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IN MOTION - die Modenschau der Hochschule Trier im neuen Gewand

20.05.2014 - (idw) Hochschule Trier

Auch in diesem Jahr fuhren die Bachelor- und Masterabsolventen der Fachrichtung Modedesign ihre Kollektionen in einer großen Abschlussmodenschau vor, die sich mittlerweile als ein beständiges Veranstaltungsformat sowohl an der Hochschule Trier als auch in der Stadt Trier etabliert hat. Rund 1000 Gäste werden zur Show In Motion am 28. Juni 2014 in der Halle 6 des Bobinet-Quartiers erwartet, die im Rahmen der Reihe Der Sommer wird Bobinet als eine von insgesamt drei Veranstaltungen gezeigt wird. Ab 20:30 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr) soll das Event von einem vielfältigen Abendprogramm wie der offiziellen Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen sowie der Vergabe des traditionsreichen Modepreises umrahmt werden, um schließlich in einer stimmungsvollen Aftershow-Party im Bobinet-Quartier zu enden.

Gemeinsam. Größer. Gewachsen.

Es wird offiziell - bisher wurden die Schauen viele Jahre lang von den Absolventen/-innen in Eigeninitiative umgesetzt oder im Wechsel mit der Hochschule in meist halbjährlichen Intervallen organisiert. Doch zukunftig sollen die Modenschauen als ein jährlich wiederkehrendes Event in der Stadt und mit der kunstlerisch-kreativen Beteiligung der Studierenden zu einer festen Instanz an der Hochschule Trier verankert werden. Somit spiegelt der Titel IN MOTION zugleich den Leitspruch der Fachrichtung Modedesign, die stets in Bewegung bleiben möchte, sei es um den Studiengang inhaltlich und gestalterisch am Puls der Zeit zu halten oder die Stadt Trier mit seinem Fachbereich Gestaltung an der Hochschule als Design-Standort zu stärken.

Der Modepreis wird in diesem Jahr mithilfe großzugiger Spenden von Unternehmen aus der Region gestiftet. In diesem Jahr wird der Preis an der IN MOTION Show von folgenden Unternehmen gespendet:

1. Preis Sparkasse Trier
2. Preis Modehaus Marx
3. Preis Bitburger Braugruppe

Die Jury, bestehend aus Designern und Fachleuten aus Presse, Kultur und Industrie, setzt sich wie folgt zusammen:

Frau Dr. Elisabeth Duhr (Stadtmuseum Simeonstift) - sammelt
und archiviert seit Jahren Abschlussarbeiten und begleitet die Hochschule wissenschaftlich in ihrem Archiv-, Frau Petra Carstensen (Senior Designer Schumacher, Mannheim), Herr Gerd Muller-Thomkins (Institutsleiter und Gesch.ftsfuhrer des Deutschen Modeinstituts DMI) sowie Herr Thomas Molitor (Head of Design und Productmanagment Marc Aurel,Gutersloh) werden sich fachkundig beraten.

Diese und weitere Jurymitglieder werden insgesamt drei Abschlussarbeiten prämieren.

In diesem Jahr zeigen uber 20 Absolventen/-innen ihr Können, darunter auch 9 Master-
Abschlussarbeiten, denn die Zahl der Master-Studierenden wächst kontinuierlich.
[Ge]Wachsen ist auch Master-Absolventin Josephine Gwinner, in kunstlerischer und persönlicher Hinsicht. Ihren Wachstumsprozess verdeutlicht sie an den eigenen Produkten. Marianna Ackermanns Blick schweift hingegen dahin, wo der Pfeffer wächst: In ihrer Reise rund um die Welt sucht sie neue Geruche und Gewurze und exotische Farben. Wesentlich härter zur Sache geht es da in Simone Bayers Kollektion Delicate Disorder- unhommage à Fight Club zu. Silke Hecker schließt sich diesem dusteren und wilden Image mit einer militärisch angehauchten Kollektion fur junge Männer und Frauen an, die sie nach markanten Hundetypen DOG TAGS nennt basierend auf ihrem selbst erdachtenActioncomic PITBULL.

Weniger duster, mehr absurd nimmt Josiane Biwer die menschliche Gestalt in ihrer KollektionOBLECTAMENTA wahr, denn dort wird alles Naturliche und Menschliche ausgemerzt, wir bekommen den Anschein, dass alles Materielle den Menschen verschlungen hat.

