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"Forum Junge Wissenschaft" 2014: Zwei Nachwuchskonferenzen ausgewählt

22.05.2014 - (idw) Akademie der Wissenschaften in Hamburg

Zwei Konferenzanträge wurden zur Förderung im Rahmen des diesjährigen "Forum Junge Wissenschaft" der Akademie der Wissenschaften in Hamburg ausgewählt. Ein fünfköpfiges Organisationsteam aus Hamburg und Kiel sowie ein Nachwuchswissenschaftler-Duo der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg konnten die Jury mit ihren Konferenzkonzepten zu zeitgenössischen Protestbewegungen im euro-asiatischen Raum und technischen Unterstützungssystemen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels überzeugen. Die Ausschreibung fand bereits zum vierten Mal statt und war in diesem Jahr mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. http://www.awhamburg.de Dr. Elena Kropatcheva, Dr. Daniela Pisoiu und Dr. Sebastian Schiek vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, Klaus Michael Reininger, M.Sc. vom Institut für Psychologie der Universität Hamburg sowie Dr. Anja Franke-Schwenk vom Collegium Philosophicum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel geht es in ihrer Akademiekonferenz um "Zeitgenössische Protestbewegungen im euro-asiatischen Raum: Herausforderung für Sozialwissenschaften, Psychologie und Gesellschaftswissenschaften". Die Tagungsidee hat hochaktuelle Hintergründe: Die Protestwelle in der Ukraine und ihre Folgen für die internationale Politik trafen auf eine weitestgehend unvorbereitete Forschergemeinde. Weder war diese in der Lage, sie vorherzusehen, noch, sie zu erklären.

Der Protest in der Ukraine ist dabei nur das bislang jüngste Ereignis einer neuen Generation von Protestbewegungen, die sich in den letzten fünfzehn Jahren entwickelt hat. Diese Protestformen haben nicht nur eine starke Öffentlichkeitswirkung entfaltet, sondern auch die nationale und internationale Politik beeinflusst. Sie decken ein breites Spektrum von der salafistisch-dschihadistischen Bewegung über den Rechtsextremismus bis hin zu sozialem Protest wie beispielsweise den Bunten Revolutionen im post-sowjetischen Raum ab.

Die Proteste und die nun deutlich sichtbaren Erklärungslücken machen es notwendig, die aktuellen Formen des sozialen Protests im euro-asiatischen Raum in systematischer Weise zu analysieren. Die Konferenz bringt dazu junge Forscher aus Hamburg und umliegenden Regionen zusammen, die in unterschiedlichen Disziplinen zu den Themen soziale Bewegungen, Protest und politische Gewalt forschen. Im Zentrum stehen dabei drei empirische und theoretische Herausforderungen für die Forschung: Konvergenzen und Differenzen der Protestformen und -bewegungen, die Motivation individueller Akteure sowie der Einfluss sozio-kultureller und politischer Faktoren. Im Rahmen der Konferenz sollen Synergien und interdisziplinäre Ansätze für zukünftige Kooperationen aufgedeckt werden. Das Thema der fachübergreifenden Konferenz knüpft eng an die Arbeit der Akademie-Arbeitsgruppe "Forum Friedens- und Konfliktforschung" an. Für die Besetzung der noch offenen Panelplätze wird in Kürze ein "Call for Papers" gestartet. Die Konferenz richtet sich an Post-Docs, Doktorandinnen und Doktoranden und Studierende sowie an die Öffentlichkeit. Die Veranstaltung wird noch 2014 stattfinden, der genaue Termin der Konferenz steht allerdings noch nicht fest.

Im Zentrum der von Dr.-Ing. Robert Weidner und Dr.-Ing. Tobias Redlich von der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) organisierten interdisziplinären Konferenz "Technische Unterstützungssysteme, die die Menschen wirklich wollen" steht die Diskussion von Anforderungen an technische Unterstützungssysteme, die einen echten Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels leisten sollen. Grundlage hierfür bildet der am Laboratorium Fertigungstechnik der HSU entwickelte Ansatz des Human Hybrid Robot. Hierunter werden passive und aktive Systeme verstanden, die manuelle Tätigkeiten individuell unterstützen, indem biologische und technische Elemente, d. h. Mensch und Maschine, intelligent, seriell und parallel verknüpft werden, ohne den Menschen dabei zu ersetzen.

Studenten und Wissenschaftler, potentielle Nutzer aller Altersgruppen und die Industrie werden zur Beteiligung an der Konferenz und zur Präsentation ihrer Ideen aufgefordert. Im Rahmen von Workshops werden Altersbilder und Arbeitsspektren sowie die technischen Möglichkeiten und Potentiale unter besonderer Berücksichtigung der Akzeptanz erarbeitet. Ziel der Konferenz ist die Identifikation von Anwendungsfeldern, Potentialen, Risiken und zukünftigen Forschungsschwerpunkten. Der genaue Termin der Tagung im zweiten Halbjahr 2014 wird noch bekanntgegeben.

Forum Junge Wissenschaft
Ziel des Förderprogramms "Forum Junge Wissenschaft" ist es, Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen bereits in einem frühen Stadium ihrer Laufbahn zur Zusammenarbeit über die Fächergrenzen hinweg anzuregen. 2014 hat die Akademie der Wissenschaften in Hamburg es bereits zum vierten Mal, diesmal mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 12.000 Euro, ausgeschrieben. In den vergangenen Jahren fanden bereits viel beachtete Tagungen zu so unterschiedlichen Themen wie "Körper und Moral: Ordnungsvorstellungen in mehrheitlich muslimischen Ländern", "Sprachkritik in der Schule", "Pediatric Epileptology" oder "Internet & Partizipation" in Hamburg, Greifswald, Kiel und Rostock statt.

Weitere Informationen:
Dr. Elke Senne
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften in Hamburg
040/42 94 86 6920
presse@awhamburg.de
http://www.awhamburg.de

Die Akademie

Der Akademie der Wissenschaften in Hamburg gehören herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus dem norddeutschen Raum an. Als Arbeitsakademie will sie dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen zu intensivieren. Sie fördert Forschungen zu gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen und wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und macht es sich zur besonderen Aufgabe, den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit anzuregen. Die Grundausstattung der Akademie wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg. Präsident der Akademie ist Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Edwin J. Kreuzer. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Weitere Informationen:http://www.awhamburg.de Anhang

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