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Indische Gäste in Erfurt

26.05.2014 - (idw) Fachhochschule Erfurt

Arbeitsergebnisse deutsch-indischer Studierendengruppen zum Grabmal ghiyasudden tughlaq-s tomb im Zentrum Neu Delhis wurden in Erfurt ausgewertet. Seit mehr als zehn Jahren bestehen im Rahmen einer Hochschulkooperation gute Kontakte der Fakultät Bauingenieurwesen / Konservierung und Restaurierung der Fachhochschule Erfurt zur Faculty of Civil Engineering der Jamia Milia Islamia (JMI) Universität in Neu Delhi/ Indien. Jährlich gibt es zwischen beiden Hochschulen einen Austausch von Professoren und Studierenden.
Vom 18. bis 23. Mai 2014 besuchte eine neunköpfige indische Delegation unter der Leitung der Professoren Khalid Moin und Sirajuddin Ahmed die Landeshauptstadt Erfurt. Sie wurde von deutschen Studierenden um den Projektverantwortlichen Prof. Dr.-Ing. André Spindler (Foto, 1.v.r.) und Dipl.-Ing. Christian Stangenberger betreut.
Deutsche und indische Studierende hatten 2013 ein denkmalgeschütztes Grabmal, im Zentrum Neu Delhis bautechnisch untersucht, geometrisch vermessen und im Computer dreidimensional dargestellt. Die Arbeitsergebnisse unter anderem ein 3D-Plott-Modell - wurden in einem wissenschaftlichen Kolloquium vorgestellt und ausgetauscht. Die Fachrichtung Bauingenieurwesen öffnete ihre Baustofflabore für eine Fortbildung der angehenden indischen Master. Baustoffliche Untersuchungen des Grabmals standen da-bei im Mittelpunkt. Die beiden Indischen Professoren hielten Fachvorlesungen zu Grundlagen der Erdbebensicherheit und der Regenwasserbeseitigung in Monsungebieten in englischer Sprache, denen deutsche Bachelor- und Masterstudenten interessiert folgen konnten.
Die Gäste aus Indien zeigten sich sehr interessiert an der Stadtentwicklung Erfurts, an der Kultur in der Stadt und auf dem Campus sowie am studentischen Leben an der Fachhochschule. Zu einem besonderen Erlebnis wurden ein Besuch im Landtag und ein einstündiges Gespräch mit dem Wirtschaftsminister Thüringens Uwe Höhn. Nach einem Backstage-Rundgang im Neuen Theater Erfurt kam es zu weiteren Begegnungen bei der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen.
Das Besuchsprogramm wurde von vielen Ideen der deutschen Studierenden abgerundet, die die indischen Studenten während des Aufenthalts betreuten: Ein Besuch der Wissenschaftsstadt Jena, schnelle Runden auf der dortigen Kartbahn, Einblicke in die manufakturierte Schokoladenherstellung an der Erfurter Krämerbrücke, ein Besuch der Wartburg in Eisenach und Spaß auf der Sommer-Rodelbahn Ruhla standen dabei neben vielen weiteren Aktivitäten in der Stadt Erfurt für tolle Freizeiterlebnisse und ein herzliches Miteinander der Studierenden beider Länder.
Die Erfurter Studierenden freuen sich jetzt auf den für September 2014 vorgesehenen Gegenbesuch in Neu Delhi. Dort wartet eines der vielen denkmalgeschützten Gebäude auf die Bearbeitung junger deutscher Studierenden im Bachelorstudiengang des Bauingenieurwesens.

Christian Stangenberger
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