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In Reutlingen entsteht das neue Energiezentrum REZ

20.05.2014 - (idw) Hochschule Reutlingen

Die Hochschule Reutlingen und die Karl Schlecht Stiftung mit Sitz in Aichtal gründen ein neues Energiezentrum. Dabei handelt es sich um einen Lehr- und Forschungsverbund auf dem Gebiet Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz, der jetzt an der Hochschule Reutlingen eröffnet wird. Gemeinsames Ziel der beiden Partner ist es, in einem Master-Studiengang Energie- und Energieeffizienzfachleute auszubilden und zudem zu Energiefragen angewandt zu forschen. Insgesamt investiert die Stiftung eine Million Euro über fünf Jahre. Die Mittel werden in eine Stiftungsprofessur und in die Infrastruktur des Studiengangs an der Hochschule fließen. Die Hochschule trägt ebenfalls eine Professur bei und nimmt zusätzlich eigene Mittel in Höhe von rund 750.000 Euro in die Hand, um das Zentrum zu betreiben.

Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, die Energiewende voranzubringen, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Hendrik Brumme bei der Vorstellung der Konzepte am heutigen Dienstag (20. Mai). Es fehlt in der Wirtschaft an praxisnah ausgebildeten Experten, da können wir Abhilfe leisten, so Brumme.

Für die Karl Schlecht Stiftung, die sich der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen verschrieben hat, ist das Reutlinger Energiezentrum REZ ein weiterer wichtiger Baustein in ihrer Stiftungsstrategie. Angesichts der Endlichkeit fossiler Ressourcen möchte die Stiftung durch Forschung und Lehre zur Erhöhung der Energieeffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft beitragen.

Wir müssen es schaffen, unser Streben nach Fortschritt in Einklang mit unserer Umwelt zu bringen, und parallel dazu in den Unternehmen und in der allgemeinen Öffentlichkeit einen energieeffizienzorientierten Bewusstseinsprozess in Gang setzen, sagte Karl Schlecht, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Daher ist es unser Anliegen, verantwortungsbewusst handelnde Menschen auszubilden, die für drängende Themen wie die Energiewende nachhaltige Beiträge leisten können.

Start des neuen Studiengangs ist im März 2015
Die ersten Studentinnen und Studenten sollen im März 2015 beginnen, eine Bewerbung ist ab September 2014 möglich. In dem Master-Studiengang Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz stehen pro Semester 15 Plätze zur Verfügung. Nach drei Semestern erhalten die künftigen Studierenden den Abschluss Master of Science.

Eine Besonderheit des neuen Studiengangs liegt in dem breiten inhaltlichen Ansatz, erläuterte Prof. Dr. Gerhard Gruhler, Vizepräsident Forschung an der Hochschule. So werden sich die jungen Leute nicht nur mit Fragen der Energietechnik beschäftigen.

Im Studium kommen auch betriebswirtschaftliche Aspekte oder gesellschaftliche Auswirkungen der Energiewende zur Sprache. Die Studierenden lernen ihren Stoff an realen Aufgaben aus der Energiewirtschaft und werden Projekte auch vor Ort in den Unternehmen bearbeiten.

Es ist uns sehr ernst mit der praxisnahen Ausbildung, sagte Prof. Gruhler. Drei Professoren (davon eine Neuberufung) werden zudem zu offenen Fragen der Energiewende praxisnah forschen. Schwerpunkte sollen beispielsweise auf der Speicherung der Energie, auf dem Management von dezentralen Energiesystemen oder auf wirtschaftlichen Fragen liegen.


Weitere Kooperationen mit Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen im Großraum Reutlingen-Tübingen-Stuttgart sind geplant, um das Energiezentrum auf eine breite Basis zu stellen.

Bewerbungen für den neuen Master-Studiengang Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz sind ab September 2014 möglich. Weitere Informationen:http://www.tec.reutlingen-university.de/reutlinger-energiezentrum.htmlhttp://www.reutlingen-university.de
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