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Aufbaustudiengang soll schneller zur Promotion führen

17.01.2004 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Heute Freitag, den 16. Januar 2004, wurde im Rahmen des 7. Methoden-Workshops (16. und 17. Januar 2004) das Graduiertenzentrum für Qualitative Bildungs- und Sozialforschung in Sachsen-Anhalt (GZBS) gegründet und ein Promotionsstudiengang etabliert. Es ist deutschlandweit das Erste seiner Art. Die Sprecher des Graduiertenzentrums sind Prof. Dr. Winfried Marotzki, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, und Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

"Wir wollen mit dem Zentrum", so Professor Heinz-Herrmann Krüger, Universität Halle, "qualitativ forschende Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaftler in der Promotionsphase fachlich durch ausgewiesene Wissenschaftler betreuen und fördern". Das seit 1998 erfolgreich an der Universität Magdeburg arbeitende Promotionskolleg "Biographische Risiken und neue professionelle Herausforderungen" wurde in das Graduiertenzentrum überführt. Die jungen Nachwuchswissenschaftler sollen in ihrer Promotionsphase mit verschiedenen Arbeitsweisen, wie interdisziplinäre Diskurse, Austausch von Erfahrungen sowie die Arbeit in Forschungswerkstätten und Netzwerken, vertraut gemacht werden, ergänzt der Magdeburger Erziehungswissenschaftler Winfried Marotzki. Das könnte auch zu einer Verkürzung der Promotionszeiten beitragen.

Das Zentrum wird durch die Hans-Böckler-Stiftung Düsseldorf als Modellprojekt über die Bereitstellung von Stipendien gefördert. Das Land Sachsen-Anhalt sowie die beiden Universitäten Magdeburg und Halle unterstützen finanziell und ideell das Projekt. Mit der Gründung des Zentrums wird zugleich ein bundesweit einzigartiger Promotionsstudiengang "Qualitative Bildungs- und Sozialforschung" parallel an den beiden sachsen-anhaltischen Universitäten etabliert. Der Aufbaustudiengang, der international angelegt ist, bietet nicht nur eine Ausbildung in Theorien, Methodologien und Methoden der qualitativen Bildungs- und Sozialforschung für den wissenschaftlichen Nachwuchs an, sondern auch für spezifische Berufsfelder, wie Sozialarbeit, Beratungs- und Bildungseinrichtungen, Gesundheitswesen, Unternehmensberatung, Internetbranche, Coaching etc. Die Ausbildung wird semesterweise in Halle bzw. in Magdeburg angeboten.

Dieser Aufbaustudiengang ist auf zwei Jahre angelegt und schließt mit einem Zertifikat über die Qualifizierung in Methoden der qualitativen Sozialforschung ab. Im dritten Jahr wird die wissenschaftliche Arbeit geschrieben. Die Hans-Böckler-Stiftung finanziert für jeweils drei Jahre sechs Stipendien. Die ersten Einschreibungen werden zum Sommersemester 2004 erfolgen.

Weitere Informationen unter www.zbbs.de oder email: zbbs@gse-w.uni-magdeburg.de
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