Zusammenarbeit mit aufstrebenden Staaten, aber auch für mehr Liberalisierung. Dabei ist regionaler Multilateralismus besser als globaler Multilateralismus, der nicht mehr richtig vorankommt. Daher ist ein erfolgreicher Abschluss von TTIP also einer transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und den USA wichtiger denn je.

Im akademischen Jahr 2013/2014 forschten die Transatlantic Academy Fellows über das Thema The Future of the Liberal International Order. Der Bericht und eine Zusammenfassung der Ergebnisse können unter www.zeit-stiftung.de Presse/Downloads heruntergeladen werden.

Die Transatlantic Academy ist eine gemeinsame Initiative des German Marshall Funds of the United States, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Robert Bosch Stiftung und der Lynde and Harry Bradley Foundation. Die Fritz Thyssen Stiftung ist seit 2011 Partner der Akademie. Darüber hinaus fördern die Compagnia di San Paolo seit 2009, die Joachim Herz Stiftung und die VolkswagenStiftung seit 2011 Aufenthalte von Gastwissenschaftlern. Wissenschaftler und Entscheidungsträger von beiden Seiten des Atlantiks entwickeln Lösungsansätze für Herausforderungen, vor denen die transatlantische Gemeinschaft in den kommenden Jahren stehen wird.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871, E-Mail: hamann@zeit-stiftung.de.
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