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Zertifikat bestätigt hohe Betreuungsqualität für mukoviszidosekranke Kinder

20.05.2014 - (idw) Universitätsklinikum Würzburg

Mukoviszidosekranke werden am Universitätsklinikum Würzburg nach den höchsten Qualitätsstandards betreut und behandelt. Dies bestätigte jetzt ein patientengetragenes Zertifizierungsverfahren, das die Christiane Herzog-Ambulanz für Mukoviszidosekranke an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik mit dem Zertifikat plus auszeichnete. Bei der genetisch bedingten Erkrankung Mukoviszidose verstopft zähes Sekret vor allem die Lunge, aber auch andere lebenswichtige Organe. Grund dafür ist eine Störung des Transports von Salzen und Wasser durch Gewebe. Regelmäßig wiederkehrende Entzündungen zerstören die Lunge unwiederbringlich. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Patienten liegt bei 40 Jahren. In Deutschland leben etwa 8 000 Betroffene mit der unheilbaren Krankheit, pro Jahr werden rund 200 Kinder mit Mukoviszidose geboren.

Ambulante Betreuung von mehr als 100 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Die Christiane Herzog-Ambulanz der Kinderklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) betreut derzeit etwa 110 Kinder und Erwachsene mit der auch zystischen Fibrose genannten, seltenen Erberkrankung aus Unterfranken und darüber hinaus. Hier steht ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Physiotherapeutinnen, einer Diätassistentin, einer Sozialpädagogin und einer Kinderkrankenschwester zur Verfügung. Zu den Stärken der Betreuung gehören die gute Zusammenarbeit im Team sowie die enge Vernetzung zu Kooperationspartnern am UKW und darüber hinaus, schildert Prof. Helge Hebestreit. Als Leiter der Pädiatrischen Pneumologie am UKW führt er auch die Christiane Herzog-Ambulanz. Die Arbeit seines Behandlerteams wurde und wird durch die Christiane Herzog-Stiftung, die Regionalgruppe Unterfranken des Mukoviszidose e.V. sowie durch private Spenden finanziell unterstützt.

Zweistufiges Zertifikatesystem

Der Mukoviszidose e.V. (siehe Kasten) hat in den letzten Jahren zusammen mit der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie sowie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin ein Anerkennungsverfahren für Mukoviszidose-Einrichtungen entwickelt. Hierbei wird in einem zweistufigen Zertifikatesystem die Qualität der multiprofessionellen und patientenzentrierten Versorgung bewertet und bestätigt. Geprüft wird beispielsweise, ob adäquat qualifiziertes Personal sowie die erforderlichen strukturellen Ressourcen vorhanden sind, aber auch eine enge Kooperation mit Patientenvertretern, berichtet Prof. Hebestreit.

Nur eine weitere vergleichbare Einrichtung in Deutschland

Die Christiane Herzog-Ambulanz hat sich dieser Bewertung unterzogen. Als Ergebnis erhielt sie vor wenigen Wochen das MUKO.zert Zertifikat plus, das anspruchsvollere der beiden genannten Zertifikatstufen. Nach unserem Wissenstand hat in ganz Deutschland bislang nur eine einzige weitere Einrichtung für mukoviszidosekranke Kinder und Jugendliche dieses Gütesiegel erhalten, zeigt sich Prof. Hebestreit stolz.
Das Zertifikat ist gültig bis April 2016, dann muss es durch eine erneute Überprüfung bestätigt werden.

Über den Mukoviszidose e.V.
Im 1965 gegründeten Mukoviszidose e.V. haben sich Betroffene, Eltern, Freunde, Ärzte und andere Therapeuten zusammengeschlossen. Ihre Ziele sind es, die Therapie zu verbessern, die Forschung zu fördern, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, über Mukoviszidose zu informieren und sich für die Belange der Betroffenen bei Entscheidungsträgern in Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft einzusetzen.
www.muko.info
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