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Saarbrücker Masterstudiengang: An der Schnittstelle zwischen Computer- und Bildungswissenschaften

27.05.2014 - (idw) Universität des Saarlandes

Eine Brücke zwischen Computer- und Bildungswissenschaften schlägt der Masterstudiengang Educational Technology an der Universität des Saarlandes. Er vermittelt wichtige Kenntnisse aus Pädagogik, Psychologie und Informatik. Bildungstechnologen untersuchen zum Beispiel, wie neue Techniken im Schulunterricht oder bei Schulungen von Mitarbeitern in Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden können. Studieninteressierte können sich noch bis zum 15. Juli an der Saar-Uni bewerben. Wie können soziale Netzwerke in der heutigen Wissensgesellschaft sinnvoll genutzt werden? Welche Rolle können Tablet-PCs und Smartphones dabei spielen, Kindern spielerisch etwas beizubringen? Was taugen Lernspiele und digitale Tafeln? Wie helfen Mal- und Zeichenprogramme, Gelerntes besser einzuprägen? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich Experten für Bildungstechnologie. Das nötige Rüstzeug dazu erhalten sie im viersemestrigen Masterstudiengang Educational Technology an der Universität des Saarlandes.

Bildungstechnologen erforschen, wie Gruppen oder Individuen, zum Beispiel im Klassenzimmer oder in sozialen Netzwerken, mithilfe neuer Technologien Wissen konstruieren, kommunizieren und anwenden, erklärt Armin Weinberger, Professor für Bildungstechnologie und Wissensmanagement an der Saar-Uni. Gerade für die Akzeptanz der neuen Medien ist es wichtig, dass man über pädagogische und psychologische Kenntnisse verfügt. Denn alle gut gemeinten Bildungstechnologien können Wissenskonstruktion und -kommunikation nur so weit fördern, als sie pädagogisch-psychologisch fundiert sind.

In ihrer Forschung verwenden Weinberger und seine Kollegen Methoden, die zwischen den Computerwissenschaften und den Bildungswissenschaften angesiedelt sind. Wir vermitteln unseren Studenten unter anderem pädagogische Konzepte, die mit technischen Mitteln in den Unterricht oder die Teamarbeit eingebunden werden, so Weinberger.

Absolventen des Studiengangs sind gefragte Experten in Unternehmen, Verbänden, staatlichen Einrichtungen, Museen und Bibliotheken. Sie arbeiten dort beispielsweise an neuen Lernumgebungen, unterstützen die Personalplanung oder helfen, große Wissensdatenbanken zu verwalten.

Im Fokus des Studienganges stehen die Computer- und Bildungswissenschaften. Darüber hinaus können die Studenten weitere Fächer aus einem Wahlbereich belegen und damit eigene Schwerpunkte setzen. So ist es zum Beispiel möglich, Einblicke in Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Mensch-Maschine-Interaktion oder Lehr-Lerntheorien zu erhalten.

Der Studiengang verbindet Pädagogik, Psychologie und Informatik miteinander. Bewerber sollten daher auch einen Bachelorabschluss in einem dieser Fächer oder einem ähnlichen besitzen. Die Lehrveranstaltungen finden in deutscher und englischer Sprache statt. Studieninteressierte sollten deswegen sehr gute Kenntnisse in beiden Sprachen mitbringen. Eine Aufnahme des Studiums ist nur zum Wintersemester möglich. Interessierte können sich noch bis zum 15. Juli für das Studium an der Saar-Uni bewerben.

Für den Studiengang arbeiten die Uni-Fachrichtungen Bildungswissenschaften und Informatik sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und die Hochschule für Technik und Wirtschaft zusammen.


Weitere Informationen zum Studiengang und zur Bewerbung gibt es unter edutech.uni-saarland.de/de

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Armin Weinberger
Bildungstechnologie und Wissensmanagement
Tel.: 0681 302-71252
E-Mail: a.weinberger(at)mx.uni-saarland.de

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681 302-2601) richten.
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