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Jahresversammlung ganz im Zeichen des Präsidentenwechsels

22.05.2014 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

65. Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft findet in München statt Vom 4. bis 5. Juni 2014 treffen sich die Wissenschaftlichen und Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft in der bayerischen Landeshauptstadt. Es tagen nicht nur die wichtigsten Entscheidungsgremien der Organisation, die diesjährige Jahresversammlung steht darüber hinaus ganz im Zeichen des Amtswechsels: Nach 12 Jahren wird Peter Gruss das Amt des Präsidenten an seinen Nachfolger Martin Stratmann übergeben. Zur Festversammlung am Donnerstagabend werden die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin, Ilse Aigner, sowie Kanzleramtsminister Peter Altmaier erwartet.

Neun Institutsgründungen, 15 institutionelle Neuausrichtungen sowie die Einrichtung von 14 Max Planck Centern mit international führenden Forschungseinrichtungen sind die wohl sichtbarsten Veränderungen in der Amtszeit von Peter Gruss. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, die Max-Planck- Gesellschaft so weiterzuentwickeln, dass sie ihre internationale Strahlkraft verstärkt. Wer an die weltweit besten Forschungseinrichtungen denke, sollte immer auch die Max-Planck-Gesellschaft auf dem Ticket haben, so der scheidende Präsident. Das setzt eine international sichtbare, vernetzte und wettbewerbsfähige Organisation voraus, die an der Spitze der Forschung steht. Und was Spitze ist, entscheidet sich erst und ausschließlich im globalen Maßstab. Eine Max-Planck-Gesellschaft, die diese Rolle ausfüllt, erfüllt ihre Mission in und für Deutschland.

Dies sei auch, wie Peter Gruss unterstreicht, durch einen Paradigmenwechsel möglich geworden, der seine Präsidentschaft geprägt habe: In der ersten Dekade des neuen Jahrtausends hat die Politik erkannt, dass der Wohlstand unserer Gesellschaft nur über die Ergebnisse der Wissenschaft zukunftsfest gemacht werden kann. Die daraus resultierenden Mittelsteigerungen haben der Max-Planck-Gesellschaft neue, wichtige Initiativen ermöglicht sowie die Leistungsfähigkeit und internationale Sichtbarkeit des deutschen Wissenschaftssystems insgesamt gesteigert. Diese Prioritätensetzung von Bund und Ländern müsse zum Wohle des Standortes Deutschland erhalten bleiben.

Zur Amtsübergabe am 5. Juni im Prinzregententheater in München, die traditionell im Rahmen der Festversammlung zum Abschluss des Jahrestreffens stattfindet, werden die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin Ilse Aigner und Kanzleramtsminister Peter Altmaier als Redner erwartet. Führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft haben sich angekündigt, etwa 700 Gäste werden erwartet. Im Anschluss an seine Abschiedsrede wird Peter Gruss die Amtskette an Martin Stratmann übergeben.

Martin Stratmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf und bisher Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, war vor einem Jahr vom Senat der Max-Planck-Gesellschaft zum Nachfolger gewählt worden. Der Direktor der Abteilung "Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik" und ehemalige Doktorand und Forschungsgruppenleiter am MPI für Eisenforschung ist seit 2000 Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Zuvor hatte er den Lehrstuhl für Korrosion und Oberflächentechnik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg inne. Stratmann war bereits als Mitarbeitervertreter im Senat und während der Amtszeit von Peter Gruss sechs Jahre auch Sektionsvorsitzender. Es hat wohl noch nie ein in den Angelegenheiten der Max-Planck- Gesellschaft so erfahrener Wissenschaftler das Amt angetreten, attestiert Gruss seinem Nachfolger. Welche Schwerpunkte er in seiner zukünftigen Arbeit setzen möchte, wird der neue Präsident in seiner Antrittsrede erläutern.
Neuwahl der Vizepräsidenten

Die 65. Jahresversammlung beginnt am Mittwoch, dem 4. Juni, mit einer Reihe von Gremiensitzungen. Am Abend wird James W. Vaupel, Direktor am MPI für demografische Forschung, im Festsaal des Hotels Bayerischer Hof den wissenschaftlichen Eröffnungsvortrag halten das Thema: Longevity: what do we know and how did we learn it? Im Anschluss folgt der Empfang der bayerischen Staatsregierung in der Münchner Residenz. Auf der Senatssitzung am Donnerstag, den 5. Juni werden unter anderem die wissenschaftlichen Vizepräsidenten neu gewählt, die gleichzeitig auch Mitglied des Vorstands sind. Angela Friederici, Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, Bill S. Hansson, Direktor am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena, und Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, haben ihre Bereitschaft erklärt, das Amt zu übernehmen und sind zur Wahl vorgeschlagen.

Damit wird der Vorstand der Max-Planck-Gesellschaft zukünftig weiblicher und internationaler sein, denn mit Angela Friederici wird erstmals eine Frau Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft und mit dem gebürtigen Schweden Bill S. Hansson erstmals ein ausländischer Wissenschaftler Vizepräsident. Darüber hinaus wird Dr. Hans-Jürgen Schinzler von der Munich Re nach insgesamt 15 Jahren das Amt des Schatzmeisters abgeben. Dr. Ralf Thomas, Finanzvorstand der Siemens AG in München, soll das Amt übernehmen. Thomas ist unter anderem auch Mitglied und Vorsitzender des Verwaltungsrats des Deutschen Rechnungslegungsstandards Committee e. V. sowie Schatzmeister und Mitglied des Vorstands des Universitätsbundes Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist der Max- Planck-Gesellschaft bereits durch eine Persönlich Fördernde Mitgliedschaft verbunden.

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist eine der führenden Forschungseinrichtungen Deutschlands. In den derzeit 83 Max-Planck-Instituten (MPI) betreiben über 5.500 Wissenschaftler sowie mehr als 13.000 Doktoranden, Diplomanden, studentische Hilfskräfte und Gastwissenschaftler Grundlagenforschung in den Natur-, Lebens- und Geisteswissenschaften. Gegründet wurde die Max-Planck-Gesellschaft 1948 als Nachfolgeorganisation der seit 1911 bestehenden Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Seither sind 17 Nobelpreisträger aus ihren Reihen hervorgegangen. Die Institute sind von internationalem Rang und ziehen Spitzenforscher aus aller Welt an. Neben fünf Auslandsinstituten betreibt die Max-Planck-Gesellschaft weitere 14 Max Planck Center mit Forschungseinrichtungen wie dem US-amerikanischen Princeton, dem University College London/UK, Science Po in Frankreich, oder der Universität Tokio in Japan. Je zur Hälfte finanziert von Bund und Ländern, verfügt die Max-Planck-Gesellschaft über ein jährliches Gesamtbudget von rund 1,6 Milliarden Euro.


Ansprechpartnerin:
Dr. Christina Beck
Pressesprecherin
Max-Planck-Gesellschaft
Telefon: +49 89 2108-1275
E-Mail:beck@gv.mpg.de
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