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Preis für herausragende Lehre des Wissenschaftsministeriums an drei EVHN-Dozentinnen

22.05.2014 - (idw) Evangelische Hochschule Nürnberg

Drei Dozentinnen der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) sind heute vom bayerischen Wissenschaftsministerium in Neu-Ulm mit dem Preis für herausragende Lehre ausgezeichnet worden. In der Kategorie Lehrprojekt wurden Prof. Dr. Kathrin Winkler, Prof. Dr. Roswitha Sommer-Himmel und Dipl.-Päd. Tanja Brandl (Bachelor-Studiengänge Erziehung und Bildung in der Kindheit sowie Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit) für zwei interdisziplinäre Seminare geehrt. Religiöse Bildung im Übergang vom Elementar- zum Primarbereich. Chancen und Herausforderungen ist der Titel des interuniversitären Seminars, für das sie zusammen mit Prof. Dr. Manfred Pirner (Lehrstuhl für Religionspädagogik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, FAU) den Preis erhielten. Als sehr lobenswert hob die Jury den interdisziplinären Charakter sowie die Zusammenarbeit zweier ansonsten getrennter Hochschularten hervor. Außerdem wurden die EVHN-Dozentinnen Winkler, Sommer-Himmel und Brandl auch für ihr interdisziplinäres Seminar Arme Kinder stark machen geehrt.

Die Qualität der Lehre ist der entscheidende Schlüssel für eine gute Bildung unserer jungen Menschen. Das gilt natürlich nicht nur für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, sondern für alle Einrichtungen der bayerischen Bildungslandschaft von den Schulen bis zu den Universitäten. Dem Staatsministerium ist es ein wichtiges Anliegen, dass beispielhafte Leistungen in der Lehre die gebührende Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren, betonte Ministerialdirektor Dr. Adalbert Weiß, der in Vertretung von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle die Preise übergab.

Der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule wird häufig als kritisches Lebensereignis für Kinder und Eltern diskutiert. Religions- und kultursensible Themen sowie die Chancen der religiösen Bildungsansätze für Eltern, Kinder, Erzieher und Lehrer wurden von rund 50 Studierenden aus drei verschieden Studiengängen von EVHN und FAU in dem Seminar Religiöse Bildung im Übergang vom Elemetar- zum Primarbereich erarbeitet. Neben gemeinsamen Seminareinheiten wurden im Sinne des forschenden Lernens gemischte Gruppen der angehenden Kindheits-, Grundschul- und Religionspädagogen gebildet. Diese Gruppen befragten dann in eigenen Forschungsprojekten Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer darüber, was den Kindern beim Übergang von der Kita in die Grundschule geholfen hätte. Begleitet wurden die Studierenden dabei jeweils von einem Dozenten. Am Ende präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse im Rahmen des Pädagogischen Fachtages der EVHN öffentlich. Eine außergewöhnliche Kombination, die die Theorie-Praxis-Verknüpfung deutlich im Blick hat, nennt Prof. Dr. Kathrin Winkler, Fakultät für Religionspädagogik, Bildung und Diakonik der EVHN, das gemeinsame Lehrkonzept. Prof. Dr. Roswitha Sommer-Himmel, Fakultät für Sozialwissenschaften der EVHN, erläutert Wenn wir die späteren Fachkräfte schon im Studium zusammenbringen und diese sich als Teams fachlich auseinandersetzen, entsteht ein Mehrwert an fachlichem Wissen, gerade im Hinblick des Perspektivwechsels wie arbeitet eine Lehrerin, wie arbeitet eine Frühpädagogin oder Erzieherin. Prof. Dr. Manfred Pirner, Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik an der FAU, ergänzt: Es war deutlich zu merken, dass die Studierenden sehr aktiv und interessiert an der Sache arbeiteten und stolz waren, eigene neue Forschungsergebnisse präsentieren zu können.

In dem interdisziplinären Seminar Arme Kinder stark machen der EVHN-Studiengänge Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit sowie Erziehung und Bildung im Kindesalter arbeiteten Lehrende und Studierende mit einem Praxispartner, der Stadtmission Nürnberg, zusammen. Die gemeinsame Auseinandersetzung widmete sich der Frage, was Kinder im institutionalisierten Kontext in ihrer Entwicklung zur Selbständigkeit und Resilienz unterstützt. Dazu bildeten sich nach theoretischer Einführung und Informationen aus der Fachpraxis interdisziplinäre Kleingruppen, die in Einrichtungen des Praxispartners recherchierten. Die Studierenden entwickelten zum Beispiel kleine Erhebungsinstrumente, erhoben Daten und werteten diese dann aus. Die Plattform zur Präsentation der relevanten Ergebnisse bildete ein ebenfalls im Rahmen der Lehrveranstaltung vorbereiteter Fachtag, der bei der pädagogischen Fachöffentlichkeit auf großes Interesse stieß. Der Mehrwert für die Studierenden liegt in der Interdisziplinarität, also dem Blick über den Tellerrand des eigenen Studienfachs. Für uns Lehrende liegt der Mehrwert darin, Lehre gemeinsam entwickeln zu können, übergreifend zu denken und zu planen, erläutert Dipl.-Päd. Tanja Brandl.

Der Preis für herausragende Lehre an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) wird alle zwei Jahre vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst an Einzelpersonen und für Lehrprojekte vergeben. Jede HAW kann dafür Personen und Projekte auf Basis einer Auswahl durch Studierende vorschlagen. Eine Jury wählt aus diesem Kreis dann die Preisträger aus. Gesucht sind Lehrkonzepte, die dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Lernforschung entsprechen und die ausgezeichneten Professoren und Professorinnen müssen unter anderem gut erklären können, beliebt und gut evaluiert worden sein.


Weitere Preisträgerinnen Ausgezeichnete Einzelpersonen
Hochschule München, Prof. Dr. Veronika Thurner, Lehrgebiet: Software Engineering für betriebliche Informationssysteme, Fakultät für Informatik und Mathematik
Hochschule Neu-Ulm, Prof. Dr. Claudia Kocian, Lehrgebiet: Wirtschaftsinformatik, Fakultät, Informationsmanagement Weitere Informationen:http://www.evhn.de
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