Gegensätzlichkeit, Polarität und Kontrast die Dualität zwischen zwei Mächten demonstriert Anastasia Liebe mit ANTAGONISTA durch rustungsähnliche und zugleich weibliche Roben. Tirer les ficelles, Alexandra Rauw zieht nicht nur sprichwörtlich beim Klöppeln an den Fäden, wenn sie in ihrer Kollektion der Brusseler Spitze gedenkt.
Regina Reims ZeitGeist hingegen wendet sich unkonventionell modern und betont androgynmit intelligenten Textilien, wechselnden Farben und transformablen Schnitten ebennicht an Geschlechterstereotypen.

Auch Lisa Frisch zeigt innovatives Design in 360°C Universelle Mode, mit Blick auf die
menschliche Vielfalt, soziale Inklusion und Gleichstellung, mit der sie eine fur Rollstullfahrer und Fußgänger tragbare Kollektion entwirft.
Fur die Bachelor-Abolventen/-innen spielt die Umwelt ebenso eine tragende Rolle, Laura
Schmidt gibt ihrer Abschluss-Kollektion deshalb den Namen Re | Generation und appelliert an das Umdenken aller fur eine lebenswerte Zukunft auf der Erde.
Daniela Johanni möchte mit silent escape- Leise Ideen in einer Welt, die sie nicht hört
auffordern sich Zeit zu nehmen, genauer auf ihre selbst gefertigten Stoffe und aufwändige Handarbeit hinzuschauen, denn sie setzt sich kritisch mit dem gesellschaftlichen Ideal der Extroversion auseinander.
Ebenfalls auf akribische Arbeit, akkurates Design und perfekte Silhouetten fur vergessene Mädchen und Frauen setzt Will Fey mit seiner High-End-Kollektion MIZUAGE MODERNE. Im Kontrast dazu steht die Kollektion Viva el folklore von Laura Schu.ler. Sie wurde von der mexikanischen Kunstlerin Frida Kahlo und der mexikanischen Tracht inspiriert und arbeitet mit Stickereien und Naturmaterialien wie echtem Schiefer und Abwurfstangen.Fantasievolle, mutige junge Mädchen, die stets dem Abenteuer auf der Spur sind und uns dabei den glitzernden Faden der wunderbaren Geheimnisse ihrer Gedankenwelt preisgeben, balancieren zwischen Realität & Traum in Sarah Gräftners Kollektion. It´s only a dream.

Bei Paulina Fuhrmann soll Mode vor allem Spaß machen: Bei ihr trifft East Folk Charme aufStreetstyle - ihr eigener Stil mit aktuellem Zeitgeist und einer Portion Humor es entsteht ein Drink mit dem Titel Vintage & Rags (oder: I Vote For Vodka).

Elena Bosche inspiriert ebenfalls die neuesten Street-Styles der Modemetropolen, jedoch
lässt sie sich dazu von den architekturlastigen Fotografien des Kunstlers Stéphane Couturier anregen und stellt die Frage der Wahrnehmung in der heutigen Zeit in Urban Perception.

Den kunstvollen Drapierungen der Antike widmet Anna Chevalier ihre Hommage Geometrie im Fluss: eine Studie, die durch die Gesetze der Mathematik ihren Platz finden.

Hier bleibt Carin Ucinskis Kollektion dafur ein offen interpretierbares Thema, denn sie orientiert sich weder an Trends noch an Strömungen, dennoch mit gesellschaftlichen und modischen Kontrasten und neutralisiert sie in There is something between black & white mit der Farbe grau. Den Gegensatz vollzieht Isabel Meyers Kollektion [mlâht] - was im Persischen so viel bedeutet wie Schönheit, Pracht, Eleganz, Anmut und Melodie. Kostbare, mehrlagige und kontrastierende Materialien werden oft erst auf dem zweiten Blick vollends enthullt.

Und Sarah Berg zeigt auf, was so alles in tee und damit in ihrer Kollektion steckt: Vielfalt, Geschichte und Ruhe. Ganz modern, denn teilweise unisex und wandelbar.
Nicht weniger stimmungsvoll und interessant werden sich die einzelnen Semester der Hochschule im Bachelor-Studiengang Modedesign präsentieren. Hier zeigen traditionell die derzeitigen Studierenden vom ersten bis sechsten Semester das Resultat ihrer Arbeiten.


Die Erstis werden zum Thema Tribal Now - The Ribbon Project eine Werkstatt des Experimentierens und Gestaltens erlebbar machen. Auf Grundlage eines schwarzen T-Shirts beginnt ein Weg von der Recherche uber den kunstlerischen Schaffensprozess bis hin zum individuellen als auch aus sich heraus verständlichem Werk unter der Leitung von Frau Elvira Kempf.

Das zweite Semester beschäftigt sich mit PRINT(Z) - inspiriert von Stilen und Kunstströmungen Anfang des 20. Jahrhunderts in Deuts
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