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Sächsischer Verdienstorden für Uwe-Frithjof Haustein

21.05.2014 - (idw) Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Hautkrankheiten zu erforschen und zu heilen das war jahrzehntelang das Anliegen des Dermatologen Prof. Dr. med. habil. Uwe-Frithjof Haustein. In vielfältiger Weise hat er sich um die Gesundheitsversorgung und Wissenschaft in Sachsen verdient gemacht. Am 19. Mai wurde ihm dafür in Dresden vom Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Herrn Stanislaw Tillich, der Sächsische Verdienstorden überreicht. Arzt, Forscher, Hochschullehrer, Klinikdirektor, Akademiepräsident: In vielfältiger Weise hat sich Professor Haustein in herausragendem Maße engagiert. 27 Jahre war er Klinikdirektor der Leipziger Universitätshautklinik und hat sie zu einem weltweit anerkannten Zentrum der Immundermatologie gemacht. Für ihn standen dabei immer die Patienten im Mittelpunkt. Besonders wichtig war es ihm, neueste Forschungsergebnisse und Behandlungsmethoden schnellstmöglich in die Praxis zu bringen und allen Patienten zugänglich zu machen. Er hat sich dabei weit über Deutschland hinaus einen exzellenten Ruf erarbeitet.

Er war und ist international ein gefragter Gastdozent, Kongressredner, Autor und Mitglied in zahlreichen Beiräten von Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Gesellschaften. Herr Professor Haustein verkörpert damit in seiner Person die für das universitäre Leben so notwendige Einheit von klinischer Arbeit, Forschung und studentischer Ausbildung. In seiner Amtszeit wurden mehr als 100 Ärzte zu Fachärzten ausgebildet und promoviert, 18 Mitarbeiter, darunter 4 Naturwissenschaftler und 1 Psychologe habilitiert.

Seit 1988 ist Professor Haustein ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Von 1993 bis 2007 war er ehrenamtlich in deren Leitungsgremien tätig, von 2005 bis 2007 als Akademiepräsident. Hier hat er sich Verdienste um die gesamtdeutsche Integration der Akademie in die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und die Förderung der Langzeit-Forschungsvorhaben erworben. Von 1990 bis 2005 leitete er das experimentelle Forschungsprojekt Human-ökologische Forschung zu Fragen der umweltinduzierten Sklerodermie, der Wundheilung und der Tumor-Matrix-Interaktion mit zellphysiologischen, immunologischen biochemischen und molekularbiologischen Methoden.

Seit seiner Emeritierung engagiert er sich als Vorsitzender des Fördervereins der Akademie ebenfalls ehrenamtlich für die Forschungsförderung.


HINTERGRUNDINFORMATIONEN http://www.geschichte.sachsen.de/601.htm

Der Sächsische Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und erstmals 1997 verliehen. Ihn können in- und ausländische Persönlichkeiten erhalten, die sich um den Freistaat Sachsen und seine Bevölkerung besonders verdient gemacht haben. Außerordentliche Leistungen, insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich sowie auf dem Gebiet der Umwelt sind Kriterien für eine Verleihung. Insgesamt darf die Zahl der lebenden Ordensträger 500 nicht überschreiten. Bisher wurde der Sächsische Verdienstorden 245 Mal verliehen. Weitere Informationen:http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/192354 Mitteilung der Sächsischen Staatskanzleihttp://www.medienservice.sachsen.de/medien/pictures/102347 Foto der Verleihung 2014http://www.saw-leipzig.de/mitglieder/hausteinuf Personeneintrag auf der Seite der SAW
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