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Katalyseforschung in Rostock baut aus!

21.05.2014 - (idw) Leibniz-Institut für Katalyse e. V. an der Universität Rostock

Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern haben in den letzten drei Jahren ca. 12 Millionen Euro investiert und weitere moderne Laborräume für die Katalyseforschung, ein hochaktuelles Forschungsgebiet, geschaffen. Der 21.05.2014 ist der Starttermin für den Einzug in die neuen Labore. Die feierliche Übergabe des dritten Bauabschnittes des Leibniz-Instituts für Katalyse in der Rostocker Südstadt wird im Sommer 2014 stattfinden. Mitarbeiter des Leibniz-Instituts für Katalyse (LIKAT Rostock) beziehen ab Ende Mai ein neues zusätzliches Gebäude das Haus 2 in der Albert-Einstein-Straße. Es liegt vis-a-vis zum Hauptgebäude in der Rostocker Südstadt. Mit einem Bauvolumen von ca. 12 Millionen Euro und einer Hauptnutzfläche von ca. 1900 m2 wurden knapp 70 Arbeitsplätze nach technisch neuestem Stand errichtet. Sowohl im Bereich der wissenschaftlichen Labore aber auch bei der verwendeten Lüftungs- und Kältetechnik wurde insbesondere auf eine hohe Energieeffizienz geachtet. So wird beispielsweise die eigene Abwärme wieder einsetzt (Wärmerückgewinnung), das senkt die sich ergebenden Folgekosten erheblich. Mit der Fertigstellung und dem Umzug aller Kollegen aus den bisherigen Außenstellen in Groß Lüsewitz und Warnemünde ist auch die räumliche Zusammenführung aller am LIKAT beschäftigten Kollegen und Gäste auf dem naturwissenschaftlichen Campus in der Rostocker Südstadt abgeschlossen. Gegenwärtig ist das LIKAT Arbeitsort für 299 Mitarbeiter und Gäste. Seit 1990 hat sich somit die Zahl der am LIKAT tätigen Wissenschaftler, Techniker und sonstigen Mitarbeiter mehr als verdreifacht.
Das Leibniz-Institut für Katalyse ist heute das größte europäische Forschungsinstitut im Bereich der Erforschung und Entwicklung von Katalysatoren sowie von katalytischen Verfahren und Technologien. Hauptziele der wissenschaftlichen Arbeiten sind die Gewinnung neuer Erkenntnisse in der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Katalyse und deren Anwendung bis hin zur technischen Umsetzung.
Das Potential der Katalyse für viele gesellschaftliche Bereiche erklärt das gesamtstaatliche und überregionale Interesse an dieser Forschungsdisziplin. Katalyse ist die Wissenschaft von der Beschleunigung chemischer Prozesse. Für die meisten chemischen Prozesse sind Katalysatoren sowohl hinsichtlich der energetischen als auch der stofflichen Effizienz essentiell. So sind Katalysatoren an mehr als 80 % aller industriell genutzten chemischen Prozesse beteiligt - bei modernen Verfahren liegt der Anteil sogar bei ca. 90 %. Der weltweite Katalysatormarkt wird jährlich auf über 13 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Viertel des Bruttosozialproduktes der westlichen Industrienationen steht direkt oder indirekt mit Katalyse in Zusammenhang. Im rohstoffarmen Deutschland gehört die Chemie zu den 4 wichtigsten Industriezweigen und ist von überragender Bedeutung für den Export. Deshalb sind innovative Katalysatorentwicklungen, sowohl in der Grundlagenforschung als auch im angewandten Bereich, von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung und für die Entwicklung der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Deutschland unverzichtbar.

Neben dem klassischen Einsatz in der Chemie leistet die Katalyse in zunehmendem Maße wesentliche Beiträge für die Energieversorgung und beim Klima- und Umweltschutz. Vor dem Hintergrund einer notwendigen Umstellung von Rohstoff- und Energiequellen gewinnt die Katalyseforschung auch für diese Bereiche immer mehr an Bedeutung. Weitere Informationen:http://www.catalysis,dehttp://Dr. Barbara Hellerhttp://0381 1281 146 oder 0162 177 5013http://barbara.heller@catalysis.de
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